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Cornelia Stenull (Foto: SWR3)

Seit Beginn der Corona-Krise sind viele Mitarbeiter der Ordnungsämter angegriffen worden, wenn sie Schutzmaßnahmen gegen die Pandemie durchsetzen wollten. Das zeigt eine Umfrage der Welt am Sonntag.

Grundlage für den Bericht der Zeitung ist eine Abfrage, die in den 15 größten Städten Deutschlands gemacht wurde. Insgesamt gab es demnach seit dem Frühjahr 65 tätliche Angriffe auf Mitarbeiter von Ordnungsämtern.

Knochenbrüche, Prellungen und verbale Attacken

Besonders häufig waren körperliche Attacken demnach in Berlin (23 Fälle), Köln (18) und Bremen (10). Die Stadtverwaltungen berichteten von Knochenbrüchen, Prellungen und Verstauchungen. Teilweise seien die betroffenen Mitarbeiter nach den Attacken für mehrere Wochen dienstunfähig gewesen.

Dazu kamen den Angaben zufolge Hunderte verbale Attacken. Zudem seien Einsatzkräfte angespuckt oder absichtlich angehustet worden.

Aggressivität nimmt offenbar zu, je länger Corona-Pandemie dauert

Die Städte stellten in insgesamt mehr als 200 Fällen Strafanzeige gegen aggressive Bürger. Mehrere Stadtverwaltungen berichteten, die Aggressivität gegenüber Mitarbeitern der Ordnungsämter nehme zu, je länger die Corona-Pandemie andauere.

Mitarbeiter von Ordnungsämtern müssen dafür sorgen, dass Menschen Mund-Nasen-Bedeckungen tragen, sie müssen zu große Menschenansammlungen auflösen oder Läden schließen, die trotz Verbots geöffnet haben.

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