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Wichtigste Regel in der Corona-Krise: Mindestens 1,50 Meter Abstand zueinander. Um das sicherzustellen, hat die Bahn App und Homepage umprogrammiert.

Vor der Corona-Krise war es ein Bild, das einfach dazu gehört hat: die chronisch überfüllten Fernzüge bei der Bahn. Seit aber das Abstandsgebot von mindestens 1,50 Meter gilt, um sich vor Covid-19 zu schützen, haben bei der Bahn die Köpfe geraucht. Wie lassen sich die Abstandsregeln auch in den Zügen umsetzen? Darauf gibt es jetzt die Antwort.

Die Bahn hat ihren Bahn-Navigator und die Homepage so umgebaut, dass die Nutzer Züge angezeigt bekommen, die zu mehr als 50 Prozent ausgelastet sind. Das hat Bahn-Personenverkehrsvorstand Bernhard Huber gesagt. Die Kunden sollen damit die Möglichkeit bekommen, Züge zu nehmen, in denen weniger Menschen unterwegs sind.

Enge Situationen in Zügen vermeiden

So solle der Passagierfluss besser gesteuert werden, damit in den kommenden Wochen keine gefährlich engen Situationen in den Zügen entstünden. Sollten die Reservierungen trotz des Warnhinweises in App und Web auf einzelnen Verbindungen aber trotzdem zunehmen, kann man künftig für diesen Zug kein Ticket und keinen Sitzplatz mehr buchen.

Wenn bei einer Auslastung von 50 Prozent dann der Warnhinweis erscheint, soll es aber weiter möglich sein, Plätze nebeneinander zu buchen. Damit habe sich die Bahn dagegen entschieden, immer einen Sitzplatz pro Reisendem freizuhalten. Dies hätte es etwa Familien unmöglich gemacht, nebeneinander reservieren zu können.

Genauer Starttermin für Hinweise noch offen

Wann genau die neue Funktion freigeschaltet werden soll, ist noch offen – es soll aber in dieser Woche der Fall sein, sagte Huber am Montagvormittag in einer Telefonpressekonferenz.

Ab dem kommenden Wochenende will die Bahn ihr Angebot langsam wieder hochfahren. Ab dem Pfingstwochenende werde der Konzern auf beliebten Verbindungen Züge mit der doppelten Zahl an Sitzplätzen einsetzen, so Huber. Das betreffe die Strecken München – Dortmund über Nürnberg und über Stuttgart und Köln, Frankfurt am Main – Köln sowie Basel – Dortmund über Karlsruhe und Köln.

Angebot im Regionalverkehr nahezu komplett

Im Regionalverkehr liege das Fahrplanangebot im bundesweiten Schnitt schon wieder bei 95 Prozent des Angebots vor der Corona-Krise. „Die Nachfrage zieht langsam wieder an“, sagte Huber. „Das ist ein gutes Zeichen für die gesamte Bahnbranche und den Klimaschutz.“

Mehr Kapazität schaffe gleichzeitig Platz für Abstand und sicheres Reisen. „Wir fahren jetzt rasch wieder unser touristisches Angebot hoch, wollen es sogar ausbauen und möglichst viele Reisende im Sommer für die umweltfreundliche Bahn gewinnen“, kündigte Huber an.

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