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Cornelia Stenull
Cornelia Stenull (Foto: SWR3)

Der 11.11. ist in Köln aus dem Ruder gelaufen. Deutlich mehr Menschen als erwartet waren zum Auftakt der Karnevalssession gekommen. In der Zülpicher Straße war Chaos.

Zehntausende Feiernde haben es am Freitag am 11.11. zum Karnevalsauftakt krachen lassen und in Köln teils für chaotische Zustände gesorgt. Es waren deutlich mehr Menschen gekommen, als die Stadt erwartet hatte.

Ansturm der Jecken auf die Zülpicher Straße

Die Feiernden strömten laut WDR vor allem in das Studenten- und Partyviertel rund um die Zülpicher Straße. Bereits um kurz nach 12 Uhr am Freitag bat die Stadt, dass man sich nicht mehr zum Zülpicher Viertel aufmachen möge – es sei voll.

Nach Angaben des WDR wurden Ordnungskräfte und Zäune überrannt. Spezialeinheiten der Polizei versuchten demnach, die Zülpicher Straße zu sichern. Die Polizei musste mehrere Hundertschaften nachfordern. Das Sicherheitskonzept der Stadt funktionierte offenbar nicht wie geplant.

Nicht in Hauseingänge urinieren!

Die Kölner Verkehrsbetriebe (KVB) stellten zeitweise den Straßenbahnverkehr ein. Der Bahnhof Köln-Süd wurde nach Angaben einer Bahnsprecherin auf Bitten der Stadt geschlossen. Die Feuerwehr bat darum, die Rettungswege freizuhalten.

Bis etwa 15 Uhr gab es rund 300 🚒🚑 Einsätze in @Koeln. Wir bleiben weiterhin für Euch im Einsatz, aber bitte: macht uns Platz, haltet Rettungswege frei und achtet auf Euch und andere! #150jahrefürköln #ElfterElfter #Karneval https://t.co/8zfk11ICxn

Karneval: Chaos in Köln, in Mainz „weitestgehend friedlich“

Bis 22 Uhr am Freitagabend zählte die Polizei in Köln insgesamt 71 Strafanzeigen – überwiegend wegen Körperverletzungs-, Diebstahl- und Sexualdelikten, wie es hieß. Es seien 33 Platzverweise ausgesprochen worden.

#PolizeiNRW #Köln #Leverkusen : Eröffnung der Karnevalssession - vorläufige Einsatzbilanz (Stand 22 Uhr) - Infos unter https://t.co/sTxC9PEbcJ #ElfterElfter #Karneval https://t.co/MQIpcDUnDs

Aus anderen Karnevals- und Fastnachtshochburgen wie Düsseldorf oder Mainz wurden bisher keine größeren Zwischenfälle gemeldet. Die Mainzer Polizei zog eine insgesamt positive Bilanz zum Fastnachtsauftakt. Bis zu 7.500 Narren hätten „ausgelassen und weitestgehend friedlich“ gefeiert, teilte die Polizei am Freitagabend mit.

Unsere Quellen

Transparenz ist uns wichtig! Hier sagen wir dir, woher wir unsere Infos haben!

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Twitter ist ein soziales Netzwerk aus den USA und wird häufig von Politikern oder Journalisten genutzt. Auch Unternehmen und Vereine sind auf Twitter aktiv. Sie schreiben Tweets mit wichtigen Infos über sich selbst. Ein solcher Tweet kann dadurch zu einer Nachrichten-Quelle für uns werden. Wir prüfen natürlich, ob das Profil und der Tweet echt sind. Seit Elon Musk Twitter gekauft hat, ist das allerdings schwieriger geworden. Deshalb sind wir aktuell sehr vorsichtig mit Informationen, die ausschließlich über Twitter verbreitet werden.

Die ARD - das sind zehn öffentlich-rechtlichen Rundfunksender in Deutschland zusammen. Dazu gehören zum Beispiel der SWR (Südwestrundfunk), der BR (Bayerische Rundfunk) und der WDR (Westdeutscher Rundfunk). Die ARD-Journalisten berichten in Radio, Fernsehen, Internet und über Social Media, was in ihrer Region oder auch weltweit passiert. Außerdem gibt es Redaktionen für spezielle Themen zum Beispiel die Politik in Deutschland oder Gerichtsentscheidungen in Karlsruhe oder Sendungen wie Tagesschau oder Sportschau.

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