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Hans Liedtke
Hans Liedtke, SWR3; Foto: SWR3
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Recycling mal anders. Ein Franzose baut aus rund 700.000 Plastikflaschen eine Insel – sogar mit zwei eigenen Swimmingpools. Sein Kunststoff-Paradies liegt jetzt vor der Elfenbeinküste.

Der französische Entrepreneur Eric Becker ist eigentlich in die Elfenbeinküste gezogen, um dort ein Catamaran-Geschäft aufzumachen. Als er dann die Berge an Plastikmüll in der Lagune der Metropole Abidjan sah, hatte er die Idee für eine künstliche Insel. Das war 2012. Jetzt besitzt Becker eine Plastikinsel, die auf rund 700.000 Plastikflaschen schwimmt.

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Becker: „Eigentlich müsste man mehr tun“

Die Insel nutzt er, um zu relaxen, seine Freizeit zu genießen und sogar um dort ab und zu zu übernachten. Gäste seien auf seiner Insel auch willkommen, sagt Becker. Zum Müllproblem könne die Insel aber nur einen kleinen Beitrag leisten: „Es gibt auch Plastikmüll, den wir nicht verwenden können. Plastiktüten zum Beispiel. Eigentlich müsste man mehr tun, um das Müllproblem in den Griff zu kriegen. Wenn wir das Problem lösen wollen, müssen wir 100 Prozent des Mülls recyclen und nicht nur rund 50 Prozent, wie im Moment.“

Flaschen, Styropor, Flipflops

Für seine Insel hat Becker sechs Jahre lang Plastikmüll gesammelt: Flaschen, Styropor und sogar Flipflops. Insgesamt wiegt die Insel rund 200 Tonnen. Strom produziert sie durch Solaranlagen. Nur das Wasser muss vom Festland zur Insel gepumpt werden, weil das Lagunenwasser zu dreckig ist.

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