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Franziska Thees
Franziska Thees (Foto: SWR3)
Christian Kreutzer
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Das ist wirklich eine kleine Revolution: In Schottland müssen Menstruationsartikel jetzt in allen öffentlichen Gebäuden verfügbar sein. Hier haben das praktisch nur ein paar Unis.

Weltpremiere: Schottische Frauen haben seit Montag einen Rechtsanspruch auf kostenlose Produkte rund um die Regel. Stadtverwaltungen und Bildungseinrichtungen sind jetzt verpflichtet, Menstruationsartikel jedem Menschen, der sie benötigt, zur Verfügung zu stellen.

Wir sind stolz darauf, die erste nationale Regierung der Welt zu sein, die solche Maßnahmen ergreift.

Robison dankt allen jungen Frauen und Mädchen, die an der Umsetzung des Gesetzes mitentwickelt haben. Sie haben „entscheidend dazu beigetragen, die besten Zugangsmöglichkeiten zu Produkten zu entwickeln, die ihren Bedürfnissen entsprechen“.

Menstruationsartikel in Deutschland vor allem an einigen Unis gratis

Bei uns sind bisher einige Universitäten auf diese Idee gekommen – beispielsweise die Bonner Universität in Nordrhein-Westfalen, die Universitäten Regensburg und Passau in Bayern, oder die Uni Jena in Thüringen. Dort hat man schon vor über einem Jahr diesen Text veröffentlicht:

In Toiletten ist Toilettenpapier selbstverständlich – und meistens auch vor­handen. Ebenso selbstverständlich werden dort nun auch Menstruationshygiene­pro­dukte zur Verfügung gestellt.

Es sind nicht die einzigen Unis, an denen Tampons und Binden kostenlos angeboten werden. Und doch kommt es nur vereinzelt vor. Einzig Potsdam ist einen Schritt weiter und bietet die Artikel nicht nur an der Uni an, sondern auch in Museen, Bürgerhäusern und einer Bahnofspassage.

Schottlands Parlament einstimmig dafür

Vor knapp zwei Jahren hatte das schottische Regionalparlament einstimmig für den kostenlosen Zugang zu den Produkten in öffentlichen Gebäuden gestimmt. Der kostenlose Zugang sei „grundlegend für Gleichheit und Würde“, erklärte die schottische Ministerin für soziale Gerechtigkeit.

Binden und Tampons kosten Frauen Tausende Euros

Jede Frau hat monatlich drei bis sieben Tage lang ihre Regelblutung – und das rund 450 Mal in ihrem Leben. Mehrere Umfragen – darunter eine unter Frauen in Großbritannien – haben ergeben, dass Frauen dafür rund 20.000 Euro ausgeben müssen. Zu den Kosten wurden Damenhygieneartikel, Schmerzmittel, Trost-Schokolade und zum Beispiel neue Unterwäsche wegen blutiger Flecken gezählt.

In jedem Fall ist eines klar: Auch die Periode muss Frau sich „leisten“ können. In Schottland ist das jetzt per Gesetz geregelt.

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