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Erst hat Nancy Crampton Brophy 2011 ein Buch darüber geschrieben. Jahre später setzte sie ihre Geschichte in die Tat um. Hinter dem Mord an ihrem Mann stecken niedere Motive.

2011 schrieb die US-Autorin Nancy Crampton Brophy einen Krimi, in dem sie den Mord an ihrem Ehemann schildert. Elf Jahre später muss sie dafür lebenslang ins Gefängnis – weil sie ihren Krimi in die Realität umgesetzt hat.

Die 71-Jährige ist von einem Gericht in Portland im US-Bundesstaat Oregon wegen Mordes verurteilt worden und muss den Rest ihres Lebens hinter Gittern verbringen. Das Gericht sah es als erwiesen an, dass Brophy ihren Mann Dan vor vier Jahren erschossen hat, obwohl die Tatwaffe nie gefunden wurde.

Autorin ermordet Mann wegen Lebensversicherung

Dan war Koch und Lehrer, arbeitete in einer Kochschule. Dort erschoss ihn seine Frau damals auch. Das niedere Motiv: Sie wollte Dans Lebensversicherung im Wert von etwa 780.000 Dollar kassieren.

Obwohl Nancy sieben Jahre vor dem Mord an ihrem Mann das Buch Wie man seinen Ehemann tötet geschrieben hat, ließ der Richter am Multnomah County Circuit das Buch ausdrücklich nicht als Beweismittel zu.

Mord am Ehemann: Autorin streitet alles ab

Im Prozess haben die Anwälte der Autorin argumentiert, jemand anderes habe ihren damals 63 Jahre alten Ehemann bei einem Raubüberfall getötet. Außerdem habe sie auch kein Motiv dafür gehabt, ihren Mann zu töten.

Mehrere US-Medien berichten dagegen, Nancy Crampton Brophy sei verschuldet gewesen. Außerdem wurden im Prozess auch Videoaufnahmen von der Kochschule gezeigt. Darauf war zu sehen, dass Nancy zum Tatzeitpunkt zu dem Gebäude gefahren war und es dann auch wieder verließ.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 2. Juli, 13:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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