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Wer hat die Anti-Nazi-Plakate des BVBs in Dortmund aufgehängt? Die Polizei prüft ein Video, das die Aktion zeigen soll. Offenbar stecken die beiden Künstlergruppen „Rocco und seine Brüder“ und „Modus“ dahinter.

Neben Ausschnitten aus Fernseh- und Radioberichten über die Aktion ist in dem Video zu sehen, wie die Plakate im Dortmunder Stadtgebiet aufgehängt werden. Die Gesichter der Plakatkleber sind teilweise unkenntlich gemacht oder mit Kapuzen verdeckt.

Videos von „Rocco und seine Brüder“ und „Modus“?

Die Aufnahme wurde unter anderem auf der Facebook-Seite des Künstlerkollektivs „Rocco und seine Brüder“ veröffentlicht.

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Bei Twitter wurde das Video von der Gruppe „Modus“ gepostet. Dazu läuft die Hymne „You'll Never Walk Alone“, die vor jedem BVB-Heimspiel gespielt wird.

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Es werde nun geprüft, ob die Gruppe und die Künstler für die Aktion verantwortlich seien, sagte eine Polizeisprecherin.

Prominente Spieler mit Anti-Nazi-Slogans

Auf den Fake-Plakaten waren Sprüche wie: „Lieber Schalkesieg als Nazikiez“ (Marco Reus), „Dauerkarten für Naziaussteiger“ (Lucien Favre) oder „Lieber Ersatzbank als Rechtsaußen“ (Lukasz Piszczek). BVB-Geschäftsführer Hans-Joachim Watzke dementierte eine Beteiligung des Vereins: „Ich habe gehört, dass es diese Fake-Plakate gibt. Wir haben nichts damit zu tun. Ob wir uns dagegen wehren können, weiß ich nicht.“

Borussia Dortmund distanzierte sich auf Twitter von der Aktion.

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Andere Twitter-User begrüßen die Aktion:

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Illegale Nutzung von Werbetafeln

Der Betreiber der Werbetafeln, Wall, hat die Poster inzwischen entfernt und Anzeige erstattet, wie eine Sprecherin sagte. „Wir haben am Samstag den Hinweis auf die Plakate erhalten und sofort geprüft, ob sie von einem unserer Kunden stammen. Das war nicht der Fall“, sagte Unternehmenssprecherin Frauke Bank.

Die Werbetafeln seien unrechtmäßig geöffnet und bestückt worden. Allerdings habe es keine erheblichen Beschädigungen gegeben. „Eine illegale Nutzung unserer Anlagen kommt öfter vor. Ungewöhnlich sind hier die vielen offenbar gefakten Logos.“