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Nordkoreas Machthaber hat in seiner Neujahrsansprache den USA gedroht. Auf seinem Schreibtisch stehe ein Atomknopf, sagte Kim Jong Un. Nun hat der US-Präsident reagiert – mit Details zu seinem Knopf.

Der verbale Atomstreit zwischen den USA und Nordkorea geht weiter. Nach der ersten Drohung in Kim Jong Uns Neujahrsansprache folgte nun die Reaktion von US-Präsident Donald Trump. Natürlich auf Twitter.

Jemand aus Kim Jong Uns verarmten und verhungerndem Regime möge ihn doch bitte informieren, dass Trump auch einen Atomknopf habe. Nur sei dieser viel größer und mächtiger als der des Nordkoreaners. Und er funktioniere sogar! Ein Schelm, wer sich bei solchen Worten an Protzereien auf dem Schulhof erinnert fühlt.

Die Lage ist ernst

Doch auch wenn diese Reaktion des US-Präsidenten auf Twitter banal und beinahe albern erscheint: Der Konflikt um Nordkoreas Raketen- und Atomprogramm hat sich in den vergangenen Monaten stetig verschärft. Verbal treiben beide Seiten die Kriegsrhetorik voran, Nordkorea provoziert immer wieder mit neuen Raketen- und Atomwaffentests.

Der Rest der US-Regierung reagierte zurückhaltender, warnte Nordkorea aber auch vor weiteren Raketentests. „Wir hören Berichte, dass Nordkorea möglicherweise einen weiteren Raketentest plant“, sagte die amerikanische UN-Botschafterin Nikki Haley in New York. „Ich hoffe, das wird nicht passieren. Aber falls es doch passiert, müssen wir noch härtere Maßnahmen gegen das nordkoreanische Regime ergreifen“, so Haley. Die USA würden niemals eine Atommacht Nordkorea akzeptieren. Nordkorea ist bereits mit zahlreichen EU- und UN-Sanktionen belegt.

Für Twitter und Co. ist Trumps Tweet natürlich eine Steilvorlage:


Autor
Tim Stobbe
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SWR3