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Anfang März war ein junges Paar in Stuttgart ums Leben gekommen, als ein 550-PS-Jaguar mit hoher Geschwindigkeit auf ihr Fahrzeug prallte. Die Staatsanwaltschaft erhebt nun Anklage wegen Mordes.

Dem 20-jährigen Angeklagten wird vorgeworfen, mit seiner Fahrweise den Tod anderer Verkehrsteilnehmer zumindest billigend in Kauf genommen zu haben. Anfang März war es in der Stuttgarter Rosensteinstraße zu dem schweren Unfall gekommen, als der Jaguarfahrer einem anderen Auto auswich und dabei die Kontrolle über seinen Mietwagen verlor.

Laut Staatsanwaltschaft prallte er mit circa 100 bis 110 Kilometern pro Stunde auf einen Kleinwagen. Dieser stand zu diesem Zeitpunkt an einer Parkplatzausfahrt. Der 25-jährige Fahrer des Kleinwagens und seine 22-jährige Lebensgefährtin starben noch an der Unfallstelle.

„Vollständig durchgedrücktes Gaspedal“

Wie die Staatsanwaltschaft Stuttgart am Mittwoch mitteilte, soll der Fahrer des 550 PS starken Jaguars bei vollständig durchgedrücktem Gaspedal mit einer Geschwindigkeit von 160 bis 165 Kilometern pro Stunde unterwegs gewesen sein. Damit wäre die erlaubte Geschwindigkeit um das Dreifache überschritten. Der 20-Jährige habe die höchstmögliche Geschwindigkeit des Sportwagens austesten wollen und dabei in Kauf genommen, dass es zu Zusammenstößen mit anderen Verkehrsteilnehmern kommen könnte.

Gerichtstermin steht noch nicht fest

Die Anklage wurde bei einer Jugendkammer des Stuttgarter Landgerichts eingereicht. Der 20-Jährige sitzt in Untersuchungshaft, ein Gerichtstermin steht noch nicht fest. Neben Mord wirft die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vorsätzliche verbotene Fortbewegung im Straßenverkehr und vorsätzliche Straßenverkehrsgefährdung vor.

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