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Um 02.01. Uhr unserer Zeit glückte das Andockmanöver der Sojus-Rakete an die Internationale Raumstation ISS. Alle atmen auf: Der erste Versuch vor fünf Monaten war an technischen Fehlern gescheitert.

Fünf Monate nach der Notlandung einer russischen Sojus-Rakete mit den Raumfahrern Alexej Owtschinin (Russland) Nick Hague (USA) an Bord, ist der Flug zur Raumstation ISS nun gelungen.

Die Rakete startete vom kasachischen Raumfahrtbahnhof Baikonur und dockte heute, 02:01 Uhr unserer Zeit, im Weltraum an. Mit an Bord war diesmal außerdem US-Astronautin Christina Koch. Die Raumfahrer unter Kommandant Owtschinin, 47, wurden von der derzeitigen Besatzung der ISS empfangen.

Im zweiten Anlauf Erfolg

Der letzte Versuch, eine Sojus-Rakete zur ISS zu fliegen, war im Herbst letzten Jahres an technischen Problemen gescheitert. Kurz nach dem Start vom Weltraumbahnhof Baikonur musste die Rakete notgelandet werden, Hague und Owtschinin blieben unverletzt.

Sojus Fehlstart; Foto: dpa/picture-alliance

Am 11.10.2018 zerfiel eine Sojus-Trägerrakete zwei Minuten nach dem Start in ihre Einzelteile

dpa/picture-alliance

Neue Shuttle ab November gesucht

Nachdem die USA im Jahr 2011 das Space-Shuttle-Programm eingestellt hatten, können US-Astronauten nur noch mit russischen Sojus-Raketen zur ISS gelangen. Der Vertrag läuft im November 2019 aus. Elon Musk will mit den von seinem Unternehmen SpaceX entwickelten Raketen bald eine Alternative schaffen, die weitaus kostengünstiger sein soll.

Für alle, die sich mal in einen Raumfahrer versetzen möchten: Auf der ISS ist eine Webcam angebracht, die rund um die Uhr auf die Erde schaut.