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SWR Aktuell
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Hin zu einer schnelleren Verkehrswende, weg von klimaschädlichen Verbrennungsmotoren. Umwelt-Aktivisten und Naturschützer haben in Frankfurt zur Großdemo aufgerufen – zur Internationalen Automobilausstellung IAA.

Aus allen Richtungen sind die Radfahrer durch Richtung Frankfurt unterwegs, auch aus Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg. Die Polizei rechnet mit etwa 20.000 Teilnehmern.

Großdemo unter dem Motto #aussteigen

Zum ersten Publikumstag der Internationalen Automobilausstellung IAA demonstrieren sie für eine klimafreundliche Verkehrswende, für den Ausbau des Bus- und Bahnverkehrs sowie für Vorrang für Radfahrer in der Verkehrsplanung. Kritisiert wird zum Beispiel auch der geplante sechsspurige Ausbau der A643 in Mainz, der durch ein Naturschutzgebiet führen soll.

Verschiedene Umweltschutzorganisationen hatten unter dem Motto #aussteigen zu der Fahrrad-Sternfahrt und einer anschließenden Demonstration aufgerufen. Ab dem Mittag wollen die Teilnehmer gemeinsam von Frankfurter Hauptwache zur Messe laufen. Dort findet die Abschlusskundgebung statt.

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Nachrichten Klima-Protest gegen IAA in Frankfurt läuft

Dauer

Zwei Autobahnabschnitte für Rad-Sternfahrt gesperrt

Für die Fahrrad-Sternfahrt mit 13 Routen wurden zwei Autobahnabschnitte der A661 und der A648 vorübergehend gesperrt. Auch im Frankfurter Stadtgebiet sind wegen der Demo große Straßen nicht passierbar. Die Polizei rät dazu, öffentliche Verkehrsmittel zu benutzen und die Frankfurter Innenstadt mit dem Auto weiträumig zu umfahren. Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club Hessen sprach von der bisher größten Fahrrad-Demo im Rhein-Main-Gebiet überhaupt.

Auch am Sonntag werden Proteste erwartet. Das Bündnis „Sand im Getriebe“, zu dem auch Critical Mass Mainz gehört, will Zugänge zur Messe versperren. Die Polizei rechnet bei diesen Blockaden mit mehreren hundert Teilnehmern.

Automobilhersteller stellen Anzeigen gegen Greenpeace

Wegen einer früheren Protestaktion von Greenpeace auf der IAA sind bereits Anzeigen gegen 22 Klima-Aktivisten gestellt worden. Es gehe um den Vorwurf des Landfriedensbruchs und der Sachbeschädigung, sagte ein Sprecher der Frankfurter Polizei.

Während des Messebesuchs von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) waren Greenpeace-Aktivistinnen unter anderem auf Ausstellungs-Autos von VW geklettert und hatten Plakate mit der Aufschrift „Klimakiller“ hochgehalten.