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Wegen der Feuer in Australien fürchten Naturschutzorganisationen, dass einige Tierarten ganz ausgerottet werden könnten. Um betroffene Wildtieren vor dem Verhungern zu schützen, werfen Helfer jetzt Gemüse aus der Luft ab.

In einem Video ist zu sehen, wie Karotten und Süßkartoffeln für die kleinen Kängurus in einen Hubschrauber der National Parks and Wildlife Service von New South Wales geladen werden. Dann wird das Gemüse abgeworfen. Denn eine der Schwierigkeiten für Wildtiere in den Brandgebieten ist im Moment der Mangel an Nahrung.

Situation immer noch angespannt

Dutzende andere Brände sind in Australien allerdings weiterhin außer Kontrolle. Die Hoffnungen auf eine weitere Eindämmung lag auf den Regenfällen. Sie haben in Teilen des Landes für Erleichterung gesorgt, in anderen Teilen dagegen für neue Probleme.

Erleichterung, aber auch neue Sorgen Sintflutartiger Regen sorgt für neue Probleme in Australien

Zuerst hofften die Menschen in Australien auf Regen – jetzt haben heftige Regenfälle im Osten Australiens für Überschwemmungen gesorgt. Erneut sind Menschen von der Außenwelt abgeschnitten.  mehr...

Was hat der Klimawandel damit zu tun?

Viele Menschen in Australien sind überzeugt, dass sie gerade die Folgen der Klimakrise spürten. Mehr als deutlich. Sie verurteilen die Klima- und Wirtschaftspolitik der Regierung, verurteilen insbesondere Premier Scott Morrison. In Sydney, Melbourne, Brisbane und Adelaide gab es immer wieder Klimademos.

Hier forderten die Menschen, dass die Regierung mehr gegen die Feuer unternehmen solle. Außerdem sollten alle freiwilligen Feuerwehrleute in Australien Geld bekommen – etwa 8.000 von ihnen gibt es im Land. Demonstrierende riefen auch dazu auf, Morrison zu entlassen.

Proteste gegen Morrison und Siemens

Morrison steht besonders in der Kritik, weil er auf Kohleenergie setzt. Im Westen des Landes, in Queensland, errichtet die indische Adani Group eines der größten Steinkohlebergwerke der Welt.

Weil Siemens einen Teil der Technik dazu liefern will, demonstrierten auch in ganz Deutschland Gruppen von „Fridays for Future“ vor Werken des Konzerns, unter anderem in Konstanz, Freiburg, Erlangen, Rastatt, Mannheim und Trier.

Zuletzt hatte der Premierminister überraschenderweise eine Kurskorrektur seiner Politik angekündigt: Er wolle in Zukunft die Kohlendioxid-Emissionen seines Landes reduzieren und sehe nun ein, dass der Klimawandel für längere, heißere und trockenere Sommer verantwortlich sei.

Reportage von Betroffenen Feuer in Australien „wie ein Zug, der durchs Gebüsch rast“

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