In dem havarierten Atomkraftwerk von Fukushima haben Bauarbeiter eine Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg entdeckt.

Gerade laufen an dem 2011 beschädigten Atomkraftwerk große Bauarbeiten. Dadurch sollen die Reaktoren stillgelegt werden können.

85 Zentimeter langer Blindgänger

Bauarbeiter haben jetzt aber eine erschreckende Entdeckung gemacht. Auf dem Gelände fanden sie eine fast einen Meter lange Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg, einen Blindgänger, der damals nicht losgegangen ist.

Die Arbeiter haben sofort die Polizei eingeschaltet, berichtet die Agentur AFP. Die Bauarbeiten an dem Parkplatz, an dem die Bombe gefunden wurde, wurden gestoppt und das Areal abgesperrt. Der Parkplatz liegt etwa einen Kilometer entfernt von den Atomreaktoren.

Ehemaliger Militärflughafen in der Nähe

In der Nähe des AKW-Geländes befand sich im Zweiten Weltkrieg ein Militärflughafen – das Gebiet war deswegen regelmäßig Ziel von Bombenangriffen durch die US-Streitkräfte.

Das AKW war im März 2011 nach einem Erdbeben mit anschließendem Tsunami stark beschädigt worden. Es war das schlimmste Atomunglück seit der Tschernobyl-Katastrophe 1986. Der Betreiber Tepco und die japanische Regierung befürchten, dass sie rund 40 Jahre brauchen werden, um die Schäden zu beheben.