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Berlins Panda-Männchen Jiao Qing hat buchstäblich in die Röhre geschaut: Für einen Nieren-Check musste der 110-Kilo-Bär in einen Computertomografen.

Dazu wurde der Panda letzte Woche zunächst zum Leibniz-Institut für Zoo- und Wildtierforschung (IZW) gebracht, so berichtet der Zoo Berlin. Dort steht nämlich ein CT-Gerät, das speziell für große Tiere ausgelegt ist. Als ausgewachsenes Männchen bringt Jiao Qing immerhin 110 Kilogramm auf die Waage.

Nieren-Untersuchung im CT

Angekommen im IZW wurde das Tier unter Vollnarkose gesetzt und dann von sieben Wissenschaftlern und Pflegern untersucht. Grund für die Aktion waren laut dem Berliner Zoo die Nieren des Pandas. Wie schon im Vorfeld vermutet, zeigten die CT-Bilder, dass Jiao Qing zwei unterschiedlich große Nieren hat. Zoo-Tierarzt Dr. Andreas Ochs erklärte sich mit den Untersuchungsergebnissen zufrieden. Ob die kleinere der beiden Nieren funktionsfähig sei, wolle man aber in der nächsten Zeit beobachten.

Vater der Berliner Panda-Zwillinge

Zwei Panda-Babys liegen nebeneinander auf einer Decke; Foto: picture alliance/Zoo Berlin/dpa

Panda Jiao Qing ist Vater von Zwillingen – an deren Aufzucht er sich aber Panda-typisch nicht beteiligt...

picture alliance/Zoo Berlin/dpa

Jiao Qing ist neun Jahre alt und lebt seit rund zwei Jahren als Leihgabe Chinas in Berlin. Auf der Website des Zoos heißt es, er sei "aktiv, neugierig und schelmisch".

Er ist der Vater der Panda-Zwillinge, die im September zur Welt kamen. Da sich Panda-Männchen aber nicht an der Aufzucht ihrer Jungen beteiligen, werden die beiden von der Abwesenheit ihres Vaters wohl nichts mitbekommen haben.