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Kerstin Welter
Kerstin Welter; Foto: Kerstin Welter
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Am Anfang war ein Video – dann folgte politisches Chaos. In Österreich sind Neuwahlen sicher, ein Misstrauensvotum gegen Kurz wahrscheinlich. Auch im Netz ist die Regierungskrise ein Aufreger.

Das Auseinanderdriften der Regierung in Österreich wird auch im Netz heftig kommentiert – meist mit Galgenhumor. Unter dem Hashtag „Ibizagate“ zeigt zum Beispiel der Grünen-Politiker Reinhard Bütikofer ein flugs aufgestelltes Plakat seiner Parteikollegen in Wien:

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#Ibizagate – User sind empört oder belustigt

Die Anspielung auf eine der Kult-Sendungen im ORF, in der Haustiere ein neues Zuhause suchen, sorgt in diesem Post für Lacher – Heinz-Christian Strache und Herbert Kickl sind da „herrenlos“.

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Auch ein beliebtes Videospiel könnte um eine österreichische Variante bereichert werden.

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Aber mal im Ernst: die Moderatorin und Autorin Sophie Paßmann bringt es auf den Punkt.

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Um dieses Video aus Ibiza geht es

In dem Video, das im Jahr 2017 heimlich auf Ibiza aufgenommen und jetzt öffentlich gemacht wurde verspricht Strache einer vermeintlichen russischen Oligarchin einen brisanten Deal: Staatsaufträge gegen Wahlkampfhilfen. Außerdem verspricht er ihr, sie könne Österreichs größte Zeitung, die Kronen-Zeitung, einkaufen und dann politisch gelenkte Berichterstattung machen.

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Das Video wurde dem Spiegel und der Süddeutschen Zeitung zugespielt.

Jan Böhmermann kannte das Strache-Video

Satiriker Jan Böhmermann hat das Video mit heimlichen Aufnahmen des FPÖ-Politikers bereits vor Wochen gekannt. Das bestätigte sein Manager Peter Burtz der dpa. Er widersprach aber, dass die Aufnahmen Böhmermann angeboten worden seien. Da sie ihm nicht angeboten worden seien, habe er sie auch nicht abgelehnt. Woher Böhmermann die Aufnahmen kannte, wisse er nicht, sagte Burtz.

„Gerade [...] mit FPÖ-Geschäftsfreunden auf Ibiza“

Böhmermann hatte bereits im April bei der Verleihung des österreichischen TV-Preises Romy in einer Video-Botschaft Andeutungen zu dem Fall gemacht. Den Preis könne er nicht persönlich abholen, weil er „gerade ziemlich zugekokst und Red-Bull-betankt mit ein paar FPÖ-Geschäftsfreunden in einer russischen Oligarchen-Villa auf Ibiza rumhänge“, hatte Böhmermann gesagt. Er verhandele gerade, wie er die Kronen Zeitung übernehmen könne, dürfe darüber aber nicht reden.

Der Auftritt hatte Böhmermann scharfe Kritik in österreichischen Medien eingebracht. Er würdige die österreichische Regierung herab, hieß es damals.

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Kerstin Welter
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SWR3