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Etwa 15.000 Anwohner mussten am frühen Sonntagmorgen ihre Wohnung verlassen, weil eine Weltkriegsbombe entschärft wurde. Unter anderem war auch ein Gefängnis von der Räumung betroffen.

Kurz vor halb eins am Sonntagmittag gab die Feuerwehr in Koblenz über Twitter Entwarnung: Der 500-Kilo-Sprengkörper im Koblenzer Stadtteil Goldgrube wurde erfolgreich entschärft. Die etwa 15.000 Anwohner dürfen somit wieder in ihre Wohnungen und Häuser – und auch die Gefangenen in einem Gefängnis in der Nähe kommen wieder zurück in ihre Zellen.

💣 #BombeKO 💣 Die Bombe wurde durch den Kampfmittelräumdienst erfolgreich entschärft. Alle Bewohner können zurück in ihre Wohnungen. Die Evakuierten aus dem Brüderhaus und dem Wohnheim St. Barbara sowie Bedürftige werden vom Sanitätsdienst zurückgebracht. #wirsichernKOBLENZ https://t.co/YiKzFkHtYD

Auch der Hauptbahnhof, zwei Seniorenheime, ein Krankenhaus, Hotels und das Technische Rathaus wurden zur Sicherheit evakuiert, teilte die Stadtverwaltung mit. Geräumt wurde ein Gebiet mit dem Radius von etwa einem Kilometer um den Fundort einer 500-Kilogramm-Fliegerbombe.

Bombe im Stadtteil Goldgrube gefunden

Der US-Blindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg wurde am Dienstag vor einer Woche bei Bauarbeiten für einen kleinen Supermarkt gefunden – ganz in der Nähe vom Hauptfriedhof.

#Bombenfund Am späten Dienstagnachmittag wurde in der Beatusstraße im Stadtteil Goldgrube bei Bauarbeiten eine Bombe gefunden. Es handelt sich um eine 500 kg schwere, amerikanische Fliegerbombe. Die Bombe wird derzeit von Kräften des Ordnungsamtes bewacht. #koblenz #bombe https://t.co/pqJ2cjjkW0

Laut Stadtverwaltung fehlte an der Bombe der Heckzünder, der Frontzünder sei aber noch intakt gewesen. Mitarbeiter des Ordnungsamtes bewachten die Bombe seitdem.

Bombe in Andernach entschärft

Erst vor knapp zwei Wochen hatte der Kampfmittelräumdienst eine 125-Kilogramm-Bombe aus dem Zweiten Weltkrieg in Andernach entschärft. In einem Umkreis von 300 Metern mussten 1.160 Anwohner aus 717 Haushalten zur Sicherheit ihre Häuser verlassen.

Die letzte große Evakuierung wegen eines Blindgängers in Koblenz liegt drei Jahre zurück: Damals mussten sogar 21.000 Anwohner ein Gebiet mit einem Radius von einem Kilometer verlassen.

Auch damals musste das Gefängnis evakuiert werden – die Häftlinge kamen während der Bombenentschärfung in andere Haftanstalten. Der KMRD entschärfte damals eine 500-Kilogramm-Bombe.

Blindgänger werden auch in Zukunft gefunden werden

Blindgänger könnten noch lange entdeckt werden. Experten schätzen, dass im Zweiten Weltkrieg rund ein Zehntel der über Deutschland abgeworfenen Bomben nicht explodiert ist.

Der Kampfmittelräumdienst sagt, dass die Zünder beim Abwurf aus mehreren Kilometern Höhe vereisten. Damit habe die Entsicherung nicht funktioniert. Oder die Bomben schlugen so auf, dass sie nicht detonierten. Die Zielgenauigkeit der Bomben im Zweiten Weltkrieg war ohnehin schlecht.

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