Mindestens 59 Tote, mehr als 500 Verletzte: Das Massaker von Las Vegas macht viele Menschen nicht nur traurig, sondern auch wütend auf die Politik. Auch Promis fordern strengere Waffengesetze.

Eigentlich sind die US-Late-Night-Talker zu Späßen aufgelegt – nach dem Massaker von Las Vegas werden sie aber ziemlich ernst. Jimmy Kimmel und Trevor Noah nahmen sich in ihren Sendungen gestern vor allem die Republikaner vor, die ihrer Ansicht nach zulassen, dass die Waffenlobby in ihrem Land das Sagen hat. Nach neuesten Berichten hatte der Schütze von Las Vegas Dutzende schwere Waffen in seinem Hotelzimmer gehortet, von dem aus er auf die wehrlosen Menschen bei einem Country-Konzert schoss.

Fassungslosigkeit und blanke Wut

Auch viele Stars haben ihren Gefühlen in den sozialen Netzwerken freien Lauf gelassen. Sängerin Taylor Swift, früher selbst in der Country-Szene aktiv, habe „keine Worte für ihre Hilflosigkeit und ihren Schmerz“:

Auch Lady Gaga äußerte sich gewohnt politisch zum Anschlag in Las Vegas: Terrorismus mache nicht Halt vor Hautfarbe, Geschlecht oder Religion. Demokraten und Republikaner sollen sich (dagegen) vereinen:

Weiter schreibt sie: Blut klebe an den Händen derer, die Gesetze machen können. Sie fordert ein strengeres Waffengesetz und zwar schnell:

„Kein normaler Mensch braucht ein Maschinengewehr!“

Richtig wütend war dagegen der Comedian Billy Eichner. Fast im Stundentakt twitterte er sich die Wut auf Politik und Waffenlobby von der Seele – in Großbuchstaben. Kein normaler Bürger brauche ein Maschinengewehr, es sei genug.

Eichner macht den Kongress in den USA für die Situation verantwortlich. Schon nach dem Amoklauf an der Sandy Hook Grundschule, bei dem vor fünf Jahren auch 20 Kinder erschossen wurden, hätten die Politker nichts getan:

Ob die erneuten Rufe nach strengeren Gesetzen diesmal bei den US-Politikern Gehör finden, bleibt fraglich. Das Weiße Haus erklärte nach den Schüssen von Las Vegas, eine Debatte über eine Verschärfung der Waffengesetze sei „verfrüht“, bevor nicht die Hintergründe geklärt seien.