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Der Schwarzwaldverein sieht die Rückkehr des Wolfes als Gefahr für Wanderer und den Tourismus im Schwarzwald. Er fordert, die Tiere leichter abschießen zu lassen.

Bad Wildbad, Feuron, Forbach und Enzklösterle: Allein an diesen vier Orten im Schwarzwald war im Mai ein Wolf unterwegs. Eine Gefahr für den Tourismus, findet der Schwarzwaldverein. Er ist eine der großen Freizeit- und Naturschutzorganisationen im Land und betreut ein Wegenetz von 24.000 Kilometern.

Wanderwege werden eingeschränkt

Dieser Wolf wurde in der Nähe von Bühl in Baden-Württemberg gesichtet. Der Schwarzwaldverein fordert härtere Gangart mit dem Wolf im Schwarzwald. ; Foto: picture alliance/Roland Hostert/Stadt Bühl/dpa

Dieser Wolf wurde in der Nähe von Bühl in Baden-Württemberg gesichtet.

picture alliance/Roland Hostert/Stadt Bühl/dpa

Dem Verein geht es dabei weniger um die Gefahr, die von einzelnen Tieren ausgeht. Vielmehr würden Wanderwege massiv eingeschränkt, wenn Weidegebiete wolfssicher eingezäunt werden müssten und dann nicht mehr durchquert werden könnten.

Die Rückkehr des Wolfes gefährde nicht nur die Weidetierhaltung, sondern auch die Kulturlandschaft, so Georg Keller, Vizepräsident des Vereins. Denn wenn immer mehr Landwirte ihre Arbeit wegen des Wolfes einstellen würden, dann könnte der Schwarzwald seine Anziehungskraft verlieren.

Wolf zur Jagd freigeben

Der Schwarzwaldverein hat einen Sechs-Punkte-Plan aufgestellt. Hierin fordert er, den Wolf in ausgewählten Gebieten zur Jagd freizugeben. Außerdem sollten Einzeltiere auch außerhalb dieser Gebiete während der Jagdzeit zum Abschuss freigegeben werden.

Momentan dürfen Wölfe nur erschossen werden, wenn sie Menschen gefährden oder mehrmals Schutzzäune überwunden und Tiere gerissen haben.