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Beyoncé ist einfach alles. Stark, reich, schön und sexy, verheiratet und Mutter, hat einen coolen Job. Doch auch dem Superduperstar geht es nicht immer bombe. Gerade wegen ihres Körpers habe sie sich oft unter Druck gesetzt, schreibt sie ganz offen in der aktuellen Vogue.

Als Beyoncé ihr erstes Kind, Blue Ivy, bekommen hatte, setzte sie sich selbst unter Druck. Sie wollte die hinzugewonnenen Kilos wieder runter haben, so schnell wie möglich. Sie machte sich einen Plan für drei Monate – obwohl sie ihre Tochter noch stillte. „Ich glaubte das, was die Gesellschaft darüber sagte, wie mein Körper auszusehen hatte.“

Beyoncé auch auf dem Cover

Das schreibt Beyoncé in einem Text über sich selbst. „Beyoncé in ihren eigenen Worten: Ihr Leben, ihr Körper, ihr Erbe“ heißt der Titel des Textes in der September-Ausgabe der Vogue. Die „September Issue“ ist immer eine ganz besondere Ausgabe, in sie wird besonders viel Energie gesteckt. Und Beyoncé durfte sich dazu ihr eigenes Cover gestalten.

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Darauf ist sie einmal in Weiß mit einem gigantischen Blumenbouquet auf dem Kopf zu sehen, in der zweiten Variante trägt sie ein mexikanisch angehauchtes langes Kleid. Beyoncé schreibt viel über ihren Körper. Darüber, wie wichtig es ist, dass sie nach der Geburt der Zwillinge heilte. Sie war krank, die Kinder kamen per Notkaiserschnitt auf die Welt.

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Danach ging für Beyoncé erst mal nichts mehr. „Ich war im Überlebensmodus“, schreibt sie. Jay-Z, ihr Mann, habe sich aufopferungsvoll um sie gekümmert. „Mein Ehemann war ein Soldat.“ Später, als es ihr besser ging, konzentrierte sie sich ganz auf sich. Sie hatte das Coachella-Konzert vor Augen, machte aber langsam, viel langsamer, als nach der ersten Geburt. Sie lernte, sich und ihren kurvigeren Körper nicht nur so zu akzeptieren, sondern auch voll und ganz zu lieben.

„Ich habe einen kleinen Mami-Bauch“

„Ich denke, es ist wichtig für Frauen und Männer, die Schönheit in ihren natürlichen Körpern zu sehen und zu schätzen“, schreibt sie. Darum habe sie auf dem Cover auch alles unnatürliche weggelassen und nur wenig Make-Up benutzt. Sie habe noch immer vollere Arme, Hüften, Schultern, Brüste. Und einen kleinen „Mami-Bauch“. Sie sei nicht in Eile, den wegzubekommen. „Ich denke, das ist echt.“

Beyoncé schreibt auch über ihre Herkunft, ihre Wurzeln. Sie habe ihre Ahnen recherchiert und herausgefunden, dass sie von einem Sklavenhalter und einer Sklavin abstamme. Damit habe sie erst einmal klar kommen müssen. Irgendwann sei es ihr dann möglich gewesen, weibliche und männliche Stärke in sich zu vereinen - „das ist, weshalb Gott mich mit meinen Zwillingen gesegnet hat“, schreibt sie.

Besonderer Moment in Berliner Olympiastadion

Es geht viel um Stärke und Gefühle, um Glauben und den Weg zu sich selbst in Beyoncés Text. Sie schreibt auch über ihre Kinder, ihre Arbeit, ihre Inspiration, ihre Auftritte. „Einer der Momente der On-The-Run-Tour, die für mich am meisten in Erinnerung geblieben sind, ist die Show im Berliner Olympiastadion“, schreibt sie.

Beyoncé und Jay-Z; Foto: dpa/picture alliance
dpa/picture alliance

Denn die Sportstätte sei für die Verbreitung von Hass und Rassismus genutzt worden. Doch sie sei auch der Ort, an dem Jesse Owens vier Goldmedaillen gewann – und so den Mythos der „weißen Vorherrschaft“ zerstörte. Fast 90 Jahre später traten hier nun zwei schwarze Menschen vor einem gefüllten, ausverkauften Stadion auf. „Als Jay und ich unser finales Lied sangen, sahen wir alle lächeln, sich an den Händen halten, küssen und voller Liebe. [...] Ich lebe für solche Momente.“

Autor
Lena Seiferlin
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SWR3