Herbststurm „Sebastian“ zieht derzeit über Deutschland. Im Norden haben Sturmböen und Starkregen Schäden verursacht – drei Menschen kamen ums Leben. Der Deutsche Wetterdienst warnt vor Dauerregen, der zu Hochwasser und Erdrutschen führen kann.

Ein abgekrachter Ast einer Kastanie liegt am 13.09.2017 bei windigem Wetter in Stuttgart; Foto: dpa/picture-alliance

Stuttgart: Dieser Ast konnte „Sebastian“ nicht standhalten.

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Das Sturmtief „Sebastian“ hat auch in Baden-Württemberg für Verkehrsbehinderungen gesorgt. Auf der Rheintalbahn bei Emmendingen ist ein Baum auf die Oberleitung gestürzt und blockiert die Strecke. In der Region Stuttgart sind nach Angaben der Polizei in der vergangenen Nacht einige Bauzäune umgestürzt und vereinzelt Äste von Bäumen gefallen. In Karlsruhe wurde laut Polizei der Arm eines Krans vom Wind erfasst. Dabei löste sich eine Sicherung, der Arm drehte sich und eine an dem Arm hängende Kette beschädigte drei Häuser.

Für heute hat der Wetterdienst eine Warnung vor Starkregen herausgegeben. Bäche und Flüsse könnten zu Hochwasser führen, zudem seien Überschwemmungen und Erdrutsche möglich. Vor allem Odenwald und Schwarzwald seien gefährdet.

Der überschwemmte Fischmarkt in Hamburg; Foto: dpa/picture-alliance

Der überschwemmte Fischmarkt in Hamburg

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Drei Tote durch den Sturm

Weiter nördlich ist der erste große Herbststurm in diesem Jahr mittlerweile vorbei. „Sebastian“ war mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 150 km/h. über Deutschland gezogen und richtete teilweise schwere Schäden an: Drei Menschen starben. Der Hamburger Fischmarkt wurde am Mittwochabend überflutet, zum Teil standen die Menschen knietief im Wasser und der Strand von St. Peter-Ording wurde von einer Sturmflut überschwemmt.

Die Deutsche Bahn teilte mit, dass noch viele Bahnstrecken gesperrt seien. Auf anderen seien nur einzelne Gleise befahrbar.