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In der Berliner Innenstadt ist ein Auto in eine Menschenmenge gefahren. Nach Polizeiangaben ereignete sich der Vorfall nahe der Gedächtniskirche und des Kurfürstendamms.

Berlin: Viele Verletzte aus Schulklasse in Hessen

Nachdem in Berlin ein Auto in eine Menschenmenge gefahren ist, gibt es jetzt mehr Details zu den Verletzten. Unter ihnen befinden sich nach Angaben der hessischen Landesregierung viele Schüler einer zehnten Klasse aus Bad Arolsen. Eine Lehrerin wurde demnach getötet, ein Lehrer schwer verletzt. „Diese schockierende Nachricht aus Berlin macht mich fassungslos und tief betroffen“, sagte Ministerpräsident Boris Rhein (CDU). Nach Angaben der Feuerwehr schweben sechs Menschen in Lebensgefahr, drei weitere seien schwer verletzt.

Diese schockierende Nachricht aus Berlin macht mich fassungslos und tief betroffen. #Hessen hat der Stadt #Berlin jedwede Unterstützung angeboten. https://t.co/aV8NpaSmmw

Berliner Innnensenatorin: Kein „richtiges“ Bekennerschreiben

Nach dem tödlichen Vorfall mit einem Auto in Berlin hat Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD) Meldungen über ein im Fahrzeug entdecktes Bezichtigungsschreiben zurückgewiesen. „Ein richtiges Bekennerschreiben gibt es nicht“, sagte sie nach einem Besuch am Ort des Geschehens. In dem Auto seien jedoch Plakate mit Äußerungen „über die Türkei“ entdeckt worden. Zu weiteren Einzelheiten machte die Innensenatorin zunächst keine Angaben.

Getötete Lehrerin war aus Hessen

Die von einem Autofahrer in Berlin getötete Frau war eine Lehrerin aus dem hessischen Bad Arolsen, die mit einer Schulklasse zu Besuch in der Hauptstadt war. Das sagte Berlins Innensenatorin Iris Spranger (SPD). Bei dem Vorfall waren auch Schüler der 10. Klasse dabei. Ob Schüler verletzt wurden, war zunächst noch unklar.

Auto wird untersucht: Bekennerschreiben gefunden

Mehrere Stunden nachdem ein Autofahrer in Berlin in eine Menschengruppe fuhr, ist am Mittwochnachmittag das Europacenter zum Teil geräumt worden. Grund sei die genauere Untersuchung des Autos des Täters, das gegenüber des großen Einkaufszentrums auf der anderen Seite der Tauentzienstraße stand. Es gehe um eine reine Vorsichtsmaßnahme, falls sich in dem Wagen etwas Gefährliches befinden sollte, teilte die Polizei mit.

Nach Informationen der Bild wurde in dem Auto ein Bekennerschreiben gefunden. Das Motiv des Fahrers sei noch nicht ganz klar, aber es soll nicht politisch gewesen sein. Die Zeitung zitierte einen Ermittler: „Auf keinen Fall ein Unfall – ein Amokläufer, ein eiskalter Killer.“ Eine Polizeisprecherin bestätigte das zunächst nicht.

Auch Schülergruppe von Unfall in Berlin betroffen

Bei dem tödlichen Auto-Vorfall in Berlin ist nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur eine Schülergruppe betroffen. Die Polizei machte zunächst keine Angaben dazu und verwies auf Angehörige, die noch informiert werden müssten. Auf Twitter gab die Behörde eine Möglichkeit bekannt, wie sich Angehörige informieren können: „Unsere Personenauskunftsstelle für Angehörige ist erreichbar unter 030 - 84854460“, hieß es. Bei dem Todesopfer handelt es sich um eine Frau. Die Schülergruppe kam nach dpa-Informationen nicht aus Berlin.

Polizei konkretisiert Details zu Unfall in Berlin

Wenige Stunden nach dem tödlichen Vorfall durch einen Autofahrer in Berlin wird der genaue Ablauf klarer. Wie die Polizei mitteilte, fuhr der Mann gegen 10:26 Uhr seinen Renault-Kleinwagen an der Straßenecke Ku'damm und Rankestraße auf den Bürgersteig des Ku'damms und in eine Menschengruppe.

Dann fuhr er den Angaben zufolge zurück auf die Kreuzung und knapp 200 Meter weiter auf der Tauentzienstraße Richtung Osten. Kurz vor der Ecke Marburger Straße lenkte er den Wagen erneut von der Straße auf den Bürgersteig, touchierte ein anderes Auto, überquerte die Marburger Straße und landete im Schaufenster eines Parfümerie-Geschäfts mit der Adresse Tauentzienstraße 16.

Nahe der Kreuzung Kurfürstendamm, Rankestraße und Tauentzienstraße lag nach dem Vorfall eine abgedeckte Leiche. Untersucht wird von der Verkehrspolizei und der Kriminalpolizei, ob es sich um einen Unfall oder um eine vorsätzliche Tat handele, so die Polizei. Dazu müsse auch die Identität des Fahrers des Autos geklärt werden. Die Polizei nahm den Mann vorläufig fest.

Auto fährt in Menschenmenge in Berlin: Alles was wir bisher wissen

In Berlin ist ein Autofahrer in eine Menschengruppe gefahren. Es gab einen Toten und acht zum Teil Schwerverletzte. Das ist bisher bekannt:

Berliner Polizeiprädsidentin am Unfallort

Zwei Stunden nach dem tödlichen Vorfall in Berlin hat sich Polizeipräsidentin Barbara Slowik vor Ort einen Eindruck von dem Geschehen gemacht. Slowik sprach am Ku'damm, wo ein Autofahrer in eine Gruppe von Menschen gefahren war, mit Polizisten und ließ sich den Ablauf schildern. Sie ging dann die 200 Meter lange Strecke bis zu dem Geschäft, in das der Wagen gefahren war.

rbb: Polizei befragt Fahrer des Autos

Nach Angaben des Senders rbb wird der Fahrer des Autos gerade von der Polizei befragt:

Fahrer konnte von Passanten festgehalten werden, wird gerade von Polizei befragt. "Aktuell geht es darum, seine Identität festzustellen, Hintergründe zu klären: Ist er krank, gab es gesundheitliche Probleme oder geht es um Vorsatztat", sagte Polizeisprecherin dem rbb. #Tauentzien https://t.co/vfKy7qg0xu

Auto fuhr nach Zusammenstoß mit Menschen noch knapp 200 Meter weiter

Bei dem tödlichen Vorfall in Berlin ist der Autofahrer nach ersten Erkenntnissen der Polizei nach einem ersten Zusammenstoß mit Menschen noch fast 200 Meter weiter gefahren. Diese Strecke liegt zwischen der Straßenecke Kurfürstendamm, Rankestraße und Tauentzienstraße, wo das Auto in eine Menschengruppe und dann in das Schaufenster einer Filiale der Parfümerie-Kette Douglas fuhr. Ob der Fahrer diese Strecke auf dem Gehweg oder auch auf der Straße zurücklegte, war zunächst unklar. Laut Polizeiangaben handelt es sich bei dem Auto um einen Renault-Kleinwagen.

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SWR3
SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 8. August, 0:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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