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Tim Stobbe
Tim Stobbe, SWR3; Foto: SWR3
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Astro-Alex ist zurück. Am Donnerstagmorgen ist der Astronaut Alexander Gerst in der kasachischen Steppe gelandet. Ehe er mit seiner Familie Weihnachten feiern kann, muss sich sein Körper jedoch erst wieder an die Erde gewöhnen.

Nach rund einem halben Jahr im All ist der deutsche Astronaut Alexander Gerst am Donnerstag gemeinsam mit seiner US-Kollegin Serena Auñón-Chancellor und dem Kosmonauten Sergej Prokopjew mit einer Sojus-Kapsel in der kasachischen Steppe gelandet. Eine Woche später als geplant kehrte Astro-Alex zurück.

Alexander Gerst ist gelandet; Foto: Reuters

Nachrichten Alexander Gerst ist gelandet

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Mehr Infos zur Landung liefert SWR Wissen.

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Der Körper des 42-Jährigen muss sich nun wieder an die Erde gewöhnen – vor allem an die Schwerkraft. „Der Anpassungsprozess findet bei den meisten innerhalb von drei Tagen statt. Bei manchen dauert es etwas länger, bei manchen kürzer“, sagte Claudia Stern, Leiterin der Abteilung Klinische Luft- und Raumfahrtmedizin am Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

Weihnachten wird daheim gefeiert

An Weihnachten hat Astro-Alex allerdings frei und kann nach Hause. Er soll auch zur Ruhe bekommen. „Alexander Gerst wird erstmal seine medizinische Rekonvaleszenz machen. Und dann wird er sicherlich auch mal Urlaub machen – er war ja eine ganze Weile in einer extremen Umgebung“, sagte Missionsleiter Volker Schmid vom DLR.

Welche Auswirkungen die extremen Bedingungen im All auf den Körper haben, kann man sich als Nicht-Astronaut kaum vorstellen. Es beginnt schon bei der Landung auf der Erde – wenn die Schwerkraft wieder voll zuschlägt. Astronauten beschreiben das einsetzende Schweregefühl etwa mit Treibsand oder einem Moor.

Gleichgewichtsinn war „halbes Jahr auf Pause“

Gerst selbst sagte nach seiner Landung, dass zum Beispiel sein Gleichgewichtssinn wieder in Schwung kommen müsse. „Der war ja quasi ein halbes Jahr auf Pause“, sagte er. Hinzu komme möglicherweise Muskelkater. Um größeren Problemen vorzubeugen hatte er auf der ISS ein eisernes Sportprogramm eingehalten – aus guten Gründen. Denn ohne Schwerkraft im All bauen die Astronauten Muskulatur ab, in den Beinen zum Beispiel im Extremfall bis zu 40 Prozent.

Welcome-Party in Künzelsau

Die Welcome-Party für ihn in Künzelsau ist laut Stadt im Sommer geplant, eine Open-Air-Fete wie 2015 nach Gersts damaliger Rückkehr aus dem All. Ein genauer Termin für die Party steht noch nicht fest.

Astro-Alex in Künzelsau nach seiner Rückkehr aus dem All 2015.; Foto: dpa/picture-alliance

Astro-Alex in Künzelsau nach seiner Rückkehr aus dem All 2015.

dpa/picture-alliance

„Oleg, du bist ein sehr erfahrener Kommandeur“

Der deutsche ISS-Kommandant hat die Führung der Raumstation an seinen russischen Kollegen Oleg Kononenko übergeben. „Oleg, du bist ein sehr erfahrener Kommandeur, und dieser Ort wird in sehr guten Händen, deinen Händen sein“, sagte Gerst in einer Übergabe-Zeremonie.

Die Nachfolge-Crew, US-Astronautin Anne McClain, Kosmonaut Oleg Kononenko, sowie der Kanadier David Saint-Jacquesist, ist vor zweieinhalb Wochen auf der ISS angekommen. Sie sollen sechs Monate im All bleiben.

Die neue ISS-Crew: (v.l.n.r.) Anne McClain, Oleg Kononenko und David Saint-Jacques; Foto: Reuters

Die neue ISS-Crew: (v.l.n.r.) Anne McClain, Oleg Kononenko und David Saint-Jacques

Reuters

Schmackhafter Willkommensgruß

Die Heimkehrer erwartet zuerst der obligatorische Apfel. Rückkehrern von der ISS drücken Helfer traditionell Kernobst als schmackhaften Willkommensgruß in die Hände.

Der spanische Astronaut Pedro Durque genießt seinen Willkommens-Apfel.; Foto: dpa/picture-alliance

Der spanische Astronaut Pedro Durque genießt seinen Willkommens-Apfel.

dpa/picture-alliance

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