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In Beirut haben Einsatzkräfte einen Großbrand am Hafen gelöscht. Er war am Donnerstag in einem Lagerhaus des Roten Kreuzes ausgebrochen.

Gut einen Monat nach der verheerenden Explosion im Hafen von Beirut hat es dort schon wieder gebrannt. Inzwischen ist das Feuer in einem Lagerhaus des Roten Kreuzes gelöscht. Die Feuerwehrleute seien noch im Einsatz, um sicherzustellen, dass das Feuer nicht wieder ausbreche, teilte der Zivilschutz am Freitag mit. Über dem Hafen der Metropole war nach wie vor Rauch zu sehen.

Das Rote Kreuz teilte mit, tausende Lebensmittelpakete und eine halbe Million Liter Öl seien durch das Feuer zerstört worden. Das werde die humanitäre Arbeit sehr einschränken. Die Ursache für den neuen Brand ist bisher unklar.

Beirut: 190 Tote bei Explosion Anfang August

Bei Explosionen im Hafen von Beirut am 4. August sind mehr als 190 Menschen getötet worden. Tausende wurden verletzt, hunderttausende obdachlos.

Den Arbeitern im Hafen von Beirut steckt der Schock von damals noch in den Knochen. Auf Videos ist zu sehen, wie sie beim erneuten Feuer am Donnerstag panisch vor dem Großbrand davon laufen.

Employees at the port running away #Beirut #Lebanon https://t.co/MLhOUElxCd

50 Meter hohe Flammen

Die Flammen schossen zum Teil bis zu 50 Meter hoch aus dem brennenden Lager, über dem Hafen hingen dicke, schwarze Rauchwolken.

Die Armee unterstützte die Feuerwehr bei den Löscharbeiten aus der Luft und warf Wasser aus Helikoptern ab. Die Menschen aus den umliegenden Gebieten wurden dazu aufgerufen, die Gegend zu verlassen.

ماذا يحترق بالمرفأ .... العالم تعبت اعصابها .. مش معقول يلي عم بصير واذا عم يحرقوا مخلفات دون الابلاغ صار ضرب جنون .. ولو بيحرقوا بعيد عن #بيروت بكون احسن .. تعبنا .. https://t.co/dP480z9oYx

Ammoniumnitrat löste erste Katastrophe aus

Bei der Explosionskatastrophe Anfang August wurden große Teile des Hafens und umliegender Viertel völlig zerstört. Ausgelöst worden sein soll die Explosion durch große Mengen der hochexplosiven Chemikalie Ammoniumnitrat, die über Jahre im Hafen lagerten.

Maas nach erster Explosion: Libanon braucht Reformen

Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sieht deshalb dringenden Bedarf für Reformen im Libanon. Das Land brauche eine Regierung, die die Korruption ernsthaft bekämpfe, sagte Maas bei einem Besuch in Beirut vor wenigen Wochen.

Weitere Wiederaufbauhilfen für den Libanon will der Außenminister an Reformen knüpfen. Die Wut vieler Libanesen auf die politische Elite nannte er „nachvollziehbar“. In der libanesischen Bevölkerung gebe es „wenig Vertrauen in das politische System“, sagte Maas beim Besuch des durch die Explosionskatastrophe zerstörten Hafens von Beirut. Die „Aufgabe der Zukunft“ für den Libanon werde es sein, das Vertrauen der Bürger zurückzugewinnen. „Dazu muss die Elite des Landes umdenken.“

Maas bekräftigte, dass Deutschland zum Wiederaufbau der libanesischen Hauptstadt beitragen wolle. Das Maß an Verwüstung und Zerstörung in Beirut sei „nahezu unvorstellbar“, sagte er.

Das Maß an Verwüstung und Zerstörung in #Beirut ist nahezu unvorstellbar. Wir bringen heute schonmal vier Millionen Euro für @RedCrossLebanon und @OCHALEBANON mit. Weil wir wollen, dass das Geld da ankommt, wo es gebraucht wird und nicht versickert. https://t.co/yeICrdtbRl

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