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Für die ersten warmen Tage des Jahres einfach die Sonnencreme vom letzten Jahr aus dem Schrank holen — besser nicht. Französische Forscher warnen vor krebserregenden Substanzen in alten Sonnencremes.

Um sich vor der Frühlingssonne zu schützen, greifen viele bereits zur Sonnencreme. Dabei sollte die alte Creme aus dem letzten Jahr aber besser nicht mehr benutzt werden. Die Ergebnisse französischer Forscher zeigen, dass sich darin krebserregende Substanzen gebildet haben können.

Gefährliche Sonnencremes: Auch bei Markenprodukten droht Gefahr

Die Forscher haben rund ein Dutzend beliebter Sonnen- und Tagescremes gekauft und sie künstlich altern lassen — darunter Produkte namhafter Firmen wie Garnier, la Roche oder L’Oréal. Dabei haben sie festgestellt, dass aus dem Sonnenschutzfilter Octocrylen ein Jahr später das Molekül Benzophenon geworden ist. Das kann gefährliche Folgen haben:


Kommt Benzophenon auf die Haut, kann es Ausschläge, Entzündungen oder Überempfindlichkeiten auslösen, aber auch Leberkrebs oder Lymphome. Das war in Tierversuchen der Fall. Das Molekül beeinträchtigt die Schilddrüse und die Fortpflanzungsorgane.

Forscher fordern Verbot von Octocrylen und Benzophenon

Die Forscher rufen die Hersteller dazu auf, die Substanzen Octocrylen und Benzophenon nicht mehr zu verwenden und fordern ein Verbot der Stoffe. Kunden sollten beim Kauf darauf achten, ob eine Creme die Stoffe enthält und Sonnencremes nicht bis zum nächsten Sommer liegen lassen.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 19. Oktober, 05:31 Uhr - SWR3 Nachrichten

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