Autor
Susanne de los Santos
Susanne de los Santos, SWR3; Foto: SWR3
Stand:

Sicherheitsexperten registrieren einem Zeitungsbericht zufolge massive Spionageaktivitäten in Brüssel. Dort haben zahlreiche EU-Behörden ihren Sitz. Diplomaten und Militärs seien gewarnt worden.

Ein EU-Sicherheitsdienst geht davon aus, dass zurzeit vor allem Spione aus China und Russland in Brüssel aktiv sind. Das berichtet die Welt am Sonntag. Rund 250 chinesische und 200 russische Agenten seien in der Stadt, um Mitarbeiter von EU und Nato auszuspionieren. Demnach arbeiten die Spione vor allem in den Botschaften oder Handelsvertretungen ihrer Heimatländer.

Diplomaten sollen bestimmte Lokale meiden

Diplomaten wurden zur Vorsicht aufgerufen. Sie sollen nach eigenen Angaben vor bestimmten Lokalen im EU-Viertel gewarnt worden sein – darunter ein beliebtes Steakhouse und ein Café, das sich in der Nähe des Hauptgebäudes der Europäischen Kommission und des Europäischen Auswärtigen Dienstes befindet.

Laut Sicherheitsdienst waren früher vor allem russische Agenten in Brüssel aktiv. Konkrete Zahlen wurden nicht genannt. Es wurden auch keine Angaben dazu gemacht, wie viele Spione aus anderen Ländern – neben Russland und China – zurzeit in der Stadt sind.