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Christian Kreutzer
Christian Kreutzer (Foto: SWR3)

In Bayern ist ein Braunbär in eine Fotofalle getappt. So weit, so gut. Aber was tut man, wenn man ihn trifft? Ein Experte gibt Tipps.

Ein Bär in Bayern – das kommt nicht oft vor und muss kein Problem werden. Wenn man ihm aber über den Weg läuft, gelten etwas andere Regeln als beispielsweise bei der Begegnung mit einem Wolf.

Nicht wegrennen, wenn der Bär vor einem steht!

Normalerweise weichen Bären, wie auch Wölfe, Menschen aus. Manchmal aber, wie beim berühmten, Schafe reißenden „Schadbär“ Bruno, werden sie zutraulich und distanzlos. Und manchmal kommt es auch einfach zu Begegnungen, für die weder Mensch noch Bär etwas können. Experten haben deshalb Hinweise ausgearbeitet.

„Bleiben Sie möglichst ruhig und gelassen“, rät das Bayerische Landesamt für Umwelt (LfU) für den Fall eines Zusammentreffens mit einem Bären. „Bleiben Sie stehen und machen Sie den Bären durch ruhiges Sprechen und langsame Armbewegungen auf sich aufmerksam.“ Man solle nicht wegrennen und auch nicht versuchen, ihn zu vertreiben.

Und wenn der Bär tatsächlich angreift?

„Behalten Sie den Bären im Auge und treten Sie langsam und kontrolliert den Rückzug an. Lassen Sie dem Bären in jedem Fall eine Ausweichmöglichkeit.“

Wenn der Bär angreift, dann, so der Tipp, „legen Sie sich bäuchlings flach auf den Boden oder kauern Sie sich auf den Boden, die Hände im Nacken. Wenn vorhanden, schützt so Ihr Rucksack den Rücken. Der Bär wird in der Regel von Ihnen ablassen oder Sie nur beschnuppern. Verharren Sie in Ihrer Position und warten Sie ab, bis sich der Bär weit genug entfernt hat.“

Braunbär tappt bei Garmisch-Partenkirchen in eine Fotofalle

Meist sind es ja Wölfe, die hierzulande in Fotofallen tappen. Jetzt – rund zwei Jahre nach der letzten Bären-Sichtung – ist in Bayern mal wieder ein Braunbär unterwegs. Am vergangenen Wochenende ist er in eine Fotofalle gelaufen.

Ort der Aufnahmen ist das Werdenfelser Land im Gemeindebereich von Mittenwald – nahe Garmisch-Partenkirchen. Hier das Bild – SWR3.de hat es vom Bayerischen Landesamt für Umwelt bekommen:

Eine Wildtierkamera zeigt den Bären im Landkreis Garmisch-Partenkirchen  am frühen Montagmorgen. (Foto: dpa Bildfunk, picture alliance/dpa | Privat)
Eine Wildtierkamera zeigt den Bären im Landkreis Garmisch-Partenkirchen am frühen Montagmorgen. picture alliance/dpa | Privat

Ist es derselbe Braunbär wie 2020?

Weitere aktuelle Sichtungen sind demnach noch nicht bekannt. Möglicherweise wandere der Bär zwischen Bayern und Tirol hin und her.

Das letzte Mal wurde in Bayern im Frühjahr 2020 ein Braunbär gesichtet. Gleich mehrfach konnten damals im Winterhalbjahr im Gebiet zwischen Reutte im österreichischen Tirol und dem Landkreis Garmisch-Partenkirchen entsprechende Hinweise bestätigt werden.

Ob es sich am Wochenende nun um dasselbe Tier gehandelt hat, das 2020 in Bayern erfasst wurde, ist noch unklar.

Braunbär streift 120 Kilometer vom nächsten Bärengebiet umher

Junge Männchen streifen nach Angaben des Landesamtes auf der Suche nach einem Weibchen teils sehr weit umher. Die nächste Braunbären-Population befindet sich rund 120 Kilometer von Bayern entfernt im italienischen Trentino.

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