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Die von Bundeskanzlerin Merkel vorgeschlagene Osterruhe gab es nicht. Weil die Corona-Infektionszahlen weiter ansteigen, gelten aber nach wie vor einige Beschränkungen.

Beim vergangenen Bund-Länder-Treffen wurde beschlossen, dass die aktuellen Maßnahmen bis zum 18. April verlängert werden. Die sogenannte Notbremse in Regionen mit einer Inzidenz über 100 soll konsequent umgesetzt werden.

Seit dem 30. März müssen alle, die per Flugzeug einreisen, vor dem Abflug ein negatives Testergebnis vorweisen - und zwar unabhängig davon, ob sie aus einem Risikogebiet einreisen.

Wenn im Auto jemand aus einem anderen Haushalt mitfährt, müssen alle Insassen eine medizinische Maske tragen.

Kontaktbeschränkungen: Private Treffen dürfen nur zwei Hausstände umfassen

Private Zusammenkünfte dürfen nur den eigenen Haushalt und einen weiteren Hausstand, jedoch maximal fünf Personen umfassen. Kinder bis 14 Jahre werden nicht mitgezählt. Paare gelten als ein Haushalt. Das gilt auch für den Aufenthalt in der Öffentlichkeit.

Baden-Württemberg: Laut der baden-württembergischen Landesverordnung verschärfen sich die Kontaktbeschränkungen ab einer Inzidenz von 100 – dann wird die Notbremse gezogen.

Rheinland-Pfalz: Auch in Rheinland-Pfalz könnten viele Landkreise von der Notbremse betroffen sein. Damit würde das Bundesland vor demselben Problem stehen wie Baden-Württemberg.

Ausgangsbeschränkungen und Schnelltest-Pflicht möglich

Die Notbremse müsse konsequent umgesetzt werden, um ein exponentielles Wachstum der Infektionen zu verhindern. Ab einer Sieben-Tage-Inzidenz von mehr als 100 Neuinfektionen je 100.000 Einwohner sollen die Landkreise weitergehende Schritte umsetzen.

Dazu könnten auch Ausgangsbeschränkungen, verschärfte Kontaktbeschränkungen oder die Pflicht zu tagesaktuellen Schnelltests in Bereichen, in denen das Abstandhalten oder konsequente Maskentragen erschwert sind, zählen.

Bund und Länder: Diese Corona-Regeln gelten seit dem 8. März


  • Jede Bürgerin und jeder Bürger hat prinzipiell Anspruch auf einen kostenlosen Schnelltest pro Woche. Unternehmen sollen sich ebenfalls mit mindestens einem kostenlosen Test pro Woche für ihre anwesenden Beschäftigten beteiligen. Eine Pflicht dazu wurde jedoch nicht beschlossen.
  • Neben Supermärkten und Drogerien zählen seit 8. März auch Buchhandlungen (nicht in Baden-Württemberg), Blumenläden und Gartenmärkte zu den Geschäften des täglichen Bedarfs. Sie können damit unter Einhaltung der Hygieneauflagen bundesweit wieder öffnen.
  • Das Impfen soll beschleunigt werden, indem die Zeitspanne bis zur zweiten Impfung möglichst maximal ausgereizt werden soll. So werden mehr Erstimpfungen möglich. Zudem können seit 6. April Hausärzte auch gegen Covid-19 impfen – vorausgesetzt es gibt genügend Impfstoff.
  • Fahr- und Flugschulen sollen den Betrieb unter Auflagen wieder aufnehmen dürfen.

Für weitere Öffnungen sind seit 8. März Inzidenzen von 50 bzw. 100 entscheidend – also die Neuinfektionen je 100.000 Einwohner innerhalb von sieben Tagen. Je nach Infektionsgeschehen soll geöffnet werden, aber auch Erleichterungen wieder gestrichen werden können. Die Entscheidung darüber liegt bei den einzelnen Bundesländern.

Corona-Inzidenzwert größer als 100

Sollte der Inzidenzwert drei Tage oder länger konstant über 100 liegen, werden in dieser Region alle Erleichterungen wieder gestrichen – der entsprechende Landkreis fällt dann wieder in den Lockdown.

Corona-Inzidenzwert kleiner als 100

Neben Terminshopping-Angeboten im Einzelhandel können Museen, Galerien, Zoos, botanische Gärten und Gedenkstätten für Besucher mit Terminbuchung öffnen. Erleichterungen sollen auch im Sport gelten: Individualsport alleine oder zu zweit sowie Sport in Gruppen von bis zu zehn Kindern bis 14 Jahren im Außenbereich ist dann erlaubt.

Corona-Inzidenzwert kleiner als 50

Bei einer Inzidenz von stabil unter 50 soll der Einzelhandel wieder öffnen können. Die Kundenanzahl pro Geschäft muss dann je nach Verkaufsfläche auf eine Person je zehn beziehungsweise 20 Quadratmeter limitiert werden.

Bei den oben genannten Freizeiteinrichtungen entfällt die Terminbuchung. Kontaktfreier Sport in kleinen Gruppen im Freien wird dann auch wieder möglich sein.

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