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Gefährliche Wildtiere in der Eifel: Die vermeintlich ausgebrochenen Tiere aus dem Lünebacher Eifel-Zoo sind wieder aufgetaucht – sie waren offenbar nie weg.

Im Eifelkreis Bitburg-Prüm wurden am Freitagvormittag zwei Löwen, zwei Tiger, ein Jaguar und ein Bär in einem Zoo vermisst. Sie waren offenbar nicht aufzufinden.

Wie die Behörden am Nachmittag mitteilten, sind sie mittlerweile fast alle wieder da. Naja, nicht ganz: Offenbar waren die Tiere die ganze Zeit über in ihren Gehegen. Bis auf den Bär: Der war wirklich ausgebüxt und musste erschossen werden, sagte Landrat Joachim Streit. Er habe eine Gefahr für die Anwohner dargestellt, heißt es, ein Betäubungsgewehr sei nicht in der Nähe gewesen.

Gehege möglicherweise beschädigt

Es ist möglich, dass das heftige Unwetter die Zäune um die Gehege der Tiere beschädigt hat. Noch konnten die Verantwortlichen das nicht sagen. Eine Sprecherin vermutete aber bereits am Nachmittag, dass Löwe und Co. möglicherweise in anderen Zoos unterkommen müssten.

Nach SWR-Informationen breitete sich die direkt am Zoo fließende Prüm stellenweise bis auf 100 Meter aus. Fast der gesamte Zoo sei überschwemmt gewesen.

Unübersichtliche Situation

Zu Beginn war es ungewiss, wo die Tiere sich aufhalten und ob sie womöglich noch auf dem Gelände des Zoos sind. Polizei und Feuerwehr waren mit einem Großaufgebot vor Ort und suchten die Tiere. Anwohner sollten aufmerksam und vorsichtig sein sowie Türen und Fenster geschlossen halten, es gab eine amtliche Warnmeldung.

Erst später wurde klar, dass bis auf den Bär wohl kein Tier seinen Käfig verlassen hatte.

400 Tiere auf 30 Hektar

Der Eifel-Zoo in Lünebach beherbergt nach eigenen Angaben rund 60 exotische und einheimische Tierarten. Auf 30 Hektar Fläche gibt es insgesamt rund 400 Tiere, darunter Sibirische Tiger und Löwen.

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