Stand:

Dass Donald Trump nicht viel vom Klimawandel hält, ist längst kein Geheimnis. Jetzt, wo eine Kältewelle die USA erfasst hat, macht sich der US-Präsident aber sogar lustig darüber – und sorgt damit für Empörung.

1. Trump und der Klimawandel

An der US-amerikanischen Ostküste ist es gerade ungewöhnlich kalt. Teile der USA erleben zurzeit die kältesten Wintertage seit Jahrzehnten. Hinzu kommen zum Teil heftige Schneefälle. Und Präsident Donald Trump? Der machte sich auf Twitter darüber lustig.

Dort schrieb er am Donnerstag: „Im Osten könnte es der KÄLTESTE Silvesterabend werden, der jemals registriert wurde. Vielleicht könnten wir ein bisschen von dem guten alten Treibhauseffekt gebrauchen, vor dem sich unser Land – anders als andere Länder – mit Zahlungen von BILLIONEN VON DOLLAR hatte schützen wollen. Zieht euch schön warm an!“



Mit seinem Hinweis auf die Billionen Dollar bezog sich Trump offensichtlich auf den Pariser Klimavertrag. Die USA hatten ihn unter Präsident Barack Obama unterzeichnet, aber Trump hatte den Ausstieg daraus angekündigt.

Außerdem wiesen Forscher darauf hin, dass Trump bei seiner höhnischen Aussage zum Klimawandel die Begriffe Klima und Wetter verwechsele. Denn: Das Klima beschreibt einen langfristigen Zustand der, während das Wetter einen sehr kurzfristigen Zustand meint. Außerdem hätten die Forscher nicht behauptet, dass es durch den Klimawandel keine solcher kalten Wintertage mehr geben wird – die werden lediglich seltener.

2. Trump und sein Hobby Golf

Trumps kleiner Klimawitz ist aber längst nicht der einzige Grund, warum der US-Präsident (mal wieder) negativ in den Medien präsent ist. 2014 – noch zu Zeiten als Obama US-Präsident war – hatte Trump auf Twitter darüber gelästet, dass der bei so vielem Golf-Spielen ja gar keine Zeit dafür hätte, sich um die Schwierigkeiten und Probleme seines Landes zu kümmern.

Das ist bei Donald Trump – zumindest in seinen Augen – natürlich ganz anders. Auf Twitter schrieb er am ersten Weihnachtsfeiertag (Ortszeit) deshalb, er werde am darauffolgenden Tag direkt wieder die Arbeit antreten um „Amerika wieder super zu machen“ – was im Übrigen ja auch schneller gehe wie jeder gedacht habe.

Doof nur, dass Trump am besagten ersten Arbeitstag gar nicht an seinem Schreibtisch im Weißen Haus, sondern in einem Golfclub in Florida unterwegs war. Noch ungünstiger für Trump war allerdings, dass der US-amerikanische Fernsehsender CNN ihn auch noch bei seinem Vergnügen filmte. Unverkennbar Trump mit rotem Cappy.

Trump schien sich seinem gebrochenen Versprechen bewusst zu sein, denn schon kurz nachdem das CNN-Filmteam bemerkt wurde, fuhr ein weißer Laster vor, der vor der Lücke in der Hecke geparkt wurde, durch die man Trump sehen konnte.

Recherchen der CNN ergaben übrigens, dass Trump seit seiner Amtsübernahme insgesamt 85 Tage Golf gespielt habe und rund 110 Tage in Hotels verbracht, die dem Trump-Unternehmen angehören.

3. Trump und die Medien – eine Hass-Liebe


Daraus dass Trump mit der Berichterstattung der Medien über ihn nicht so ganz einverstanden ist, machte er schon ganz zu Anfang seiner Präsidentschaft keinen Hehl. Als zum Beispiel berichtet wurde, dass zu seiner Amtseinführung weniger Menschen gekommen waren, wie noch zu Barack Obamas, beleidigte Trump die Presse als Lügenpresse.

In einem Interview mit der US-amerikanischen Zeitung New York Times prognostizierte Trump am Donnerstag aber jetzt, dass ihn die Medien bald lieben werden. Dass er in drei Jahren die nächste Präsidentschaftswahl gewinne, bezweifelt Trump sowieso nicht. Grund dafür sei unter anderem auch sein reges Verhältnis mit den Medien:

Ein weiterer Grund, warum ich weitere vier Jahre gewinnen werde, ist, weil Zeitungen, Fernsehen und alle Formen von Medien untergehen würden, wenn ich nicht mehr da bin. Ihre Leserzahlen und Einschaltquoten würden den Bach hinunter gehen.“

Donald Trump, US-Präsident

Zu bezweifeln ist auf alle Fälle nicht, dass Trump für das ein oder andere Thema sorgt ...

Autor
Laura Bisch