Nach dem illegalen Autorennen mit einem Toten in Mönchengladbach hat die Polizei drei mutmaßliche Raser festgenommen. Unter ihnen ist auch der Unfallfahrer.

Die Polizei in Mönchengladbach meldet einen Erfolg: Nach dem tödlichen Autorennen am Wochenende hat sie drei Verdächtige festgenommen. Einer war der Polizei schon seit Freitagabend bekannt, war aber zwischenzeitlich wieder freigelassen worden. Die anderen waren noch auf der Flucht.

Was war passiert?
Die Unfallstelle in Mönchengladbach; Foto: dpa/picture-alliance

Die Unfallstelle in Mönchengladbach

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Zwei Männer waren am Freitagabend durch die Innenstadt von Mönchengladbach gerast – ein illegales Autorennen. Um zu überholen, ist einer der beiden in den Gegenverkehr gefahren und hat dort einen Fußgänger erwischt. Der ist noch im Rettungswagen seinen Verletzungen erlegen. Ein 28-jähriger Mann wurde festgenommen, ein weiterer war bis zur Festnahme gestern auf der Flucht.

Und jetzt?

Die Staatsanwaltschaft will noch heute klären, ob die Beschuldigten vor den Haftrichter geführt werden – also auch, ob der Tatverdacht gehalten werden kann. Interessant dürfte werden, wie sich ein Urteil aus Berlin auf weitere Raser-Prozesse auswirkt. Das Gericht hat einen Raser wegen Mord lebenslang ins Gefängnis geschickt. Die Staatsanwaltschaft sagt, die Raser hätten in Kauf genommen, dass jemand stirbt – ein Mordmerkmal. Ein bislang einzigartiges Urteil. Allerdings sagt auch die Polizei in Mönchengladbach: „Die Tat wird als Mord bewertet.“

Auch Justizminister Maas hat heute in der Rheinischen Post gefordert, die Strafen für die Teilnehmer illegaler Autorennen zu verschärfen. „Wir müssen alles tun, um die Menschen vor solchen Verrückten zu schützen“, so Maas. Die Forderung soll auch Thema bei der Justizministerkonferenz von Bund und Ländern diese Woche sein.