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„Hallo, hier spricht Europol!“ Vorsicht, bei solchen Anrufen geht es um viel Geld. Betrüger erbeuten so leider immer wieder tausende Euro – wie zuletzt von einer jungen Mainzerin.

Eine Frau aus der Region Rheinhessen hat Fake-Beamten geglaubt und ist um eine halbe Million Euro betrogen worden. Betrüger hätten sich am Telefon als Mitarbeiter der europäischen Polizeibehörde Europol ausgeben, warnt das rheinland-pfälzische Landeskriminalamt.

Vorsicht vor dieser #Betrugsmasche: Anrufer geben sich als Europol-Mitarbeiter aus. In einem aktuellen Fall wurde eine Frau um rund 500.000 Euro betrogen. Die Polizei bittet euch telefonisch niemals um Geld. Legt am besten sofort auf! Mehr Infos -> https://t.co/XjxB9Gab4W https://t.co/0PZUkCgxdn

Zuerst haben die Betrüger der Frau demnach erzählt, jemand habe unter ihrem Namen Konten eröffnet. Dadurch werde nun ihr Name mit Geldwäsche in Verbindung gebracht – und sei sogar in Bezug auf einen Mordfall aufgetaucht. Man könne ihr aber helfen, so die angeblichen Europol-Beamten. So brachten sie die Frau schließlich dazu, Käufe und Transaktionen von Kryptowährungen durchzuführen. Dadurch landete schließlich rund eine halbe Million Euro von ihr bei den Betrügern.

„Europol“-Betrugsmasche auch in BW & RLP

Auch in Freiburg ermittelt die Polizei wegen Betrug am Telefon mit der „Europol"–Masche. Sie berichtet von einem Trick, bei dem angebliche Ermittler aus den Niederlanden ältere Menschen am Telefon unter Druck setzen: Sie sollen Geld abheben und damit in Geschäften Geschenkkarten für Angebote von „Google Play“ kaufen. Das ist der Onlineshop, über den Google zum Beispiel Filme und Apps verkauft. Anschließend sollen sie den Fake-Polizisten die Nummern der Karten am Telefon verraten. Doch auch in diesen Fällen ist das Geld wohl für immer weg.

Betrüger wollen oft an die Infos zu „Google Play“–Gutscheinen

Das ist auch einer 23-Jährigen aus Mainz passiert. Sie wurde auf ihrem Smartphone angerufen. Besonders hinterhältig ist, dass es Betrüger tatsächlich so aussehen lassen können, als sei die Rufnummer von Polizeibehörden. Die Mainzerin wurde durch eine Bandansage darüber informiert, dass ihre Steuer-ID angeblich im Rahmen von Ermittlungen zu Geldwäsche und Drogengeschäften aufgetaucht sei. Erst nach der Betrugsmasche mit „Google Play“–Karten wurde sie misstrauisch und bemerkte den Betrug. Doch zu diesem Zeitpunkt hatte sie bereits mehr als tausend Euro verloren.

❗️ Bundesweite betrügerische Anrufe angeblicher Europol-Mitarbeiter ❗️ Mithilfe einer Täuschung versuchen Täter die Opfer zur Übergabe oder Überweisung von Geldbeträgen und Preisgabe persönlicher Informationen zu bewegen. Zur Warnmeldung ➡️ https://t.co/zA9Q2HrBDP https://t.co/4fGOzQNmaI

Fake-Europol-Beamte: So kannst du dich schützen

Das Bundeskriminalamt rät bei dieser Betrugsmasche:

  • Geben Sie am Telefon keine Details zu persönlichen oder finanziellen Verhältnissen preis.“
  • Folgen Sie nicht den Aufforderungen der Anrufer, lassen Sie sich nicht in ein Gespräch verwickeln oder unter Druck setzen – Europol hat keine Befugnis Bußgelder zu verhängen oder mit sonstigen strafrechtlichen Konsequenzen gegen Sie vorzugehen. Legen Sie einfach auf.“
  • Übergeben Sie auch niemals Geld an unbekannte Personen.
  • Sollten Sie einen solchen Anruf erhalten, erstatten Sie Strafanzeige bei Ihrer örtlichen Polizeidienststelle.“
  • Recherchieren Sie eigenständig die Telefonnummer der Polizeidienststelle und wählen Sie die Nummer selbst. Benutzen Sie auf keinen Fall die Rückruftaste.
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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 22. Mai, 21:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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