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Vanessa Valkovic
Vanessa Valkovic, SWR3; Foto: SWR
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Wer heute schon auf einer Toilette war, der hat das wahrscheinlich als einen völlig normalen Vorgang wahrgenommen. Aber er ist vor allem eines: privilegiert. Genauer gesagt gehört diese Person zu den etwa zwei Dritteln der Weltbevölkerung, die überhaupt auf ein eigenes Klo gehen können.

Denn für rund 2,5 Milliarden Menschen ist das laut der „German Toilet Organization“ nicht so. Sie haben kein eigenes Klo. Zur Auswahl stehen oft verdreckte öffentliche Toiletten – oder eben gar keine. Laut der Vereinten Nationen leben 4,2 Milliarden Menschen weltweit ohne sichere Sanitärversorgung.

Tödliche Krankheiten durch mangelnde Hygiene

Das hat fatale Folgen: Wenn es keine sanitären Einrichtungen oder sogar kein sauberes Wasser gibt, kann das zu herumliegenden Fäkalien, keinem Händewaschen und damit verbunden zu mangelnder Hygiene führen. Das kann wiederum zur Folge haben, dass sich Krankheiten schneller verbreiten – auch potenziell tödliche wie Cholera, Typhus, Polio oder Hepatitis A.

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Beim Thema Klo spaltet sich die Weltbevölkerung

Deshalb wollen die Vereinten Nationen mit dem „Welttoilettentag“ jedes Jahr am 19. November auf dieses Problem aufmerksam machen. Eines der globalen Nachhaltigkeitsziele ist, dass bis 2030 alle Menschen Zugang zu sicheren Toiletten und sauberem Trinkwasser haben.

Während die einen gar keine Toilette haben, gibt es beispielsweise in Japan Hightech-Toiletten mit hübschen Hintergrundmelodien und einem trocken geföhnten Hinterteil. ARD-Korrespondentin Kathrin Erdmann berichtet aus Tokio:

So ist der Toilettengang in Japan; Foto: SWR3.de

Nachrichten So ist der Toilettengang in Japan

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Deshalb können Toiletten Leben retten

Für den Verein „German Toilet Organization“ (GTO) steht fest: „Sanitärversorgung ist ein Menschenrecht.“ Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) sind fast die Hälfte der Todesfälle von unterernährten Kindern unter fünf Jahren auf unzureichende Sanitär- und Hygienebedingungen zurückzuführen. Laut GTO könnten sanitäre Grundversorgung und sauberes Trinkwasser täglich rund 1.000 Kindern das Leben retten.

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