Autor
Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
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Gesunde Ernährung kann Leben retten – oder zumindest verlängern. Zu diesem Schluss kommt ein aktueller Bericht der Weltgesundheitsorganisation (WHO). Dabei wird klar: Schon kleine Veränderungen in der Ernährungsweise können große Auswirkungen haben.

Mehr Obst, weniger Salz und Zucker – mehr Gemüse, weniger Fleisch, Vollkorn statt Weißbrot. Es braucht nicht viel, um sich gesünder zu ernähren und damit das eigene Leben zumindest zu verlängern. Diesen Zusammenhang stellt die WHO in ihrem aktuellen Ernährungsbericht her.

1. Wir sollten weniger Zucker und Salz essen

Etwa die Reduzierung des Zucker- und Salzkonsums mindern das Risiko von Herzerkrankungen und Schlaganfällen deutlich – heißt es in der Studie. Eine Salzmenge von unter fünf Gramm pro Tag und Person könnte im Jahr 1,7 Millionen Menschen weltweit das Leben retten, haben die Experten ausgerechnet.

2. Es gibt weniger zu kleine Kinder

Gleichwohl die WHO registriert deutliche Fortschritte: So gebe es weniger Kinder, die wegen mangelnder oder schlechter Ernährung für ihr Alter zu klein seien. Waren es 1990 bei den unter Fünfjährigen noch 252 Millionen Kinder weltweit, lag ihre Zahl im Jahr 2019 bei 149 Millionen.

3. Es gibt immer mehr Übergewichtige

Allerdings hat die WHO in ihrer Studie einen anderen Trend erneut bestätigt: Die Menschen werden immer dicker und sind damit einem höheren Risiko ausgesetzt an Diabetes, Herz- oder Kreislaufleiden oder gar an Krebs zu erkranken.

So sind bei den Kindern zum Beispiel 40 Millionen der unter Fünfjährigen bereits übergewichtig. Bei den Erwachsenen sind es mehr als 1,9 Milliarden. 600 Millionen so stark, dass sie als fettleibig gelten. Damit hat sich ihr Anteil im Vergleich zur Gesamtbevölkerung seit 1980 verdoppelt.