Mark Zuckerberg teilt seine Gedanken über die Zukunft von Facebook mit uns. Sein Fokus sei, Menschen zusammenzubringen und „eine soziale Infrastruktur für die Gemeinschaft zu entwickeln.“ Außerdem zeigt er sich besorgt über die so genannte Filterblase.

Mark Zuckerberg sieht Facebook in seinem Beitrag in Zukunft in einer noch zentraleren Rolle für die Weltgemeinschaft. Immerhin hat das Netzwerk mittlerweile 1,9 Milliarden Mitglieder und es gehe darum „ob wir eine globale Gemeinschaft schaffen können, die für alle funktioniert“ – und ob die Welt in Zukunft weiterhin näher zusammenrücken werde oder auseinander.

Kampf gegen Fake-News und die „Filterblase“

Zuckerberg gibt zu, dass auch er über die Verbreitung von Fake-News über Facebook und die so genannte Filterblase besorgt sei, bei der Nutzern von Software nur Informationen angezeigt werden, die zu ihren Ansichten passen.

In den vergangenen zehn Jahren war Facebook darauf ausgerichtet, Freunde und Familien zu verbinden. Auf dieser Basis wird unser nächster Fokus sein, eine soziale Infrastruktur für die Gemeinschaft zu entwickeln.

Mark Zuckerberg

Nachrichtenbranche soll unterstützt werden

Außerdem sei ein problematischer Effekt, dass in sozialen Netzwerken grundsätzlich einfachere Darstellungen schnellere Verbreitung fänden. „Im schlimmsten Fall werden so komplexe Themen versimpelt und wir hin zu Extremen gedrängt.“ Facebook versuche, das Problem anzugehen. Um etwa die Ausbreitung reißerischer Schlagzeilen zu bremsen, achte Facebook inzwischen auch stärker darauf, ob Nutzer einen Artikel erst teilen, wenn sie ihn gelesen haben. Die Nachrichtenbranche brauche mehr Unterstützung, schrieb Zuckerberg.

Mark Zuckerberg; Foto: dpa/picture-alliance
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Künstliche Intelligenz soll helfen

Als Lösungsansatz schreibt Zuckerberg von einer künstlichen Intelligenz, die verbotene Inhalte und Hass-Kommentare identifiziert und herausfiltert. Und er macht Hoffnung, dass das schon bald beginnen kann: „Mit dem aktuellen Tempo der Forschung werden wir anfangen können, das für einige dieser Fälle 2017 anzuwenden, für andere wird das noch jahrelang nicht möglich sein.“

Individuelle Einstellungen, wer was sehen will

Die Standards, wann Inhalte gelöscht werden, sollen individualisiert werden. Die Idee sei, jedem die Möglichkeit zu geben, die Vorgaben für sich selbst zu gestalten, zum Beispiel wenn es um Nacktheit oder Gewaltdarstellung gehe. „Sie entscheiden, was ihre persönlichen Einstellungen sind.“ Mit Hilfe künstlicher Intelligenz könnten die Vorgaben dann überwacht werden.