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Väter und Mütter von Frühgeborenen bekommen künftig länger Elterngeld. Den Personalausweis gibt es jetzt auch als App. Und Paypal schafft Moneypool ab.

Elterngeld: Das ändert sichs ab September

Ab September tritt die Reform des Elterngeldes in Kraft – damit soll für Eltern einiges einfacher werden.

Eltern von Frühgeborenen bekommen länger Geld

Das Gesetz sieht vor, dass Mütter und Väter von Frühgeborenen, die ab dem 1. September 2021 geboren werden, künftig länger Elterngeld bekommen.

Dann bekommen Eltern einen Monat länger Elterngeld, wenn ihr Kind mindestens sechs Wochen vor dem errechneten Termin geboren wurde. Wird das Kind acht Wochen zu früh geboren, werden zwei zusätzliche Monate gewährt, bei zwölf Wochen drei und bei 16 Wochen vier zusätzliche Monate.

An der Höhe des Elterngelds ändert sich nichts. Die richtet sich nach dem vorherigen Einkommen, beträgt aber mindestens 300 Euro und höchstens 1.800 Euro im Monat für das Basiselterngeld.

Teilzeit: Elterngeldbezieher dürfen kürzer oder länger arbeiten

Künftig dürfen Mütter oder Väter 32 Stunden pro Woche arbeiten, ohne ihren Elterngeldanspruch zu verlieren. Bisher waren nur 30 Stunden erlaubt. Durch die Aufstockung wird beispielsweise eine Vier-Tage-Woche möglich.

Zudem soll es flexiblere Regelungen beim sogenannten Partnerschaftsbonus geben – eine Zusatzleistung, wenn beide Elternteile in Teilzeit arbeiten. Der Bonus soll künftig mit 24 bis 32 Wochenstunden statt mit bisher 25 bis 30 Wochenstunden bezogen werden können. Außerdem soll Kurzarbeit und Krankengeld nicht mehr zu einer Minderung des Elterngelds führen.

Personalausweis: Ab September gibt es die AusweisApp2 fürs Smartphone

Den Personalausweis gibt es jetzt als Smartphone-App und die kann ab sofort eingesetzt werden – wenn das Smartphone dazu technisch in der Lage ist. Wer also Leistungen wie eine Kfz-Zulassung, polizeiliche Führungszeugnisse oder auch Bafög beantragen möchte, muss nicht mehr persönlich aufs Amt gehen.

Mit der Smart-eID werden laut Bundesinnenministerium die Daten, die im Online-Ausweis gespeichert sind, in einem besonders geschützten Bereich des Smartphones abgelegt und können dann für die Online-Identifizierung genutzt werden. Der Personalausweis wird nur einmal benötigt, und zwar um die Daten aus dem Online-Ausweis auf dem Smartphone zu speichern. Dazu müssen Nutzer die Handy-App AusweisApp2 herunterladen.

Paypal: Ab September wird Moneypool eingestellt

Dafür könnten Geldsammlungen für Freunde oder Kollegen jetzt etwas schwieriger werden. Denn Paypal stellt Moneypool im September weltweit ein. Bis Ende des Monats lassen sich noch neue Moneypools anlegen, sie sind dann noch für 30 Tage zu nutzen.

Das Geld, das bis dahin nicht durch den Nutzer auf dessen Paypal-Konto verschoben werde, wird von dem Unternehmen automatisch dorthin übertragen, heißt es. Künftig will sich das Unternehmen nach eigenen Angaben „auf stärker spezialisierte Services zum Sammeln von Geld“ konzentrieren.

Energielabel: Anpassung ab September

Das Energielabel soll Verbrauchern Aufschluss über die Effizienz von Elektronikprodukten geben. Die Skala von rot bis grün ist leicht verständlich, allerdings fallen jetzt Klassifizierungen wie A++ weg. Seit März ist das schon so bei Geräten wie Kühlschränken, Fernsehern und Waschmaschinen – ab September gilt die EU-Anpassung auch für Leuchtmittel: Künftig werden nur Buchstaben von A (besonders sparsame Geräte) bis G (sehr energieintensive Lampen) vergeben.

Nach Angaben der EU-Energie-Kommissarin Kadri Simson werden die momentan energieeffizientesten Produkte meistens in C und D eingruppiert, da die Vorgaben strenger geworden seien. Bis 2030 sollen alle Produktgruppen mit dem neuen Label gekennzeichnet werden.

Gleichzeitig bedeutet die neue EU-Richtlinie auch das Aus für Leuchtmittel mit besonders hohem Energieverbraucht: Kompaktleuchtstofflampen mit integriertem Vorschaltgerät, auch bekannt als Energiesparlampen, lineare Halogenlampen, und Niedervolt-Halogenlampen dürfen ab September nicht mehr in Verkehr gebracht werden.

Dax: Erweiterung im September

Der wichtigste deutsche Aktienindex Dax bekommt zehn neue Mitglieder. Ab dem 20. September werden in dem Index 40 Unternehmen gelistet. Außerdem gelten künftig strengere Qualitätsrichtlinien für die Aufnahme und eine vierteljährliche Berichtspflicht für die Dax-Unternehmen. Die Zusammensetzung des Index wird künftig außerdem zweimal jährlich überprüft, bisher fand nur eine Überprüfung pro Jahr statt – eine Reaktion aus dem Wirecard-Skandal.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 24. September, 08:31 Uhr - SWR3 Nachrichten

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