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Björn Widmann
Björn Widmann, SWR3; Foto: SWR3
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Der Generalbundesanwalt wirft den Männern vor, im Todesfallfall Lübcke etwas mit der Tatwaffe zu tun zu haben.

Lübcke-Haus; Foto: picture alliance/Swen Pförtner/dpa

Der Tatort: Walter Lübckes Haus in Wolfhagen

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Im Fall des getöteten Kasseler Regierungspräsidenten Lübcke hat der Generalbundesanwalt nach SWR-Informationen zwei weitere Männer im Raum Kassel und in Nordrhein-Westfalen festnehmen lassen. Es soll sich um den Verkäufer der Tatwaffe sowie einen Vermittler des Waffenkaufs handeln. Die beiden Männer werden im Laufe des Tages dem Ermittlungsrichter am Bundesgerichtshof vorgeführt. Er entscheidet dann über einen möglichen Haftbefehl.

Mutmaßlicher Mörder hat gestanden

WDR, NDR und die Süddeutsche Zeitung berichten von Hausdurchsuchungen bei zwei verdächtigen Männern. Der mutmaßliche Mörder von Walter Lübcke hatte die Tat gestern gestanden und dabei angegeben, zahlreiche Waffen zu haben. Ermittler fanden dem Bericht zufolge fünf Schusswaffen in einem Erddepot auf dem Gelände seines Arbeitgebers.

Der Fall Lübcke beschäftigt heute auch den Bundestag. In einer aktuellen Stunde wollen die Abgeordneten über Konsequenzen aus dem Fall debattieren.

Mord war vermutlich politische Tat

Lübcke war Anfang Juni auf der Terrasse seines Hauses im nordhessischen Wolfhagen-Istha erschossen worden. Der mutmaßliche Mörder Stephan E. nannte als mögliches Motiv, er habe die Flüchtlingspolitik Lübckes zutiefst abgelehnt.

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