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Laura Bisch
Laura Bisch, SWR3; Foto: SWR3
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Um die deutschen Klimaziele im Verkehr zu erreichen, hat das Umweltbundesamt nach Informationen der Süddeutschen Zeitung schon im Sommer in einem internen Bericht Anpassungen in der Klimapolitik empfohlen. Und die sind drastisch.

Tempo 120 auf deutschen Autobahnen, die Abschaffung der Pendlerpauschale und die Einführung einer höheren Lkw-Maut – das sind einige der Vorschläge, die das Umweltbundesamt in seinem Bericht macht, aus dem die Süddeutsche Zeitung zitiert.

Demnach sollten außerdem alle Privilegien etwa für Dienstwagen und Dieselkraftstoffe wegfallen. Zudem solle die Steuer auf Diesel – der bislang steuerlich begünstigt wird – bis 2030 um gut 70 Cent auf 1,19 Euro je Liter steigen. Benzin würde, wenn es nach dem Bericht geht, um 47 Cent teurer.

Politik wollte Papier wohl nicht veröffentlichen

Das Papier war den Informationen zufolge bereits im Juni erstellt worden, als die Bundesregierung ihr Klimapaket vorbereitete. Öffentlich wurde es aber nie. Bis jetzt.

Das hat einen Grunde: Ob die Behörde ihre Einschätzungen publik machen darf, entscheidet das Bundesumweltministerium. Dort habe man die Erarbeitung konkreter Vorschläge dem Verkehrsministerium überlassen wollen, heißt es in dem Bericht.

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Deutschland stark vom Klimawandel bedroht

Dabei gibt es – laut einer aktuellen Studie der Organisation German Watch – genug Gründe, dem Klimawandel entgegenzuwirken. Demnach gehört Deutschland nach dem Hitzesommer 2018 erstmals zu den Staaten auf der Welt, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind. In der Studie, die German Watch jedes Jahr vorlegt, liegt Deutschland auf Platz drei – nur Japan und die Philippinen sind demnach noch stärker von Extremwetterereignissen betroffen.

Was sonst noch in der Studie steht, fasst SWR-Umweltredakteur Werner Eckert im nachfolgenden Audio zusammen.

SWR3-Audio: Beitrag anhören; Foto: SWR3.de

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