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Der bundesweite Warntag ist vorbei. Im ganzen Land heulten unter anderem Sirenen. Dabei hat es auch eine Panne gegeben.

Für das Bundesinnenministerium ist der deutschlandweite Probealarm am Donnerstagvormittag „fehlgeschlagen“. Grund dafür seien die technischen Probleme. „Die Vorgänge werden jetzt umfassend aufgearbeitet“, kündigte das Ministerium in Berlin an.

Die dabei gewonnenen Erkenntnisse sollten dann bei der weiteren Entwicklung des Warnsystems berücksichtigt werden. Die Gefahrenmeldungen der Warn-Apps „Nina“ und „Katwarn“ waren erst mit einer halben Stunde Verspätung auf den Smartphones angekommen.

System wegen zu vieler Warnmeldungen überlastet

Das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK) teilte mit, das habe daran gelegen, dass zeitgleich viele Warnmeldungen ausgelöst wurden und die Systeme damit überlastet waren.

BBK-Präsident Christoph Unger sagte, erste Analysen hätten ergeben, dass um 11 Uhr nicht nur wie geplant eine zentrale Warnung ausgelöst worden sei, sondern viele andere angeschlossene Leitstellen ebenfalls eigenständig Warnungen ausgelöst hätten.

Und NINA dann morgen so: "Ach, das war GESTERN????" #Warntag

Der #Warntag funktioniert ja ganz wunderprächtig. Fliegerbombe? Atomarer Angriff? Szenario xy? Ich hätte keine Ahnung wie sich diese Sirene anhört. Ja nicht mal NINA gab eine Benachrichtigung aus. Im Ernstfall sind wir also geliefert 🙃

#Warntag bei Twitter heiß diskutiert

Viele Twitternutzer hatten sich den Warntag auch anders vorgestellt: In einigen Orten waren keine Sirenen zu hören, in anderen waren sie so leise, dass sie durch Umgebungsgeräusche teilweise überlagert worden, schreibt zum Beispiel Razora.

Fazit zum #Warntag: - Vorbeifliegender Helikopter lauter als Sirene - Keine TV-Unterbrechungen - Keine Updates/Notifications in Warnapps Deutschland: Vorbereitet für den Ernstfall!

Kein Alarm in meiner Umgebung. Darf ich davon ausgehen, dass ich bei einer Zombieapokalypse zuerst gegessen werden? #Warntag

Ich bin mir nicht sicher, ob ich eine Sirene gehört habe, oder ob das ein Baustellenkran war . Nicht mal Nina, die Warn-App hat einen Piep von sich gegeben. Wenn das alles ist, was Bill Gates zu bieten hat, dann höre ich jetzt wieder auf zu meditieren #Warntag #NINA

Deutschland kann nicht mal mehr #Warntag. Im Notfall werden wir alle sterben.

Wie blamiert man sich als Land der Techniker und Ingenieure mal so richtig!? Deutschland Warntag 2020 .... es fehlen einem die Worte. #Warntag2020 #warntag

Test für den Katastrophenfall

Um Punkt 11:00 Uhr heulten am Donnerstagvormittag in ganz Deutschland eine Minute lang die Siren. Außerdem gab es Durchsagen per Lautsprecher, Mitteilungen über soziale Medien und Warn-Apps sowie auf digitalen Werbetafeln. So sollten unterschiedliche Warnmöglichkeiten für den Katastrophenfall getestet werden.

Erster Warntag seit 30 Jahren

So etwas hat es in Deutschland zuletzt vor 30 Jahren gegeben. Viele Jüngere können deshalb damit heute gar nichts mehr anfangen. Daher müsse der Weckeffekt der Sirene auch mit Handlungsempfehlungen verknüpft werden, sagt Christoph Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK).

Eine Minute lang sollen die Sirenen erklingen. Außerdem wird es Durchsagen per Lautsprecher, Mitteilungen über soziale Medien und Warn-Apps sowie auf digitalen Werbetafeln geben. So etwas hat es in Deutschland zuletzt vor 30 Jahren gegeben. Viele Jüngere können deshalb damit heute gar nichts mehr anfangen. Daher müsse der Weckeffekt der Sirene auch mit Handlungsempfehlungen verknüpft werden, sagt Christoph Unger, Präsident des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe (BBK). . . . #bundesweiterwarntag #bundesweiterwarntag2020 #deutschland #katastrophenschutz #gefahr #keinepanik #dasisteineübung #information #bundesregierung #aktuell #news #nachrichten

Katastrophenschützer: Menschen besser vorbereiten

Die Katastrophenschützer vom BBK sind der Ansicht, dass die Menschen besser auf mögliche Notsituationen vorbereitet sein müssen. „Wir glauben, dass es ungemütlicher werden wird“, so Unger.

„Es gibt konkrete Erfahrungen, wie beispielsweise die Jahrhundertflut 2002 an der Elbe, die unzählbaren Starkregenereignisse der letzten Jahre“. Sogar Erdbeben seien denkbar, etwa in der Kölner Bucht, sagt der BBK-Chef.

Bundesweiter Warntag: Panikmache oder nicht?

Von Panikmache will er in diesem Zusammenhang nichts wissen: „Es geht nicht darum, Angst und Hysterie zu schüren. Das wäre kontraproduktiv“. Man dürfe die Bevölkerung aber auch nicht einlullen. Fakt sei, dass die Deutschen mit dem Thema bisher nicht sehr vertraut seien — und das berge Risiken.

Corona kein Grund für Warntag

Mit Corona hat der Warntag direkt nichts zu tun. „Die Planungen für diesen Warntag sind schon zwei Jahre alt, da hatten wir von Corona noch keinen Schimmer“, so Unger.

Die Corona-Krise habe aber gezeigt: Wer keine Reserven daheim habe, der kaufe dann unter Umständen panisch Klopapier oder Lebensmittel. Deshalb sei es ratsam, immer für zehn Tage Vorräte zu Hause zu haben, erklärt der BBK-Chef.

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