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Katharina Kunz
Katharina Kunz, SWR3; Foto: SWR3
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Frankreich hat sich schon dafür entschieden, in Deutschland könnte sie auch kommen: eine Öko-Abgabe auf Flugtickets. Bundesumweltministerin Schulze fordert, das Fliegen wegen des hohen CO2-Ausstoßes teurer zu machen.

Wenn es nach dem Willen der Umweltministerin gehe, sollten sich die Kosten der Klimaemissionen auch in den Flugpreisen abbilden. „Es kann nicht sein, dass auf bestimmten Strecken Fliegen weniger kostet als Bahnfahren“, sagte Svenja Schulze (SPD) der Rheinischen Post.

Urlauber in der Abflughalle eines Flughafens; Foto: picture alliance/Christoph Schmidt/dpa

Um das Klima besser zu schützen, müssten Flugreisen teurer werden.

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Frankreich hat den ersten Schritt in diese Richtung schon getan: Ab 2020 wird eine Ökosteuer auf Flugtickets eingeführt. Die Abgabe soll zwischen 1,50 Euro und 18 Euro pro Ticket betragen. Für Schulze wäre ein gemeinsames Vorgehen in Europa der beste Weg. Aber darauf will sie nicht zwingend warten: „Ich bin deshalb dafür, dass wir die deutsche Luftverkehrsabgabe in einem ersten Schritt erhöhen", so die Ministerin.

Treffen des Klimakabinetts

Den Vorschlag könnte sie heute beim Treffen des Klimakabinetts in Berlin einbringen. Dort wird ein Paket für mehr Klimaschutz verhandelt, das im September verabschiedet werden soll. Dazu gehören Gesetze und Maßnahmen wie ein CO2-Preis oder die Ausweitung des Emissionshandels auf weitere Sektoren wie Verkehr und Gebäudeheizungen. Schulze forderte keine „Schönrechnerei“ mehr im Klimaschutz. Das habe nur zu Problemen geführt.