Völlig überraschend ist der Soundgarden-Sänger Chris Cornell in Detroit gestorben. Er hat sich selbst das Leben genommen. Am Abend vor seinem Tod hatte er mit seiner Band noch einen Auftritt.

Cornells Sprecher hat den Tod des Sängers bestätigt. Außerdem sagte er der dpa, dass Cornells Frau Vicky und die Familie schockiert von seinem „plötzlichen und unerwarteten Ableben“ seien.

Am Tag seines Todes ist er noch aufgetreten

Der Musiker wurde tot in seinem Hotelzimmer gefunden, er habe sich selbst getötet, berichtete der Sender CNN und berief sich auf eine Mitteilung der Gerichtsmedizin.

Am Tag seines Todes hatte er sogar noch einen Auftritt im Fox Theater in Detroit. Kurz vorher twitterte er dieses Foto:

Und einen Tag später hätte Chris Cornell einen Auftritt in Columbus Ohio gehabt – der Termin zeigt, wie überraschend die Nachricht über seinen Tod kommt.

Im April war Cornell noch als musikalischer Gast in „The Tonight Show“ von Showmaster Jimmy Fallon aufgetreten. Dort performte er den Titel „The Promise“.

Musiker und Fans trauern

Sänger Elton John schrieb auf Twitter, er sei schockiert und traurig. Cornell sei ein großer Sänger, Songschreiber und der netteste Mann gewesen. Musiker Jimmy Page schrieb, Cornell sei „unglaublich talentiert“ gewesen.

Die Ära Soundgarden

Ende der 80er Jahre entstand in Seattle die Band, mit der Chris Cornell bekannt wurde – Soundgarden. Der bekannteste Titel, „Black Hole Sun“, brachte den Sound der Band gut auf den Punkt. Während andere Seattle-Bands wie Nirvana eher vom Punk kamen, so waren Soundgarden vor allem aus dem Rock und Heavy beeinflusst. 1994 standen Soundgarden mit dem Album „Superunknown“ auf Platz 1 der US-Charts. Über neun Millionen mal verkaufte sich das Album und die Band erhielt dafür zwei Grammys.

Cornells andere Projekte

Kult ist auch der Titel „Hunger Strike“. Dieser Titel entstand in einem Bandprojekt aus dem Jahr 1991. In der Gruppe Temple Of The Dog sang Chris Cornell zusammen mit Eddie Vedder von Pearl Jam. Eine Dekade später war Chris Cornell Sänger der Band Audioslave. Die Band bestand aus den „Rage-against-the-Machine“-Instrumentalisten und Chris als Sänger. Aus der Zusammenarbeit entstanden drei Alben. Alle Alben waren in den USA in den Top 10, das zweite Album „Out of Exile“ sogar auf Platz 1.

Als Solo-Künstler war Chris Cornell auch tätig, hier ist der Sound aber ein anderer. Meist geprägt durch akustische Gitarren und melancholischer, doch immer mit seiner unverkennbaren Stimme. Der bekannteste Titel seiner Solokarriere ist der Titelsong zum 21. James Bond Film „Casino Royale“.

Chris Cornell hat weltweit insgesamt mehr als 30 Millionen Alben verkauft. Nach Kurt Cobain von Nirvana, Layne Staley von Alice in Chains ist mit Chris Cornell einer der wichtigsten Stimmen des sogenannten „Seattle-Grunge“ gestorben.