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Hat Chinas Führung Angst vor einer „verweichlichten und unmännlichen“ Gesellschaft? China verpflichtet Game-Hersteller, unerwünschte Inhalte zu entfernen. Der Grund ist verrückt!

Unternehmen, die gegen die neuen Vorschriften verstoßen, würden bestraft. Hinter der Anordnung steht Experten zufolge die konservative, ältere Generation der Kommunistischen Partei, die sich an der androgynen Ästhetik der modernen Jugend- und Popkultur stört. Aus diesem Grund geht Peking schon länger gegen solche Schönheitsideale vor und setzt sich für die Propagierung althergebrachter Geschlechterrollen ein. Die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua meldet:

Obszöne und gewalttätige Inhalte sowie solche, die ungesunde Tendenzen wie Geldanbetung und Verweiblichung fördern, sollten entfernt werden.

Regierung will mehr „typisch männliche Darstellungen“ – auch im TV

Vor einigen Tagen waren bereits die chinesischen Fernsehsender angewiesen geworden, sich gegen „abnormale Ästhetik“ wie „verweichlichte“ Männer zu wehren und mehr typisch männliche Darstellungen ins Programm zu nehmen.

Baden-Baden

Faktenchek Vererbt, anerzogen, angeboren: Wie entsteht sexuelle Orientierung?

Warum lieben wir zum Beispiel Männer, Frauen, oder beide? Haben wir selbst einen Einfluss darauf? Wir machen den Faktencheck!  mehr...

Warum ist China so drauf?

In Teilen der chinesischen Gesellschaft herrsche die Wahrnehmung vor, dass „feminine Männer körperlich schwach und emotional instabil sind“, sagt der Professor Geng Song von der Universität Hongkong. Daraus folge für die Parteiführung, dass „weibliche“ Männer ihr Land nicht verteidigen können.

China ist der größte Spiele-Markt der Welt. Tech-Giganten wie Tencent und Netease machen Millionen mit ihren Videospielen. Doch Peking hat zuletzt immer härter durchgegriffen, um gegen die Auswüchse der Spielkultur bei Jugendlichen – von der Verschlechterung der Sehkraft bis zur Internet-Sucht – vorzugehen.

Ein Junge sitzt vor einem Gaming-PC, hat Kopfhörer auf und spielt ein Computerspiel. (Foto: imago images, IMAGO / ZUMA Wire)
China ist der größte Spiele-Markt der Welt. IMAGO / ZUMA Wire

Nur noch drei Stunden pro Woche zocken

Zuletzt beschränkte die Staatsführung den Zugang zu Online-Spielen für Minderjährige drastisch. Kinder und Jugendliche dürfen neuerdings nur noch drei Stunden pro Woche spielen – und zwar freitags, samstags und sonntags jeweils von 20 bis 21 Uhr.

Diversity-Tag Vielfalt am Arbeitsplatz ist noch viel zu selten

Ein Zeichen für Respekt und Vielfalt will der Diversity-Tag am 18. Mai sein. Und das scheint auch nötig, denn so wirklich bunt und vielfältig ist die Arbeitswelt noch nicht.  mehr...

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Radionachrichten 24. Mai, 3:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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