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Isabel Gebhardt
Isabel Gebhardt, SWR3; Foto: SWR3
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Die Polizei in den USA warnt davor, Drogen in der Toilette runterzuspülen. Das Ganze hat allerdings einen ernsten Hintergrund. Denn: Tiere könnten damit in Kontakt kommen.

Die Polizei in Loretto warnte am Wochenende über Facebook davor, Drogen in die Toilette zu werfen und dann runterzuspülen. Anlass war eine Festnahme. Die Polizei hatte die Wohnung eines Dealers gestürmt und ihn dabei erwischt, wie er Drogen über die Kanalisation entsorgen wollte.

Ein Schild, das vor Alligatoren warnt; Foto: dpa

Achtung, Alligatoren! Die Tiere werden bis zu vier Meter lang und sind eigentlich eher menschenscheu.

dpa

Die Polizei stellte unter anderem Crystal Meth sicher. Daraufhin posteten sie auf Facebook: „Leute, bitte spült eure Drogen nicht im Klo herunter.“ Wenn man das mache, würde man irgendwann „Meth-Alligatoren bekommen“.

Drogen kommen über Toilette in die Umwelt

Die Sorge der Polizisten: Wenn Drogen in das Abwassersystem gelangen, ist das schlecht. Die Stoffe können auch in Kläranlagen nicht komplett aus dem Wasser gefiltert werden und gelangen in die Umwelt – also zum Beispiel in Flüssen. Und in den Flüssen rund um Loretto, das in Tenessee liegt, leben Alligatoren. In dem Post schreiben die Polizisten: „Wir erschaudern dabei, daran zu denken, was ein Tier, das solche Stoffe aufgenommen hat, tun könnte.“

Tiere im Drogenrausch – ein Problem

Auch wenn der Post mittlerweile wieder gelöscht wurde, haben die Polizisten ein Problem angesprochen. Denn immer wieder werden Tiere gefunden, die unter Drogeneinfluss stehen. Im letzten Jahr wurde über eine Schlange berichtet, die in Australien beschlagnahmt wurde und unter dem Einfluss von Crystal Meth stand. Die Schlange war in einem Drogenlabor gehalten worden – als eine Art Wachhund. Nach Angaben der Behörden war die Schlange drogenabhängig. Die Python habe sich völlig artuntypisch verhalten. Sie sei sehr aggressiv und dadurch unberechenbar gewesen. Die Schlange musste sieben Monate in den Drogenentzug.

In Alabama hatte ein Mann versucht aus einem Eichhörnchen ein Kampftier zu machen. Dazu hatte er es mit Crystal Meth gefüttert. Die Polizei entdeckte das Eichhörnchen bei einer Razzia in der Wohnung des Mannes.

Das ist Cyrstal Meth

Crystal Meth ist eine der gefährlichsten Drogen, die es gibt. Sie macht schnell süchtig, viele Menschen werden gleich bei der ersten Einnahme abhängig. Durch die Droge können Gehirn und Psyche geschädigt werden.

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