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Die Afrikanische Schweinepest ist in Deutschland angekommen. Landwirtschaftsministerin Klöckner hatte zuletzt den ersten Fall bestätigt – nun werden zumindest in Brandenburg weitere Fälle bestätigt.

In Brandenburg sind weitere fünf Fälle von Schweinepest bei Wildschweinen festgestellt worden. Das Friedrich-Loeffler-Institut als Nationales Referenzlabor habe die Seuche nachgewiesen, teilte das Bundeslandwirtschaftsministerium am Mittwochabend mit.

Die Tiere seien in der Nähe des Fundortes des ersten Schweinepest-Falls in Deutschland entdeckt worden. Es handele sich um vier tot aufgefundene Wildschweine sowie um ein infiziertes Wildschwein, das erlegt worden sei. Die Hausschweinbestände in Deutschland seien nach wir vor frei von der Afrikanischen Schweinepest. Das Land Brandenburg müsse nun die bestehenden Schutzzonen und Schutzmaßnahmen entsprechend anpassen, um eine Weiterverbreitung der Seuche zu verhindern, teilte das Ministerium weiter mit.

Wildschwein-Kadaver wurden getestet

Getestet wurden Proben von den am Dienstag entdeckten Wildschwein-Kadavern. Die Afrikanische Schweinepest war Tage zuvor bei einem toten Wildschwein im Landkreis Spree-Neiße nachgewiesen worden. Das hatte Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) anschließend bestätigt.

Das Statement von Julia Klöckner im Video:

Für Menschen gilt die Tierseuche als ungefährlich. Vom Verzehr von möglicherweise kontaminiertem Fleisch gehe keine Gefahr aus. Für Haus- und Wildschweine ist die Krankheit aber hochansteckend und meistens tödlich. Als Ursache für die Verbreitung der Schweinepest in Europa wird die illegale Entsorgung von Speiseabfällen vermutet, die den Erreger enthielten.

Schweinepest: Gefahr für Exportland Deutschland

Der Kadaver des ersten entdeckten infizierten Wildschweins war wenige Kilometer von der deutsch-polnischen Grenze entfernt im Landkreis Spree-Neiße gefunden worden. Damit verliert Deutschland den Status als „seuchenfrei“. Das kann erhebliche wirtschaftliche Auswirkungen haben.

Wegen der Schweinepest haben nach China und Südkorea auch Japan, Brasilien oder Argentinien deutsche Schweinefleisch-Einfuhren verboten. Das Bundesagrarministerium ist mit den Regierungen dieser Länder im Gespräch, um Vereinbarungen zu erreichen, hieß es im Bundesagrarministerium. Dies zielt darauf, Einfuhrstopps wegen der Schweinepest nur auf Betriebe aus betroffenen deutschen Regionen zu beschränken – und nicht für ganz Deutschland einzuführen. So ist es auch in der EU geregelt, in die rund 70 Prozent der Schweinefleisch-Exporte gehen. Faktisch kommt ein Exportstopp für die meisten Zielländer außerhalb der EU zum Tragen.

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