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Kim Patro
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Hans Liedtke
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Cornelia Stenull
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Im Zentrum der belgischen Hauptstadt sind am Montagabend zwei Männer erschossen worden. Jetzt hat sich die Terror-Organisation „Islamischer Staat“ (IS) zu dem Anschlag bekannt.

Als Grund für die Tat wird genannt, dass Schweden „Mitglied einer globalen Koalition zur Bekämpfung von Dschihadisten“ sei, teilte der IS über den Messenger-Dienst Telegram mit. Bereits kurz nach dem Anschlag kursierte im Netz ein Video, in dem sich ein Mann zu der Attacke bekennt und behauptet, dass er dem IS angehöre. Die Echtheit des Videos wurde bislang nicht bestätigt.

Schweigeminute im EU-Parlament

Nach dem tödlichen Anschlag auf zwei schwedische Fußballfans in Brüssel haben die Abgeordneten im EU-Parlament eine Schweigeminute abgehalten. „Terror und Extremismus dürfen nicht in unsere Gesellschaften eindringen. Wir haben das Recht, uns sicher zu fühlen und in Sicherheit zu leben“, sagte Parlamentspräsidentin Roberta Metsola in Straßburg. „Wir dürfen den Hass nicht siegen lassen“, fügte sie hinzu.

Brüssel ruft höchste Terrorwarnstufe aus

Die belgischen Behörden haben die höchste Terrorwarnstufe für die Region Brüssel ausgerufen. Die Menschen werden gebeten, wachsam zu sein und möglichst zuhause zu bleiben.

Der mutmaßliche Täter ist bei einem Polizeieinsatz in der Brüsseler Gemeinde Schaerbeek erschossen worden. Die Tatwaffe sei vor Ort gefunden worden. Die Behörden seien dabei mit Hilfe von Fingerabdrücken sicherzustellen, dass es sich tatsächlich um den Täter handle.

Verdachte dodelijke aanslag Brussel zou zijn neergeschoten in Schaarbeek, identificatie moet dat nog bevestigenhttps://t.co/S96hu8oJXo #vrtnws

Zuvor hatten die Behörden weitere Details veröffentlicht. Der mutmaßliche Täter ist demnach polizeibekannt. Er soll ein 45-jähriger Tunesier sein, der 2019 in Belgien Asyl beantragt hat. Die Ermittler gehen Hinweisen auf ein islamistisches Motiv nach.

Zwei schwedische Fußballfans in Brüssel erschossen

Der mutmaßlich islamistisch motivierte Angriff geschah am Montagabend. Der Mann sei im Norden der Brüsseler Innenstadt von einem Roller gestiegen und habe dann auf Menschen geschossen, berichtete die belgische Nachrichtenagentur Belga.

Bei den Opfern soll es sich laut belgischem Premierminister Alexander De Croo um zwei Männer aus Schweden handeln, außerdem wurde ein Taxifahrer schwer verletzt. Mutmaßlich waren die getöteten Männer Fußballfans, denn am Abend spielte zur Tatzeit Belgien gegen Schweden in der EM-Qualifikation

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Nachrichten Schüsse in Brüssel

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Schüsse in Brüssel

EM-Qualifikation: Spiel zwischen Belgien und Schweden abgebrochen

Beim Stand von 1:1 wurde das Spiel wegen Sicherheitsbedenken abgebrochen. Ob und wann die Begegnung fortgesetzt wird, ist offen.

Beide Mannschaften, die belgische und die schwedische, haben gemeinsam mit der UEFA die Entscheidung getroffen, das Spiel nicht zu Ende zu spielen. Was passiert ist, ist sehr ernst. Es ist schrecklich zu hören, dass zwei unserer Fans gestorben sind.

Due to the incidents in Brussels earlier tonight, play is suspended. Our thoughts are with all those affected. pic.twitter.com/RTZHBEjjOC

Die Gäste-Fans aus Schweden mussten zunächst im König-Baudouin-Stadion bleiben, das nur rund fünf Kilometer vom Tatort entfernt liegt. Erst kurz vor Mitternacht gab das Krisenzentrum bekannt, dass die Fans das Stadion verlassen dürfen.

Frankreich plant strengere Grenzkontrollen

Frankreichs Innenminister Gérald Darmanin kündigte an, die Grenzkontrollen zum Nachbarland Belgien verschärfen zu wollen. Am Freitag war an einer Schule in Nordfrankreich ein Französischlehrer von einem radikalisierten ehemaligen Schüler getötet worden.

Unsere Quellen

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AP (Associated Press) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AFP und SID.

Die AFP (Agence France-Presse) ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, Reuters, AP und SID.

Die dpa ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel Reuters, AFP, AP und SID.

Reuters ist eine Nachrichtenagentur. Dort arbeiten Journalisten, Kameraleute, Fotografen. Sie sind in Deutschland und weltweit bei wichtigen Ereignissen dabei. Informationen, Bilder und Videos stellen sie anderen zur Verfügung. Das hat den Vorteil, dass Zeitungen, Sender und Online-Portale über Themen berichten können, bei denen sie keine eigenen Leute vor Ort hatten. Weitere Nachrichtenagenturen, mit denen wir arbeiten, sind zum Beispiel dpa, AFP, AP und SID.

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