Autor
Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
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Im Wirbel um einen möglichen Kauf von Grönland durch die USA hatte es US-Präsident Donald Trump zuletzt mit Humor versucht: Der Präsident postete eine Fotomontage, die ein Trump-Hotel auf Grönland zeigt. Das fand Dänemark offenbar nicht so lustig – Trump zieht seine Konsequenz.

Kein Gespräch über einen Verkauf? Kein Besuch Trumps.

Donald Trump hat seinen geplanten Besuch in Dänemark abgesagt – wenig überraschend via Twitter. Dort schrieb der US-Präsident, Dänemark sei ein sehr besonderes Land mit tollen Menschen, aber wenn Ministerpräsidentin Mette Frederiksen nicht über einen möglichen Verkauf von Grönland an die USA reden wolle, werde er das geplante Treffen mit ihr in zwei Wochen auf ein andermal verschieben.

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Frederiksen habe mit ihrer direkten Art verhindert, dass – sowohl die USA als auch Dänemark – viel Zeit oder Geld verschwendeten, so Trump weiter. Er danke ihr dafür und freue sich schon auf ein gemeinsames Treffen in der Zukunft.

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Trump hatte Debatte neu befeuert

Zuletzt hatte Trump die Debatte um einen möglichen Kauf Grönlands erneut befeuert – und zwar mit einer Montage, die er auf seinem Twitter-Account geteilt hat. Darauf zu sehen: sein gold-glitzerndes Trump International Hotel Las Vegas inmitten kleiner bunter Häuser an Grönlands Küste.

Trump postet Fotomontage von Trump-Hotel auf Grönland; Foto: Reuters & Screenshot/twitter.com/@realdonaldtrump / https://twitter.com/realDonaldTrump/status/1163603361423351808/photo/1 // Montage SWR
Reuters & Screenshot/twitter.com/@realdonaldtrump / https://twitter.com/realDonaldTrump/status/1163603361423351808/photo/1 // Montage SWR

Dazu schreibt Trump, er verspreche, Grönland so etwas nicht anzutun. Montiert hat Trump das Bild nicht selbst: Die Montage kursiert schon seit einigen Tagen in den sozialen Netzwerken. Auch Trumps Sohn Eric hat das Meme schon im Netz geteilt.

Regierung Grönlands erteilt klare Absage

Nachdem schon seit Tagen darüber spekuliert wurde, Trump habe Interesse an Grönland, hatte der die Gerüchte am Sonntag bestätigt: Ein Kauf von Grönland durch die USA sei „sicherlich strategisch interessant“ und „im Grunde genommen ein großes Immobiliengeschäft“, hatte er da gesagt. Das Thema habe aber für seine Regierung keine oberste Priorität.

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Grönlands Regierung reagierte auf die Berichte mit einiger Verwunderung, formulierte das aber diplomatisch: „Wir haben eine gute Zusammenarbeit mit den USA und wir betrachten dies als Ausdruck eines größeren Interesses an Investitionen in unser Land und an den Möglichkeiten, die wir bieten.“ Auf ihrer Webseite machte Grönlands Regierung dann aber unmissverständlich klar:

Natürlich steht Grönland nicht zum Verkauf

www.naalakkersuisut.gl

Dänische Politiker: „Das ist absurd“

Die dänische Regierungschefin Mette Frederiksen hält die Diskussion für absurd und betonte bei einem Besuch auf der Insel, dass Grönland nicht zum Verkauf stehe. Sie hoffe inständig, dass dies nicht ernst gemeint sei.

Und auch andere dänische Politiker finden den Kaufwunsch von Trump nicht so witzig: Der außenpolitische Sprecher der dänischen Sozialliberalen, Martin Lidegaard, schrieb auf Twitter, es sei „ein schrecklicher Gedanke mit dem Risiko einer Militarisierung Grönlands“. Der ehemalige dänische Ministerpräsident Lars Løkke Rasmussen schrieb auf Twitter: „Das muss ein Aprilscherz sein.“

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