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Im SWR3-Ticker halten wir euch auf dem Laufenden in Sachen Coronavirus. Hier kannst du zurückblicken auf die Ereignisse vom 19.3.-31.3.2020.

31.3.2020, 22:47 Uhr – Rihanna und Jay-Z erhöhen ihre Spenden

Sängerin Rihanna erhöhte ihre Spenden im Kampf gegen das Virus. Ihre Stiftung Clara Lionel Foundation gibt zusätzlich zu den in der vergangenen Woche verkündeten fünf Millionen Dollar eine weitere Million Dollar. Die Stiftung von Rapper Jay-Z legte den gleichen Betrag drauf; die zusammen zwei Millionen Dollar sollen unter anderem an die Kinder von Ersthelfern sowie Alte und Wohnungslose in New York City und Los Angeles fließen. Rihannas vorher gespendete fünf Millionen Dollar sollten unter anderem an Essenstafeln und die Ausbildung von Mitarbeitern im Gesundheitswesen gehen.

Beim von Elton John moderierten Youtube-Benefizkonzert The iHeart Living Room Concert for America kamen zudem acht Millionen Dollar zusammen. Hier sangen auch Billie Eilish und die Backstreet Boys – natürlich alle von zuhause aus.

31.3.2020, 22:14 Uhr – Menschen mit Hunden protestieren gegen Ausgangssperre in Serbien

In Serbien protestieren Zehntausende Hundebesitzer gegen die besonders strenge Ausgangssperre. Sie fordern, jeden Abend zumindest eine halbe Stunde lang mit ihren Hunden Gassi gehen zu dürfen, berichten serbische Medien. Eine Petition an Regierungschefin Ana Brnabic haben demnach schon mehr als 37.000 Menschen unterzeichnet. Serbiens Regierung hat wegen der Pandemie den Notstand ausgerufen und besonders strenge Ausgangsbeschränkungen verhängt. Werktags gilt zwischen 17 und 5 Uhr eine komplette Ausgangssperre, an den Wochenenden sogar schon ab 15 Uhr. Eine Ausnahme für Hundebesitzer, die in dieser Zeit anfangs noch eine Stunde nach draußen durften, wurde inzwischen abgeschafft.

31.3.2020, 21:57 Uhr – Jeder vierte Arzt und jede vierte Ärztin in Großbritannien infiziert oder in Isolation

Ärztinnen und Ärzte in Großbritannien schlagen Alarm. Wie die Ärzteorganisation Royal College of Physicians mitteilte, ist jeder vierte Mediziner des staatlichen Gesundheitsdienstes NHS inzwischen "krank oder in Isolation". In Kliniken und bei Hausärzten fehlt es laut Ärztegewerkschaft British Medical Association an Ausrüstungen wie Masken und Einmal-Handschuhen. Krankenpflegerinnen und -pfleger hatten berichtet, dass sie ohne Schutz Patienten versorgen mussten. Ein großes Problem ist zudem, dass viel zu wenig Beatmungsgeräte bereitstehen.

31.3.2020, 20:38 Uhr – Virus breitet sich an Bord von US-Flugzeugträger aus

Das Coronavirus breitet sich weiter unter der Besatzung des US-Flugzeugträgers „USS Theodore Roosevelt“ aus. Die Streitkräfte prüften eine Evakuierung des Schiffs, die Situation weise jedoch „einmalige Umstände“ auf, sagte Marineminister Thomas Modly. Ein hochgerüstetes und nuklearbetriebenes Schiff könne nicht einfach komplett evakuiert werden. Zudem gebe es auf der Pazifikinsel Guam, wo der Flugzeugträger derzeit vor Anker liege, nicht genügend Kapazität, um die mehr als 4000 Besatzungsmitglieder unterzubringen. Medienberichten zufolge gab es an Bord des Schiffs bislang mindestens 100 bestätigte Infektionen.

31.3.2020, 20:27 Uhr – Vereinte Nationen: Kampf geht international zu langsam

UN-Generalsekretär António Guterres ist unzufrieden mit der globalen Antwort im Corona-Kampf. „Wir bewegen uns langsam in die richtige Richtung, aber wir müssen schneller sein und viel mehr tun, wenn wir das Virus besiegen wollen“, sagte er. Unter anderem gebe es noch immer keine koordinierten Handlungen aller Länder unter Führung der Weltgesundheitsorganisation WHO. Deren Richtlinien würden in vielen Teilen der Welt noch immer nicht beachtet. Die Welt stehe vor der größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg. Sie werde eine Rezession bringen, „die in der jüngsten Geschichte wahrscheinlich keine Parallele hat“, sagte Guterres.

31.3.2020, 20:03 Uhr – 101-Jährige in den Niederlanden vom Virus geheilt

Gute Nachrichten aus den Niederlanden: Dort ist eine 101-Jährige von einer Corona-Infektion genesen. Die Frau war für knapp zwei Wochen in ein Krankenhaus in Den Haag gekommen, das sie nun wieder verlassen konnte. Ältere Menschen gehören zur Risikogruppe, die üblicherweise von einer besonders hohen Sterblichkeit im Falle einer Infektion bedroht ist.

31.3.2020, 19:31 Uhr – Bayreuther Festspiele abgesagt

Die Bayreuther Festspiele werden in diesem Jahr wegen der Corona-Krise nicht stattfinden. Die nachfolgenden Festspieljahrgänge müssten dadurch umdisponiert werden, teilten die Festspiele mit. Die für diese Saison geplante Neuproduktion "Der Ring des Nibelungen" könne voraussichtlich erst im Jahr 2022 Premiere feiern. Die bereits für 2020 gekauften Karten blieben für die Festspiele 2021 gültig. Die Proben hätten jetzt beginnen sollen, die Festspiele am 25. Juli.

31.3.2020, 18:47 Uhr – 2.000 mehr Infizierte in Italien – Welle verlangsamt sich

In Italien wächst der Optimismus, dass ein Abebben der Coronavirus-Welle in Sicht kommen könnte: Die Zahl der Neuinfektionen stieg erneut nur moderat an. Allerdings blieb die Zahl der Toten innerhalb von 24 Stunden mit 837 weiter hoch. Es wurden gut 2.000 mehr Infizierte gemeldet. Damit wurden insgesamt 105.792 Menschen positiv getestet. Die Zahl der Toten kletterte auf 12.428, sie bleibt damit die höchste weltweit.

Der Präsident des nationalen Gesundheitsinstitutes ISS, Silvio Brusaferro, sagte: „Die Kurve der Neuinfektionen zeigt, dass wir ein Plateau erreicht haben. Die Maßnahmen, die der Staat ergriffen hat, zeigen Wirkung. Aber das Plateau zu erreichen, bedeutet nicht, dass das Ziel erreicht ist. Denn jetzt geht es darum, dass der Abstieg beginnt.“ In Italien gelten seit dem 10. März strenge Ausgangsbeschränkungen.

31.3.2020, 18:15 Uhr – Turkmenistan will das Wort Coronavirus nicht mehr erwähnen

Das autoritär geführte Turkmenistan in Zentralasien will offenbar das Coronavirus aus dem täglichen Sprachgebrauch verdrängen, notfalls auch mit Staatsgewalt. Das Wort sei bereits aus Informationsbroschüren der Behörden über die Krankheit gestrichen worden, berichteten mehrere unabhängige Medien. Selbst wer die Pandemie in Privatgesprächen erwähne, könne festgenommen werden. Die Organisation Reporter ohne Grenzen kritisierte, dass die staatlich kontrollierten Medien das Coronavirus nicht mehr erwähnen dürften. „Die Weigerung, Informationen herauszugeben, gefährdet die Menschen in Turkmenistan“, teilte die Organisation mit.

31.3.2020, 17:56 Uhr – Junge in Kenia wegen Ausgangssperre erschossen

Bei der Durchsetzung einer nächtlichen Ausgangssperre zur Eindämmung des Coronavirus in Kenia ist ein 13-jähriger Junge von der Polizei erschossen worden. Wie die kenianische Tageszeitung Daily Nation berichtete, hatten Polizisten am Montagabend in einem Slum der Hauptstadt Nairobi mit scharfer Munition geschossen, um Passanten zu zerstreuen. Dabei wurde der Junge von einer Kugel in den Unterleib getroffen. Die Eltern des Jungen berichteten der Zeitung, der Schüler habe auf dem Balkon gespielt, als ihn die Kugel traf. Er starb später im Krankenhaus. Der Polizeichef ordnete eine Untersuchung an.

31.3.2020, 17:37 Uhr – Obdachlosenheim in Lettland nach Infektionen unter Quarantäne

In einem Obdachlosenheim in Lettlands Hauptstadt Riga ist eine große Anzahl an Coronavirus-Infektionen aufgetreten. In dem Heim wurden 27 Fälle durch Test bestätigt. Infiziert sind sowohl Bewohner als auch Mitarbeiter. Das gesamte Heim mit 100 untergebrachten Menschen wurde für 14 Tage unter Quarantäne gestellt.

31.3.2020, 17:27 Uhr – EU warnt vor Falschnarichten

Im Kampf gegen Fake News rund am das Coronavirus nimmt EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen soziale Netzwerke wie Facebook in die Pflicht und warnt vor Falschmeldungen. "Die sozialen Medien müssen ihre Daten mit Faktencheckern und Wissenschaftlern teilen. Das würde helfen, gefährliche Gerüchte frühzeitig aufzuklären", sagte die CDU-Politikerin. Es gebe einen massiven Anstieg solcher Nachrichten. 

Auf einer Webseite der EU-Kommission können verdächtige Inhalte geprüft werden. „Vertrauen Sie dem gesunden Menschenverstand und journalistischer Sorgfalt in den Qualitätsmedien“, riet von der Leyen. „Desinformation kann Leben kosten.“

Überblick SWR3-Faktenchecks Fake News & Verschwörungstheorien in der Corona-Krise

Fake News verbreiten sich dieser Tage schneller als das Virus. Panikmache, falsche Fakten und Verschwörungstheorien verunsichern bei Whatsapp & Co. Hier findest du Faktenchecks – und wir zeigen, wie du die Fakes erkennen kannst.  mehr...

31.3.2020, 17:26 Uhr – Kassenärzte-Chef: Maskenpflicht ist Symbolpolitik

Der Vorsitzende der Kassenärztlichen Bundesvereinigung, Andreas Gassen, hält nichts von einer Maskenpflicht in der Corona-Krise. „Die Verpflichtung zum Tragen eines Mundschutzes ist reine Symbolpolitik“, sagte Gassen dem Handelsblatt. „Sie vermittelt eine trügerische Sicherheit, hilft aber so gut wie gar nicht.“ Höherwertige Masken wiederum, die tatsächlichen Infektionsschutz bieten, würden aufgrund ihrer Knappheit derzeit dringend für medizinisches Personal gebraucht. Gassen verwies außerdem darauf, dass neben der Tröpfchen- auch die Schmierinfektion über Oberflächen möglich sei. „Was hilft, ist Abstand und Hygiene.“

31.3.2020, 16:59 Uhr – Werksschließung bei VW bis 19. April verlängert

Volkswagen verlängert die Schließung der Werke seiner Kernmarke in Deutschland um weitere zehn Tage. Statt wie zuletzt geplant bis zum 9. April soll die Fertigung nun bis zum 19. April ausgesetzt bleiben. VW hat Kurzarbeit für Zehntausende Beschäftigte angezeigt.

31.3.2020, 16:15 Uhr – Russischer Arzt infiziert: Kontakt mit Putin

Einer der wichtigsten Corona-Ärzte in Russland, der erst kürzlich mit Präsident Wladimir Putin Kontakt hatte, ist positiv getestet worden. Der Leiter des Moskauer Kommunarka-Krankenhauses, Denis Prozenko, habe sich infiziert, berichteten staatliche Medien. Putin hatte das in der Behandlung von Corona-Patienten führende Krankenhaus vor wenigen Tagen noch besucht und sprach dabei auch mit Prozenko. Kreml-Sprecher Dmitri Peskow sagte, es bestehe kein Grund zur Sorge: Putin lasse sich regelmäßig testen.

31.3.2020, 15:26 Uhr – Frau aus griechischem Flüchtlingslager positiv getestet

Eine Frau aus einem Flüchtlingslager in Griechenland ist nach der Geburt ihres Kindes positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Wie das Migrationsministerium in Athen mitteilte, lebt die Frau in einem Flüchtlingslager auf der Insel Euböa nördlich von Athen. Getestet wurde sie nach der Geburt in einem Krankenhaus der Hauptstadt.

Unklar ist derzeit, ob sie sich in der Frauenklinik oder in dem Flüchtlingslager angesteckt hat. Ein Virus-Test bei einem Mitbewohner der Frau fiel den Angaben zufolge negativ aus. Die Sorge ist groß, dass sich das Coronavirus auch in den völlig überfüllten Flüchtlingslagern in Griechenland ausbreiten könnte.

31.3.2020, 15:15 Uhr – Scholz: „Patient Wirtschaft“ muss gut durchkommen

Die Bundesregierung will bei ihrem Hilfspaket in der Corona-Krise nachlegen - um Jobs zu sichern und Innovationen in Deutschland zu halten. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) sagte bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) in München, die Regierung werde fortlaufend dafür sorgen, „dass der Patient Wirtschaft gewissermaßen gut durch diese Situation kommt“. Er kündigte zudem schnelle Finanzhilfen für Start-ups an: Zusätzlich zu den bestehenden Programmen sollten sie mit zwei Milliarden Euro unterstützt werden. Neue Hilfen könnte es auch für den Mittelstand geben.

31.3.2020, 15:13 Uhr – RKI-Chef: Allgemeine Mundschutzpflicht ist unnötig

Bayern Ministerpräsident Markus Söder (CSU) äußert sich skeptisch über die Option einer Atemschutzmasken-Pflicht in Supermärkten nach dem Vorbild Österreichs. Die Masken würden vordringlich im Gesundheitsbereich benötigt, sagt er. Eine allgemeine Pflicht zum Tragen von Atemschutzmasken in der Öffentlichkeit könne den Engpass verschärfen und zu Hamsterkäufen führen.

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sagte in Berlin, bei mit dem Coronavirus Infizierten sei das Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes „sinnvoll“, um andere Menschen vor einer Ansteckung zu schützen. Eine Mundschutzpflicht hält aber auch er für unnötig.

31.3.2020, 14:28 Uhr – DFL verlängert Fußballpause

Die Zwangspause in der Bundesliga und der 2. Liga verlängert sich wie erwartet bis mindestens 30. April. Einen entsprechenden Vorschlag des DFL-Präsidiums beschlossen die Chefs der 36 Profiklubs bei der ersten virtuellen Mitgliederversammlung der Deutschen Fußball Liga (DFL) einstimmig. Der Spielbetrieb in der Bundesliga und der 2. Liga ist wegen der Corona-Pandemie seit dem 12. März und damit erstmals seit dem Zweiten Weltkrieg ausgesetzt. Der nun ausgeweiteten Unterbrechung fallen die Spieltage Nummer 28 bis 31 zum Opfer.

31.3.2020, 13:51 Uhr – Scholz will Produzenten von Schutzmasken helfen

Der Bund will Unternehmen in Deutschland, die wegen der Corona-Krise kurzfristig in die Produktion von Schutzmasken einsteigen, vor finanziellen Risiken schützen. „Wir brauchen hierzulande eigene Produktionen, die wir jedenfalls für diese Zeit auf den Weg bringen müssen“, sagte Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD). Es gebe bereits eine ganze Reihe von Herstellern, die zur Maskenproduktion bereit seien. „Das kann jetzt ganz schnell geschehen, und wir sind dabei, das mit großem Nachdruck umzusetzen.“

Im Gegenzug gebe der Bund „Finanzzusagen, die erforderlich sind, damit Unternehmen jetzt gewissermaßen in das Risiko gehen, ihre Produktion umstellen und Dinge herstellen, die sie vielleicht nicht ewig herstellen werden“, so Scholz. Er habe dies bereits mit Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) besprochen. Darüber hinaus kooperiere die Bundesregierung beim Einkauf von Schutzausrüstungen inzwischen auch mit weltweit agierenden Unternehmen, damit die Beschaffung verbessert werde.

31.3.2020, 12:25 Uhr – Zwölfjährige in Belgien gestorben

In Belgien ist ein zwölfjähriges Mädchen an Covid-19 gestorben. „Das ist ein sehr seltener Fall, aber er erschüttert uns sehr“, sagte der für die Corona-Pandemie zuständige Behördensprecher in Brüssel. Demnach hatte das Kind zuvor drei Tage lang Fieber gehabt. In Belgien stieg die Zahl der offiziell bestätigten Infizierten nach offiziellen Angaben auf 12.775; mehr als 700 Menschen starben – über 90 Prozent von ihnen waren älter als 65 Jahre.

31.3.2020, 10:07 Uhr – Airbnb: Bis Ende Mai kostenlos stornieren

Die Vermittlungsplattform Airbnb kommt von der Corona-Krise betroffenen Reisenden weiter entgegen: Bis Ende Mai gebuchte Unterkünfte können kostenlos storniert werden. Die bisherige Ausnahmeregelung galt nur bis Mitte April. Zugleich macht Airbnb 250 Millionen Dollar locker, um Vermieter für die Ausfälle zumindest teilweise zu entschädigen, wie die Firma aus San Francisco ankündigte.

31.3.2020, 9:16 Uhr – Armutsforscher fordern Rettungsschirm

Der Armutsforscher Christoph Butterwegge hat höhere Hartz-IV-Sätze gefordert und vor einer „Verelendung“ in Teilen der Gesellschaft gewarnt. „Von den Rettungspaketen für die Unternehmen kommt im Kellergeschoss der Gesellschaft wenig an“, sagte der Kölner Politikwissenschaftler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Corona-Krise wirke „sich nicht allein auf die Immunschwachen, sondern auch auf die Einkommensschwachen fatal aus. Tafeln schließen und Bettler bekommen nichts mehr, weil die Straßen leer gefegt sind und alle eine Infektion fürchten. Damit wird die ohnehin brüchige Lebensgrundlage der Ärmsten vollends zerstört.“

Butterwegge betonte: „Werden für die Allerärmsten, Obdachlosen, Drogenabhängigen und Transferleistungsbezieher keine Rettungsschirme aufgespannt, kann es in dieser Personengruppe zu einer seit der unmittelbaren Nachkriegszeit nie mehr gekannten Verelendung kommen.“

31.3.2020, 8:13 Uhr – Jena plant Mundschutzpflicht

Die Stadt Jena hat angekündigt, eine Mundschutzpflicht einzuführen. „In einer Woche soll das Tragen eines Mund-und-Nasen-Schutzes in Jenaer Verkaufsstellen, dem öffentlichen Nahverkehr und Gebäuden mit Publikumsverkehr verpflichtend werden“, teilte die Stadt mit. Die Maßnahme sei vom Fachdienst Gesundheit angemahnt worden. Ziel sei es, die Sicherheit des Personals im öffentlichen Leben zu erhöhen. Neben Masken seien auch Tücher oder Schals als Schutz möglich, wenn sie Nase und Mund bedeckten.

31.3.2020, 7:28 Uhr – Experten warnen vor psychischer Belastung

Die psychische Belastung der Bundesbürger durch die Coronavirus-Pandemie ist nach Ansicht von Experten in Krisenplänen noch nicht ausreichend berücksichtigt. „Die Fachleute müssen sich darauf einstellen, dass sowohl eine Welle von Gesunden kommen wird, die plötzlich Ängste hat, die behandelt werden müssen – als auch auf die Verschlechterung der Symptomatik von bereits psychisch Erkrankten“, sagte die Berliner Psychiaterin Iris Hauth, Vorstandsmitglied der Deutschen Gesellschaft Psychiatrie und Psychotherapie, Psychosomatik und Nervenheilkunde.

In China hätten sich Krisentelefone als hilfreich erwiesen. Bereits psychisch erkrankte Menschen benötigten weitergehende Hilfen wie zum Beispiel Video-Sprechstunden. Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen (BDP) hat bereits eine anonyme und kostenlose Corona-Hotline geschaltet. Die aktuelle Situation löse Unsicherheit und Befürchtungen aus, hieß es vom Verband. Die Hotline mit der Nummer 0800 777 22 44 sei täglich von 8 bis 20 Uhr geschaltet.

31.3.2020, 4:30 Uhr – Trump: Einreisestopp für Europäer soll verlängert werden

Der zunächst auf einen Monat begrenzte Einreisestopp der USA für Besucher aus Europa zur Bekämpfung des Coronavirus soll nach Angaben von US-Präsident Donald Trump verlängert werden. Diese und ähnliche Beschränkungen würden in Kraft bleiben und möglicherweise sogar verschärft werden, sagte er bei einer Pressekonferenz im Rosengarten des Weißen Hauses. Trump ließ offen, bis wann der Einreisestopp, der eigentlich Mitte April auslaufen sollte, andauern soll. Die USA sind gemessen an der Zahl der bestätigten Infektionen inzwischen weltweit am schwersten von der Coronavirus-Pandemie betroffen.

31.3.2020, 4:21 Uhr – Wohnungslosenhilfe warnt vor Corona-Ausbreitung bei Obdachlose

Die Bundesarbeitsgemeinschaft Wohnungslosenhilfe warnt vor einer erhöhten Corona-Ausbreitung unter Obdachlosen und Helfern in Hilfsorganisationen. Geschäftsführerin Werena Rosenke sagte dem Redaktionsnetzwerk Deutschland, viele Obdachlose gehörten ohnehin zur Risikogruppe, weil sie an Krankheiten leiden. Sie forderte, dass Einrichtungen der Wohnungslosenhilfe besser ausgestattet werden sollten – zum Beispiel mit Gesichtsmasken, Desinfektionsmitteln, Seife und Schutzkleidung.

31.3.2020, 2:05 Uhr: Pflegebevollmächtigter: „Angehörige müssen sterbende Heimbewohner begleiten können“

Der Pflegebevollmächtigte der Bundesregierung, Andreas Westerfellhaus, verlangt, dass Angehörige sterbende Bewohner von Pflegeheimen auch in der Corona-Krise begleiten dürfen. Westerfellhaus sagte der Frankfurter Allgemeinen Zeitung, es müsse möglich sein, dass Familienmitglieder die Hand eines sterbenden Elternteils halten könnten, wenn sie etwa dabei Handschuhe trügen. Hier sei die Menschenwürde berührt. Westerfellhaus wandte sich deshalb gegen pauschale Besuchsverbote in den Pflegeheimen, die die Betroffenen allein ließen. Nur weil Pflegebedürftige eine besonders gefährdete Personengruppe seien, könne man sie nicht einfach entrechten und wegsperren.

30.3.2020, 22:45 Uhr – US-Autokonzerne: 50.000 Beatmungsgeräte in 100 Tagen

Der Autokonzern Ford hat angekündigt, zusammen mit General Electric in den kommenden 100 Tagen 50.000 Beatmungsgeräte zu fertigen. Danach werde man in der Lage sein, 30.000 weitere Geräte pro Monat zu bauen. Es solle fast rund um die Uhr in drei Schichten gearbeitet werden.

30.3.2020, 20:57 Uhr – Ausgangssperre in Italien soll bis Ostern andauern

Die vor drei Wochen angeordnete landesweite Ausgangssperre in Italien soll bis Ostern verlängert werden. Sie werde noch mindestens bis zum 12. April gelten, teilte Gesundheitsminister Roberto Speranza mit. Damit wolle die Regierung der Empfehlung ihres wissenschaftlichen Beratergremiums folgen, alle Maßnahmen zur Eindämmung der Pandemie aufrechtzuerhalten.

30.3.2020, 20:36 Uhr – Über 3.000 Tote in Frankreich

In Frankreich ist die Zahl der gestorbenen Corona-Infizierten am Montag auf mehr als 3.000 angestiegen. Innerhalb von 24 Stunden wurden 418 weitere Todesfälle verzeichnet, wie die Behörden am Montag mitteilten. Mehr als 5.000 Menschen befänden sich auf Intensivstationen, hieß es weiter. Weltweit sind bislang über

Insgesamt seien aktuell fast 21.000 Covid-19-Patientinnen und -Patienten im Krankenhaus. Rund 34 Prozent der schwer Erkrankten seien jünger als 60 Jahre, sagte Gesundheitsdirektor Jérôme Salomon. Insgesamt zählt Frankreich 44.550 bestätigte Infektionen.

30.3.2020, 19:40 Uhr – Auch dritter Coronavirus-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist weiter keine Ansteckung mit dem Coronavirus nachzuweisen. "Der dritte Test bei Bundeskanzlerin Merkel auf das Coronavirus ist ebenfalls negativ ausgefallen", teilt ein Regierungssprecher mit. "Die Bundeskanzlerin wird auch in den nächsten Tagen die Dienstgeschäfte aus ihrer häuslichen Quarantäne wahrnehmen."

30.3.2020, 19:05 Uhr – Erntehelfer sollen systemrelevant werden

Die EU-Kommission will, dass Erntehelfende und Altenpflegende als systemrelevant eingestuft werden. Dadurch sollen sie an den innereuropäischen Grenzen möglichst freie Fahrt bekommen - ähnlich wie Ärzte, Feuerwehrleute, Polizisten oder Lastwagenfahrer.

Nach Angaben der Brüsseler Behörde sollen für all diese Berufsgruppen an der Grenze spezielle Schnellverfahren eingeführt werden. Dabei soll es aber trotzdem auch verhältnismäßige Gesundheitschecks geben. Wegen der Einführung von Grenzkontrollen und Reisebeschränkungen in der Corona-Krise klagen unter anderem Bauern über Personalprobleme. Sie beschäftigen zahlreiche Saisonarbeiter aus Osteuropa. Auch mehrere Hunderttausend Pflegekräfte aus den östlichen EU-Staaten arbeiten in westlichen Mitgliedsländern.

30.3.2020, 18:45 Uhr – Neuinfektionen in Italien gehen offenbar zurück

In Italien deuten die offiziellen Zahlen auf einen deutlichen Rückgang der Neuerkrankungen hin. Das Katastrophenschutz-Ministerium meldet 101.739 Fälle, ein Anstieg von 4.050 - der niedrigste Wert seit dem 17. März. Am Sonntag waren 5.217 neue Fälle gemeldet worden. Allerdings stieg die Zahl der Toten am Montag um 812 auf 11.591, weiter die höchste Zahl weltweit.

Ein Experte der Weltgesundheitsorganisation sagte kurz vor der Veröffentlichung der Zahlen, die Lage in Italien könnte sich bald stabilisieren. Die heute registrierten Fälle spiegelten die Lage von vor zwei Wochen wieder, sagte Mike Ryan.

30.3.2020, 18:29 Uhr – WHO gegen allgemeines Mundschutztragen

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) sieht im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus keinen Nutzen im allgemeinen Mundschutztragen. Es gebe keinerlei Anzeichen dafür, dass damit etwas gewonnen wäre, sagte der WHO-Nothilfedirektor Michael Ryan am Montag in Genf. Vielmehr gebe es zusätzliche Risiken, wenn Menschen die Masken falsch abnehmen und sich dabei womöglich infizieren. "Unser Rat: wir raten davon ab, Mundschutz zu tragen, wenn man nicht selbst krank ist»", sagte Ryan.

Österreich hatte am Montag angekündigt, Mundschutz beim Einkaufen zur Pflicht zu machen. Die Masken sollen an den Eingängen der Läden ausgeteilt werden.

30.3.2020, 18:12 Uhr – China schickt Frankreich zehn Millionen Atemschutzmasken

Frankreich hat rund zehn Millionen Atemschutzmasken aus China erhalten. Ein Frachtflugzeug mit den Masken und anderer medizinischer Ausrüstung landete am Montag auf dem Flughafen von Vatry rund 150 Kilometer östlich der Hauptstadt Paris, wie die Präfektur Marne mitteilte. Bereits am Wochenende hatte Frankreich eine erste Lieferung mit mehr als fünf Millionen Masken aus China erhalten.

30.3.2020, 17:37 Uhr – 187 bestätigte Infektionen bei der Bundeswehr

Die Zahl der Corona-Infektionen in der Bundeswehr ist einem Bericht zufolge deutlich angestiegen. Der Sanitätsdienst gehe von 187 bestätigten Infizierungen und 767 begründeten Verdachtsfällen aus, berichteten die Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Gegenüber dem vergangenen Freitag habe es einen Anstieg von 36 Infektionen und 41 Verdachtsfällen gegeben. Den ersten bestätigten Fall eines infizierten Soldaten hatte es Ende Februar gegeben.

30.3.2020, 17:02 Uhr – Krankhausschiff „USNS Comfort“ erreicht New York

Im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie ist ein Krankenhausschiff der US-Marine in New York angekommen. Die 272 Meter lange „USNS Comfort“ erreichte am Montag den Hafen der Millionenmetropole. Das schwimmende Krankenhaus mit tausend Krankenbetten und zwölf Operationssälen soll die New Yorker Kliniken entlasten.

Der Bundesstaat New York und die gleichnamige Großstadt sind besonders schwer von der Pandemie betroffen. Dort wurden mehr als 60.000 Infektionsfälle bestätigt - das ist fast die Hälfte aller Infektionen landesweit.

30.3.2020, 16:20 Uhr – 300 Deutsche aus Österreichs Quarantänegebieten zur Grenze gebracht

In einer ungewöhnlichen Rückholaktion hat die deutsche Botschaft in Wien mehr als 300 Deutschen die Heimreise aus österreichischen Quarantänegebieten ermöglicht. Die meisten von ihnen arbeiteten in der Tourismusbranche am Arlberg oder im Paznauntal. Seit dem 13. März saßen sie dort fest, weil die österreichischen Gemeinden unter Quarantäne gestellt worden waren. Da die Quarantäne-Maßnahmen bis zum 13. April verlängert wurden, setzte sich die deutsche Botschaft bei der österreichischen Regierung für eine vorzeitige Ausreise ein.

Die ersten Konvois mit rund 300 Landsleuten aus den öst. Quarantänegebieten rollen über die Grenze nach Deutschland. Sind halt ungewöhnliche Zeiten - umso besser, dass Kooperation mit @MFA_Austria, @rudi_anschober und @unserlandtirol so gut klappt. https://t.co/TCYUQ0331P

30.3.2020, 15:44 Uhr – 36 Infizierte in Pflegezentrum Stutensee (Kreis Karlsruhe)

In zwei Seniorenzentren in Stutensee (Landkreis Karlsruhe) sind aktuell 36 Bewohner und Mitarbeiter mit dem Coronavirus infiziert. In den Einrichtungen sind entsprechende Vorkehrungen getroffen worden.

Niedersachsen hat nach dem Tod mehrerer Pflegebedürftiger in Wolfsburg einen Aufnahmestopp für Pflegeheime angeordnet. Das sagte Sozialministerin Carola Reimann (SPD) in Hannover. Ausgeschlossen seien nur Fälle, in denen neue Bewohner für 14 Tage in Quarantäne kommen könnten.

30.3.2020, 14:51 Uhr – Pfleger und Ärzte aus Süditalien wollen Kollegen im Norden helfen

Mehr als 16.000 Ärzte und Pflegekräfte aus Mittel- und Süditalien haben sich freiwillig gemeldet, um ihre Kollegen im Norden des Landes zu unterstützen. Italiens Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia, hatte dazu vor mehr als einer Woche aufgerufen. Nach Medienberichten sind die ersten 300 Freiwilligen bereits in Bergamo eingetroffen, um ihren überlasteten und erkrankten Kollegen zu helfen. In Norditalien sind mittlerweile mehr als 6.400 Mitarbeiter im Gesundheitswesen mit dem Coronavirus infiziert. 51 Ärzte sind bereits an der Krankheit gestorben.

30.3.2020, 14.45 Uhr – Bund: Inzwischen 20 Millionen Schutzmasken ausgeliefert

Für den Kampf gegen das Coronavirus sind über den Bund inzwischen 20 Millionen dringend benötigte Atemschutzmasken beschafft worden. Sie wurden an Länder und Kassenärztliche Vereinigungen für die Verteilung an Kliniken, Praxen und Pflegeheime ausgeliefert, wie ein Sprecher des Gesundheitsministeriums sagte. Die Beschaffung von Schutzausrüstung laufe weiter. Auch Unternehmen anderer Branchen hätten mittlerweile umgestellt und produzierten Masken, darunter etwa in der Textilindustrie.

30.3.2020, 14.30 Uhr – Neuer Termin für Olympische Spiele festgelegt

Die Olympischen Sommerspiele in Tokio sollen im kommenden Jahr am 23. Juli eröffnet werden. Darauf haben sich das Internationale Olympische Komitee, die Stadt Tokio und der japanische Staat geeinigt, berichten japanische Medien. Die Sommerspiele fallen dieses Jahr wegen der Coronavirus-Pandemie aus.

The Olympic Games #Tokyo2020 will be held from 23 July until 8 August 2021. More information here: https://t.co/ST25uXKglE https://t.co/sQo1TIcH5O

30.3.2020, 12:37 Uhr – Bayern verlängert Ausgangsbeschränkungen

Die Ausgangsbeschränkungen in Bayern, die seit dem 21. März wegen der Corona-Pandemie gelten, werden bis zum Ende der Osterferien am 19. April verlängert. Das sagte Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Man plane zur Zeit nicht, die Einschränkungen zu verschärfen. Eine Diskussion über ein Ende der Maßnahmen komme aber zur Unzeit. Die Lage sei weiter sehr, sehr ernst. Bayern sei zusammen mit Baden-Württemberg am stärksten von der Pandemie betroffen.

30.3.2020, 12:01 Uhr – 175.000 Deutsche aus dem Ausland geholt

Rund 200.000 Deutsche waren wegen der Coronavirus-Pandemie im Ausland gestrandet, 175.000 sind mittlerweile zurückgeholt worden. Das teilte Außenminister Heiko Maas (SPD) auf Twitter mit. „Diejenigen, die noch im Ausland sind, bitten wir weiter um Geduld“, schrieb er dazu.

Wir freuen uns mit den 175.000, die wieder zu Hause sind. Diejenigen, die noch im Ausland sind, bitten wir weiter um Geduld. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des @AuswaertigesAmt arbeiten rund um die Uhr - wir sind dran! #Coronakrise https://t.co/7ZDnjpg8ar

Probleme bereitet derzeit vor allem Neuseeland, wo noch mehr als 10.000 Deutsche festsitzen. Nach einem ersten Rückholflug am Samstag untersagte die neuseeländische Regierung weitere geplante Flüge bis einschließlich Dienstag.

30.3.2020, 11:51 Uhr – Schutzmaskenpflicht in Österreich bei Einkäufen

Österreich will in Kürze eine Schutzmaskenpflicht einführen. Die Masken sollen ab Mittwoch an den Eingängen der Supermarktketten verteilt werden und müssten dann verpflichtend getragen werden, sagte Bundeskanzler Sebastian Kurz. Mittelfristig solle der Mund- und Nasenschutz überfall dort getragen werden, wo man an Menschen vorbeigehe.

30.3.2020, 11:42 Uhr – Verschärfte Ausgangssperre in Spanien erst ab morgen

Die Verschärfung der Ausgangssperre in Spanien tritt erst am Dienstag voll in Kraft. Am Montag dürften die betroffenen Personen und Unternehmen „die letzten unbedingt erforderlichen Arbeiten“ zur Einstellung der Aktivitäten erledigen, heißt in dem veröffentlichten Dekret. Gemäß der Anordnung müssen alle Arbeitnehmer, die in nicht wesentlichen Sektoren tätig sind, bis zum 9. April zu Hause bleiben. Betroffen sind vor allem der Bausektor und weite Teile der Industrie. Die betroffenen Arbeitnehmer sollen ihr Gehalt weiterhin beziehen und die nicht geleisteten Stunden zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Ursprünglich sollte der „Winterschlaf“, wie die Finanzministerin María Jesús Montero sich ausdrückte, am Montag beginnen.

30.3.2020, 11:16 Uhr – Wirtschaftsweise erwarten schwere Rezession

Die Wirtschaftsweisen halten eine schwere Rezession in Deutschland durch die Folgen der Coronavirus-Krise für unvermeidbar. Die deutsche Wirtschaft werde 2020 deutlich schrumpfen, heißt es in einem Sondergutachten des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Im schlimmsten Fall werde das Bruttoinlandsprodukt (BIP) um 5,4 Prozent im Gesamtjahr einbrechen. Bei einer kürzeren Dauer der Einschränkungen und einer schnellen Erholung der Wirtschaft könnte das BIP auch nur um 2,8 Prozent zurückgehen.

Zur Frage danach, welche Branchen besonders betroffen seien, sagte Lars P. Feld dem SWR, dass besonders die Bereiche mit Publikumsverkehr unter dem Shutdown litten, also der Einzelhandel, das Gastgewerbe, die Reisebranche oder das Transportgewerbe.

30.3.2020, 9:18 Uhr – Fast 480 Todesfälle in Deutschland

Die Gesundheitsbehörden der Bundesländer melden zusammen 476 Todesfälle durch Covid-19. Mit dem Coronavirus infiziert sind demnach 59.596 Menschen. Das Robert-Koch-Institut meldet 57.298 Infektionsfälle und 455 Tote, jedoch kommen dessen Zahlen mit einiger Verspätung raus.

30.3.2020, 9:12 Uhr – Kurzarbeit bei jeder vierten Firma erwartet

Einer Prognose des Ifo-Instituts zufolge wird die Kurzarbeit in der deutschen Industrie wird bald drastisch steigen. 25,6 Prozent aller Firmen erwarten in den kommenden drei Monaten Kurzarbeit, wie die Wirtschaftsforscher unter Berufung auf eine Unternehmensumfrage mitteilten. Das ist der höchste Stand seit 2010. Vor drei Monaten lag der Anteil noch bei 15,3 Prozent. Überdurchschnittlich betroffen sind demnach die Schlüsselbranchen Automobile (41 Prozent), Maschinenbau (33 Prozent) und Elektro (32 Prozent).

30.3.2020, 6:59 Uhr – Städtetag hat Verständnis für weiterhin strikte Beschränkungen

Der Deutsche Städtetag hat verständnisvoll auf die Einschätzung des Kanzleramts reagiert, dass vor dem 20. April die Beschränkungen in der Coronavirus-Krise nicht gelockert werden. Städtetagspräsident Burkhard Jung machte aber auch deutlich, dass Deutschland den Ausnahmezustand nicht monatelang durchhalten werde.

Er könne die Aussage von Kanzleramtschef Helge Braun gut verstehen, sagte der Leipziger Oberbürgermeister der Deutschen Presse-Agentur. „Der Erfolg der Maßnahmen zeigt sich nicht nach ein oder zwei Wochen.“ Es brauche genügend Zeit, um das Gesundheitssystem besser vorzubereiten. Gesundheit und Menschenleben zu retten habe nun Priorität.

Dennoch müsste sich die Regierung jetzt auch Gedanken über eine „stufenweise Rückkehr zur Normalität“ machen, hieß es. Vertreterinnen und Vertreter aus Wirtschaft und Sport hingegen heizen die Lockerungsdebatte weiter an, Expertinnen und Experten aus der Gesundheitsbranche warnen vor überstürztem Handeln.

30.3.2020, 5:02 Uhr – Integrationsbeauftragte für Lockerung des Arbeitsverbots für Asylbewerberinnen und -bewerber

Die Integrationsbeauftragte Annette Widmann-Mauz (CDU) fordert eine Lockerung des Arbeitsverbots für Asylbewerberinnen und -bewerber und Geduldete. So sollen krisenbedingte Personalengpässe in einigen Branchen abgefedert werden. „Jetzt wird jede helfende Hand gebraucht. Deshalb ist es richtig, wenn wir jetzt Asylbewerbern und Geduldeten befristet ermöglichen, als Erntehelfer oder in der Lieferkette zu arbeiten·, sagte Widmann-Mauz dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. Die Beauftragte der Bundesregierung fügte hinzu, Arbeitsverbote passten nicht in die aktuelle Situation. Ohnehin sei es derzeit schwer, Rückführungen durchzuführen.

30.3.2020, 2:58 Uhr – Mehr als 1.000 Tote in New York

Im US-Staat New York sind mittlerweile mehr als 1000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Allein in der Metropole New York City wurden bis Sonntagabend 776 Todesfälle durch die Lungenkrankheit Covid-19 bestätigt. In anderen Teilen von New York starben mindestens 250 Menschen. Am 1. März war in New York der erste Corona-Fall registriert worden, am 10. März gab es den ersten bekannten Todesfall, nur 19 Tage später war am Sonntag die Marke von 1000 Toten erreicht. Landesweit sind in den USA mehr als 2400 Tote bestätigt.

US-Präsident Donald Trump sagte gestern, er werde die Richtlinien zur Verlangsamung der Ausbreitung des Coronavirus bis zum 30. April verlängern. Ursprünglich hatte er die Maßnahmen bis zum Osterwochenende vorgesehen. Trump fügt hinzu, dass die Todesfälle durch das Coronavirus um Ostern herum ihren Höhepunkt erreichen könnten.

Die Corona-Verhaltensrichtlinien in den USA gelten nun bis Ende April. Alle aktuellen Entwicklungen auch in unserem Live-Blog: https://t.co/BHnDzfoq7C #Coronavirus #Corona #Covid19 #Wirvsvirus https://t.co/gbVQasdY1m

Trump wirft außerdem Krankenhäusern vor, Beatmungsgeräte zu horten. „Wir haben einige Mitarbeiter im Gesundheitswesen, einige Krankenhäuser, die Geräte, einschließlich Beatmungsgeräte, bunkern“, sagte Trump im Weißen Haus. „Sie müssen diese Beatmungsgeräte freigeben – vor allem Krankenhäuser, die sie nie benutzen werden.“ Trump, dessen Kritiker ihm vorwerfen, er versuche, die Schuld über seinen Umgang mit der Krise abzuwälzen, nennt keine Beweise, um seinen Vorwurf zu untermauern. Unklar bleibt auch, auf welche medizinischen Einrichtungen er sich bezieht.

30.3.2020, 00:11 Uhr – Langsamerer Anstieg der Neuinfektionen in Italien

In Italien verlangsamt sich die Zunahme der Neuinfektionen mit dem Coronavirus. Die Gesamtzahl der Infizierten erhöhte sich um 5.217 auf 97.689, wie der Zivilschutz am Sonntag mitteilte. Das ist der geringste Anstieg von Neuinfektionen seit Mittwoch. Bislang hat die Coronavirus-Pandemie offiziellen Angaben zufolge 10.779 Todesopfer in Italien gefordert. Die Behörde erklärte, dass in den vergangenen 24 Stunden 756 neue Todesfälle hinzugekommen seien.

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Virus droht dem südeuropäischen Land dennoch eine Verlängerung der Ausgangssperre. „Die Maßnahmen, die am 3. April auslaufen, werden unweigerlich verlängert“, sagte der Minister für regionale Angelegenheiten, Francesco Boccia. Ministerpräsident Giuseppe Conte werde die Entscheidung darüber anhand von medizinischen und wissenschaftlichen Daten treffen. In italienischen Medienberichten ist von einer Verlängerung um weitere zwei Wochen bis zum 18. April die Rede.

29.3.2020, 22:37 Uhr – Aufnahmestopp am Klinikum Wolfsburg wegen Corona-Infektion

Das Klinikum Wolfsburg nimmt aufgrund von Corona-Infektionsfällen unter den Mitarbeitern bis auf wenige Ausnahmen keine neuen Patienten mehr auf. Diese werden auf umliegende Krankenhäuser verteilt, wie die Stadt mitteilte. Davon ausgenommen seien die Notaufnahme der Kinderklinik und der Kreißsaal, wie eine erste „intensive Analyse der Situation§ ergeben habe. Zuvor hieß es zudem, dass ab sofort keine Besuche mehr erlaubt seien, „auch nicht die bisherigen Ausnahmen“.

Die Stadt hat stark mit der Coronavirus-Pandemie zu kämpfen. In einem Wolfsburger Alters- und Pflegeheim sind insgesamt 15 Menschen nach einer Covid-19-Erkrankung gestorben. Ähnlich wie in dem Heim, in dem überwiegend Demenzkranke leben, werden auch im Klinikum die Vorsichtsmaßnahmen weiter verschärft. Das gesamte Klinikpersonal arbeite „ab sofort im Vollschutz“, hieß es von der Stadt: „Die Patienten werden so verteilt, dass nur noch ein Patient pro Zimmer liegt.“ Über das weitere Vorgehen soll entschieden werden, wenn die Testergebnisse von Personal und Patienten vorliegen, die für Montagabend erwartet werden.

29.3.2020, 21:01 Uhr – Das Leid der indischen Tagelöhner

Seit Mittwoch gilt für die 1,3 Milliarden Einwohner Indiens eine Ausgangssperre. Für Millionen Tagelöhner in den Metropolen haben die Ausgangsbeschränkungen drastische Auswirkungen.

29.3.2020, 20:51 Uhr – Russland erwägt auch in Zukunft Videokonferenzen statt Gipfeltreffen

Der Kreml hält Videokonferenzen von Staats- und Regierungschefs auch in Zukunft für eine denkbare Alternative. Sprecher Dmitri Peskow lobte im russischen Staatsfernsehen dieses Format: „Es ist praktisch, es ist schnell, es ist nicht so kostspielig wie große Gipfeltreffen.“

Virtuelle Treffen könnten deshalb auch für andere Zusammenkünfte genutzt werden. Sie böten sich vor allem mit Blick auf die Corona-Pandemie an, sagte Peskow. Die G20-Länder hatten sich am Donnerstag zusammengeschaltet, um per Videokonferenz über gemeinsame Schritte zur Eindämmung der Pandemie zu beraten.

29.3.2020, 20:29 Uhr – Frankreich meldet 2.606 Tote

Die französischen Behörden melden nun 2.606 Tote durch Covid-19 - das sind 292 mehr als am Vortag. Die Zahl der Infizierten wird mit mehr als 40.000 Menschen angegeben. Diese Zahlen sind nach Informationen der Nachrichtenagentur Reuters unvollständig. Demnach werden bisher nur Tote in Krankenhäusern gezählt. In der kommenden Woche sollen dann auch Covid-19-Opfer aus Alten- und Pflegeheimen erfasst werden, was die offiziellen Zahlen sprunghaft steigen lassen dürfte.

Aus Ostfrankreich wurden heute erneut Patienten in andere Regionen gebracht, weil die Krankenhäuser im Osten überlastet sind.

29.3.2020, 18:46 Uhr – Italien: 10.779 Tote und mehr als 97.000 Infizierte

In Italien ist die Zahl der Corona-Infizierten deutlich gestiegen – innerhalb von 24 Stunden von 92.472 auf 97.689. Das ist der geringste Anstieg von Neuinfektionen seit Mittwoch. Mehr als 3900 Patienten liegen auf der Intensivstation. Wie der Zivilschutz mitteilte, erhöhte sich die Zahl der Toten um 756 auf 10.779 Menschen. Mehr als 13.000 Menschen in Italien sind wieder genesen.

29.3.2020, 18:13 Uhr – Bußgelder für Verstöße in Baden-Württemberg

Nach Rheinland-Pfalz hat jetzt auch Baden-Württemberg festgelegt, welche Bußgelder bei Verstößen gegen die Coronavirus-Regeln fällig werden. Wer sich zum Beispiel mit mehr als einer Person draußen aufhält, die nicht zur Familie gehört oder im gleichen Haushalt lebt, soll mindestens 100 Euro zahlen. Für Betriebe, die unerlaubt öffnen, werden bis zu 5.000 Euro fällig. Bei wiederholten Verstößen drohen Strafen von bis zu 25.000 Euro.

29.3.2020, 17:58 Uhr – Katastrophale Zustände im Lager Moria

Zehntausende Menschen leben im griechischen Flüchtlingslager Moria auf engsten Raum, die hygienischen Bedingungen sind miserabel. Die Lage auf Lesbos wird wegen der Corona-Pandemie immer kritischer.

29.3.2020, 17:57 Uhr Charité: Unbedingt melden bei Verdacht auf Herzinfakt oder Schlaganfall

Die Berliner Universitätsklinik Charité hat Herzinfarkt- und Schlaganfallpatienten gemahnt, beim Auftreten von Symptomen den Notruf zu wählen oder ein Krankenhaus aufzusuchen. Das Klinikum verzeichne seit Beginn der Corona-Pandemie einen Rückgang von Schlaganfall- und Herzinfarktpatienten, teilte die Charité mit. Diese Beobachtung werde auch in anderen deutschen Bundesländern und weiteren europäischen Regionen gemacht.

Die Vermutung liege nahe, dass Verunsicherung herrsche, ob Patienten in der aktuellen Situation eine Klinik aufsuchen sollten. Dabei schwinge oft auch die Angst vor Ansteckung mit. Schlaganfall- und Herzinfarkterkrankungen müssten aber unverzüglich im Krankenhaus behandelt werden.

29.3.2020, 17:24 Uhr – Bahnverbindungen zwischen Schweiz und Italien eingestellt

Die Schweizerischen Bundesbahnen (SBB) haben den grenzüberschreitenden Reiseverkehr von und nach Italien eingestellt. Grund seien Anordnungen der italienischen Behörden, teilte die SBB mit. Neben dem grenzüberschreitenden Regionalverkehr sind drei EC-Züge betroffen: Die Strecke Basel-Brig-Mailand, Genf-Brig-Mailand und Zürich-Mailand. Der Güterverkehr ist von den Einschränkungen nach SBB-Angaben nicht betroffen.

29.3.2020, 16:16 Uhr – Olympia in Tokio ab dem 23. Juli?

Der neue Termin für die Olympischen Spiele in Tokio ist offenbar gefunden. Nach Informationen der New York Times und des japanischen Senders NHK sollen die Sommerspiele nun vom 23. Juli bis 8. August 2021 ausgetragen werden. Die paralympischen Spiele sollen demnach vom 24. August bis 5. September stattfinden.

29.3.2020, 15:47 Uhr – In Norwegen sollen auch offenbar Gesunde getestet werden

In Norwegen sollen künftig auch Menschen ohne Symptome getestet werden. Das meldet der Rundfunksender NRK. Dadurch wollen die Gesundheitsbehörden ein umfassenderes Bild der Zahl der Coronavirus-Infektionen erhalten. Derzeit werde abgeklärt, wie dies durchgeführt und finanziert werden solle, sagte ein Vertreter des nationalen Gesundheitsinstituts dem Sender. Bis Sonntag wurden in Norwegen nach Behördenangaben rund 4100 Infektionen nachgewiesen.

29.3.2020, 15:29 Uhr – Mehr als 10.000 Infizierte in den Niederlanden

In den Niederlanden hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle die Marke von 10.000 durchbrochen - ein Plus von 1.104 im Vergleich zum Vortag. Der Anstieg habe sich etwas verlangsamt, teilte das Gesundheitsministerium mit. Insgesamt sind in den Niederlanden 771 Menschen an den Folgen einer Infektion gestorben.

29.3.2020, 14:52 Uhr – Bund und Länder ermöglichen schnelle Finanzhilfen

Erstes Geld noch diesen Monat Corona-Hilfe vom Staat: Wer jetzt Anspruch auf Unterstützung hat

Das umfassende Hilfspaket gegen die Corona-Krise ist endgültig beschlossen. Es enthält Maßnahmen zur Rettung von Arbeitsplätzen und Unternehmen, zur Unterstützung von Krankenhäusern sowie zur Sicherung von Lebensunterhalt und Wohnung der Bürger. Die ersten Zahlungen sollen schon bald bei den Betroffenen ankommen.  mehr...

Bund und Länder haben eine Verwaltungsvereinbarung beschlossen, um kleineren Firmen und Solo-Selbstständigen zu helfen. Dadurch können die Länder die Bundesmittel ab Montag abrufen, um Zuschüsse schnell und unbürokratisch auszuzahlen, teilten das Finanz- sowie das Wirtschaftsministeriummit.

Durch die Coronavirus-Krise in wirtschaftliche Schwierigkeiten geratene Firmen mit bis zu fünf Beschäftigten bekommen eine Einmalzahlung von 9.000 Euro für drei Monate, Firmen mit bis zu zehn Beschäftigten 15.000 Euro.

29.3.2020, 14:08 Uhr – Mehr als 400 Tote in Deutschland

Mehr als 400 Menschen sind in Deutschland bislang an den Folgen des Coronavirus gestorben. Nach Angaben der Gesundheitsbehörden der Länder starben – Stand Sonntagmittag – 429 Menschen. Die Behörden verzeichneten fast 57.000 nachgewiesene Infektionsfälle, davon 10.819 in Baden-Württemberg und 2.545 in Rheinland-Pfalz.

29.3.2020, 14:00 Uhr – Neuer Termin für Olympia im Juli 2021

Für die verschobenen Olympischen Sommerspiele gibt es offenbar einen neuen Termin. Nach Medienberichten sollen die Wettkämpfe am 23. Juli nächsten Jahres beginnen. Darauf hätten sich das Internationale Olympische Komitee und die Organisatoren in Japan verständigt.

29.3.2020, 12:53 Uhr – Chaos und Tumulte nach Lockerung der Beschränkungen in China

Nach der Lockerung der Reisebeschränkungen in der chinesischen Provinz Hubei ist es dort zu heftigen Tumulten gekommen. Sicherheitskräfte einer benachbarten Provinz haben Berichten zufolge eine Brücke blockiert, um Menschen aus Hubei am Grenzübertritt zu hindern. Es kam zu gewaltsamen Ausschreitungen, Polizei-Fahrzeuge wurden beschädigt und umgeworfen. Chinesische Staatsmedien riefen die Bevölkerung dazu auf, Menschen aus Hubei nicht zu diskriminieren. Viele Chinesen sehen Bürger aus dieser Region nach wie vor als Ansteckungsgefahr für das Coronavirus.

29.3.2020, 12:07 Uhr – Wieder mehr als 800 Todesfälle an einem Tag in Spanien

Spanien meldet einen erneuten starken Anstieg an Todesfällen. 838 nachweislich mit dem Sars-CoV-2-Virus infizierte Menschen seien in den vergangenen 24 Stunden gestorben, teilte das nationale Gesundheitsministerium mit. Insgesamt gibt es in dem Land nun mehr als 6.500 Todesfälle. Die Zahl der Neuinfektionen ist auf knapp 78.800 geklettert – im Vergleich zu 72.248 am Vortag.

Erst gestern war mit 832 der bis dahin stärkste Anstieg an Todesfällen aus dem Land registriert worden.

29.3.2020, 8:58 Uhr – RKI-Chef warnt vor dramatischen Zuständen in Kliniken

Der Präsident des Robert-Koch-Instituts Lothar Wieler schließt für Deutschland Zustände wie in Italien nicht aus. „Wir müssen jedenfalls damit rechnen, dass die Kapazitäten nicht ausreichen, ganz klar“, sagte er der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Mit Blick auf die vergleichsweise niedrige Sterberate in Deutschland warnte der Seuchenexperte vor Illusionen: Dies sei vor allem darauf zurückzuführen, dass in Deutschland viel getestet werde. Eine rasche Rückkehr zur Normalität hält Wieler für den falschen Weg aus der Krise.

Aus medizinischer Sicht möchte ich, dass wir alle die räumliche Distanzierung möglichst lange durchhalten. Deutschland steht immer noch am Anfang der Welle. Lothar Wieler, Präsident des Robert-Koch-Instituts

29.3.2020, 8:37 Uhr – Ist das Coronavirus gefährlicher als die Grippe?

Seit Tagen sorgen Aussagen für Aufsehen, wonach das neuartige Coronavirus weniger gefährlich sei als die Grippe. Als vermeintlicher Beleg dient eine Zahl von 25.000 Grippetoten. Doch der Vergleich hinkt. Der ARD-Faktenfinder erklärt, warum.

Corona-Pandemie Weniger gefährlich als die Grippe?

Seit Tagen sorgen Aussagen für Aufsehen, wonach das neuartige Coronavirus weniger gefährlich sei als die Grippe. Als vermeintlicher Beleg dient eine Zahl von 25.000 Grippetoten. Doch der Vergleich hinkt.  mehr...

29.3.2020, 7:42 Uhr – Scholz kündigt Steuerfreiheit für Corona-Prämien bis 1.500 Euro an

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) hat angekündigt, in der Corona-Krise Bonuszahlungen für Arbeitnehmer bis 1.500 Euro steuerfrei zu stellen. „Viele Arbeitgeber haben bereits angekündigt, ihren Beschäftigten einen Bonus zahlen zu wollen. Als Bundesfinanzminister werde ich am Montag die Anweisung erlassen, dass ein solcher Bonus bis 1.500 Euro komplett steuerfrei sein wird“, sagte Scholz in der Bild am Sonntag.

Viele Arbeitnehmer seien täglich unter erschwerten Bedingungen im Einsatz, „als Pflegekraft, an der Supermarktkasse, als Krankenhausarzt, hinterm Lkw-Lenkrad. Dieses Engagement sollten wir honorieren“, sagte der SPD-Politiker weiter. Der Handelsverband Deutschland hatte eine Steuerfreistellung von Sonderzahlungen für Mitarbeiter gefordert, auch Union und SPD im Bundestag hatten sich dafür ausgesprochen.

29.3.2020, 7:10 Uhr – Bundesregierung will Schutzmasken im Schnellverfahren kaufen

Angesichts des akuten Engpasses bei Schutzmasken und -kitteln setzt die Bundesregierung in der Coronavirus-Krise auf eine beschleunigte Beschaffung des Materials. Das Gesundheitsministerium habe ein sogenanntes Open-House-Verfahren gestartet, berichtete die Welt am Sonntag. Da bei dieser Vorgehensweise keine Verhandlungen stattfinden, können Geschäfte schneller abgewickelt werden. Unternehmen, die auf das Angebot eingehen, müssen dem Bericht zufolge mindestens jeweils 25.000 Stück an Schutzkitteln oder Masken liefern, einen Mindeststandard garantieren und für die Lieferung sorgen.

In den Niederlanden wurden unterdessen zehntausende aus China importierte Atemschutzmasken zurückgerufen. Die Masken entsprächen nicht den geforderten Qualitätsstandards, teilte das niederländische Gesundheitsministerium mit. Ein Teil der Lieferung sei an Krankenhäuser verteilt worden. Wegen der festgestellten Mängel sollen sie aber nicht zum Einsatz kommen.

29.3.2020, 4:45 Uhr – Trump verzichtet auf Quarantäne für New York

US-Präsident Donald Trump verzichtet im Kampf gegen die Pandemie auf eine Quarantäne für den besonders stark betroffenen Großraum New York. Stattdessen habe er die Gesundheitsbehörden angewiesen, „Reisehinweise“ auszugeben, teilt Trump auf Twitter mit. Diese Empfehlungen sollten von den Gouverneuren der Bundesstaaten New York, New Jersey und Connecticut in Zusammenarbeit mit seiner Regierung erstellt werden. Einzelheiten würden die Zentren für Seuchenkontrolle noch am Samstag mitteilen. Trump selbst hatte zuvor ins Gespräch gebracht, dass die Ostküsten-Region abgeschottet werden könnte.

On the recommendation of the White House CoronaVirus Task Force, and upon consultation with the Governor’s of New York, New Jersey and Connecticut, I have asked the @CDCgov to issue a strong Travel Advisory, to be administered by the Governors, in consultation with the....

29.3.2020, 4:30 Uhr – 45 Neu-Infektionen in China

In China sind 45 neue Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Am Freitag waren es noch 54. Insgesamt beläuft sich die Zahl der bekannten Ansteckungen jetzt auf 81.439, wie die Gesundheitsbehörden mitteilen. Am Samstag erlagen fünf weitere Personen dem Virus, am Freitag waren es drei. Das Land hat insgesamt 3300 Todesopfer infolge der Virus-Erkrankung zu beklagen.

29.3.2020, 3:46 Uhr: Scholz: Tote nicht für laufende Wirtschaft in Kauf nehmen

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) will die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus nicht aus wirtschaftlichen Gründen lockern. Dies dürfe nur nach medizinischen Kriterien erfolgen, sagt Scholz der „Bild am Sonntag“. Es sei dagegen zynisch zu erwägen, dass man den Tod von Menschen in Kauf nehmen müsse, damit die Wirtschaft laufe. In Deutschland sind bisher mehr als 54.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Besonders hohe Zahlen melden Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.700 Fällen, Bayern mit knapp 12.000 und Baden-Württemberg mit beinahe 11.000. An der Lungenkrankheit sind in Deutschland bisher 381 Menschen gestorben.

29.3.2020, 1:55 Uhr: Mehr als 2.000 Corona-Tote in den USA

In den USA sind mehr als 2.000 Menschen nach einer Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Das teilte die Johns-Hopkins-Universität mit. Inzwischen seien mehr als 124.000 Menschen daran erkrankt. Besonders betroffen von der Pandemie ist der Bundesstaat New York - dort gibt es mehr als 700 Tote. Nach einer Reihe von anderen Bundesstaten verschiebt jetzt auch New York wegen der Corona-Krise seine Vorwahlen für das Rennen ums Weiße Haus. Das hat Gouverneur Andrew Cuomo bekannt gegeben.

29.3.2020, 0:53 Uhr: Habeck: Freiwillige Anti-Corona-App ist vertretbar

Grünen-Chef Robert Habeck ist offen für den Einsatz einer Handy-App zur Bekämpfung der Corona-Pandemie. Entscheidend sei dabei die Freiwilligkeit, sagte Habeck der „Welt am Sonntag“: „Wenn wir freiwillig eine App nutzen, die unsere Begegnungen nachträglich nachvollziehbar macht und dies ermöglicht, Kontaktverbote für alle aufzuheben und stattdessen zielgenauer vorzugehen, halte ich das für richtig und vertretbar.“ Unionspolitiker wollen eine solche App einsetzen, um Infektionsketten zurückzuverfolgen. Seit Tagen wird in Deutschland über den Einsatz von Handydaten zur Eindämmung des Coronavirus diskutiert. Datenschützer sehen die Nutzung kritisch. 

28.3.2020, 23:57 Uhr: Russland schließt seine Grenzen

Auch Russland ergreift immer schärfere Maßnahmen, um die Ausbreitung des Corona-Virus zu verhindern und schließt jetzt die Grenzen. Ab Montag werde der Verkehr an allen Grenzübergängen vorübergehend beschränkt, hieß es in einem Dekret. Davon ausgenommen sind nur russische Diplomaten und Lastwagenfahrer. Mit der Grenzschließung soll verhindert werden, dass neue Infektionsfälle ins Land kommen. Davon ist auch die Grenze zu Weißrussland betroffen, an der es normalerweise keine Kontrollen gibt. Nach offiziellen Zahlen wurden in Russland bisher mehr als 1.250 Infektionen mit dem Corona-Virus registriert.

28.3.2020, 21:51 Uhr – NRA klagt gegen Schließung von Waffenläden

Die mächtige US-Waffenlobbyorganisation NRA wehrt sich gegen die Schließung von Waffenläden im Zuge der Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus in Kalifornien. Gemeinsam mit anderen Waffenbefürwortern reichte die NRA am Freitag bei einem Gericht Klage unter anderem gegen den Gouverneur des Bundesstaates, Gavin Newsom, ein. Die Kläger argumentieren, dass es sich bei Waffengeschäften um lebenswichtige Geschäfte handele, die auch in Zeiten der Krise geöffnet bleiben müssten. "Den Zugang zu Waffen zu unterbinden, versperrt zwangsläufig das Verfassungsrecht auf (Besitz) dieser Waffen", heißt es in der Klageschrift.

28.3.2020, 21:40 Uhr – Italien will Geld an Familien in Not verteilen

Italien will Familien helfen, die in finanziellen Nöten sind. Ministerpräsident Giuseppe Conte kündigte an, seine Regierung wolle dafür 4,3 Milliarden Euro ausgeben. Die Bürgermeister und - meisterinnen der Gemeinden sollten das Geld in Einkaufsgutscheine und Lebensmittelpakete investieren.

28.3.2020, 20:55 Uhr – Über 54.200 bestätigte Infektionen in Deutschland

In Deutschland sind bis zum Abend mehr als 54.200 Infektionen mit dem Coronavirus registriert worden. Das geht aus den Zahlen der Gesundheitsämter der Länder hervor. Besonders hoch sind die Zahlen in Nordrhein-Westfalen mit mehr als 12.700 Fällen, Bayern mit knapp 12.000 und Baden-Württemberg mit beinahe 11.000 bestätigten Infizierten. In Rheinland-Pfalz gibt es weit weniger registrierte Fälle, hier sind es rund 2.300. Mindestens 397 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben. Weltweit sind mehr als 30.000 Menschen an den Folgen einer Coronavirus-Infektion gestorben. Die renommierte Johns-Hopkins-Universität in den USA registrierte 30.248 Todesfälle.

28.3.2020, 20:55 Uhr – Maas: Haben bislang mehr als 160.00 Deutsche zurückgeholt

Nach Angaben von Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) sind wegen der Coronavirus-Pandemie bislang mehr als 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt worden. Er dankte am Samstagabend auf Twitter allen Beteiligten, die daran „unfassbar hart“ gearbeitet hätten:

Wir haben nun schon über 160.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgebracht. Danke allen, besonders bei @AA_SicherReisen und in den Auslandsvertretungen, die unfassbar hart dafür arbeiten. Wir machen weiter. Bitte haben Sie Geduld, wenn wir Ihnen noch nicht helfen konnten. #COVID19

28.3.2020, 19:37 Uhr – Auch Spanien schließt „nicht lebenswichtige Unternehmen“

Die spanische Regierung hat im Kampf gegen die Corona-Pandemie die Schließung aller „nicht lebenswichtigen“ Unternehmen für zwei Wochen angeordnet. Dies teilte Regierungschef Pedro Sánchez am Samstagabend in Madrid mit. Eine ähnliche Regelung gilt auch in Italien.

28.3.2020, 19:10 Uhr – Trump denkt über zweiwöchige Quarantäne für New York nach

Die US-Regierung denkt nach den Worten von Präsident Donald Trump darüber nach, New York für zwei Wochen unter Quarantäne zu stellen. Auch Teile der Bundesstaaten New Jersey und Connecticut könnten abgeschottet werden, sagt Trump. New York ist besonders von der Pandemie betroffen. Eine möglicheQuarantäne solle aber nicht den Handel betreffen.

Der Gouverneur des Bundesstaates New York, Andrew Cuomo, reagierte später zurückhaltend auf Trumps Aussagen. "Ich habe nicht mit ihm über irgendeine Quarantäne gesprochen", sagte Cuomo bei seiner täglichen Pressekonferenz. "Ich weiß nicht einmal, was das bedeutet." Er wisse auch nicht, wie eine solche Regelung rechtlich durchgesetzt werden solle.

28.3.2020, 18:38 Uhr – Immer mehr Tote in Italien – Einreise weiter verschärft

In Italien sind seit Beginn der Pandemie mehr als 10.000 mit dem Coronavirus infizierte Menschen gestorben. Der Zivilschutz meldete am Samstag 889 neue Todesfälle. Damit stieg die Gesamtzahl der Toten auf 10.023. Allerdings verlangsamte sich der Anstieg der Neuinfektionen.

Kurz vor der Bekanntgabe hatte das Land hat wegen der Corona-Pandemie die Einreisebestimmungen weiter verschärft. Laut Verkehrsministerium muss jeder, der einreist, unter anderem den genauen Grund seiner Reise, seinen Aufenthaltsort in Italien und seine Telefonnummer angeben. Auch Menschen ohne Symptome für eine Infektion müssen sich bei den örtlichen Gesundheitsbehörden melden und in eine 14-tägige Selbstisolation begeben.

28.3.2020, 18:08 Uhr – Altmaier fordert Gehaltsverzicht von Top-Managern

Nach dem Willen der Bundesregierung sollen Vorstände von Unternehmen, die Staatshilfen wegen der Coronavirus-Krise erhalten, auf Teile ihres Gehalts verzichten: „Mir ist wichtig, dass in Notsituationen auch Vorstände und leitende Angestellte einen Beitrag leisten, insbesondere bei den Bonuszahlungen“, sagte Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung.

Konkret werde das im Einzelfall besprochen. Er verwies auf einen ersten Präzedenzfall: „Wir haben gerade einen Kredit für ein großes Unternehmen der Reisebranche beschlossen und sind entsprechend verfahren.“ Dabei handelt es sich um den Reisekonzern Tui, wie das Unternehmen selbst mitgeteilt hatte. Demnach müssen Tui-Chef Friedrich Joussen und seine Vorstandskollegen finanzielle Einbußen hinnehmen.

28.3.2020, 16:11 Uhr – Bundeswehr bereitet sich auf weitere Krankentransporte vor

Die Bundeswehr bereitet sich auf weitere Transporte von Covid-19-Patienten vor und rüstet ihre Flotte dafür auf: Aktuell stünden ein A310 und ein A400M für medizinische Evakuierungen in Bereitschaft, sagt ein Sprecher der Luftwaffe. Jedes der Flugzeuge könne bis zu sechs Intensivpatienten aufnehmen.

Zudem sollten ein weiterer A400M und eine C-160 Transall zu fliegenden Intensivstationen aufgerüstet werden. Darüber hinaus könne auch ein speziell ausgestatteter Hubschrauber des Typs CH-53 zum Einsatz kommen. Am Nachmittag war ein Medevac-Airbus der Bundeswehr ist mit sechs italienischen Covid-19-Patienten an Bord in Köln gelandet.

28.3.2020, 16:11 Uhr – Russland schließt ab Montag die Grenzen

Russland will seine Grenzen ab dem 30. März schließen. Das gelte für alle Grenzposten, Fahrzeuge sowie Fußgänger und auch an den Seegrenzen, heißt es in einer am Samstag veröffentlichten Anordnung der Regierung. Ausgenommen seien unter anderem russische Diplomaten sowie Lastwagen. Internationale Flüge wurden bereits eingestellt. In Russland sind 1264 Coronavirus-Fälle gemeldet.

28.3.2020, 15:50 Uhr – Katze in Belgien steckt sich mit Coronavirus an

Eine Katze hat sich in Belgien bei einem Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Von dem Fall berichtet die belgische Behörde für Lebensmittelsicherheit AFSCA auf ihrer Webseite. Bisher gebe es aber keine Hinweise, dass sich das Virus von Haustieren auf Menschen oder auf andere Tiere übertrage.

Die Katze in Belgien und zwei Hunde in Hongkong seien die einzige bekannten Fälle, bei denen sich Haustiere bei infizierten Menschen angesteckt hätten. Die Hunde hätten keine Symptome gezeigt, die Katze aber habe vorübergehend Atem- und Verdauungsbeschwerden gehabt.

28.3.2020, 15:35 Uhr – Tirol droht Sammelklage

Den Tiroler Behörden droht wegen der Corona-Krise eine Sammel-Klage. Rund 400 Skifahrer, die meisten davon Deutsche, wollen sich offenbar dem österreichischen Verbraucherschutzverein anschließen. Sie hatten in Ischgl und im Paznautal Urlaub gemacht. Ein 57-Jähriger aus Mecklenburg-Vorpommern, der im März noch zum Skifahren in Österreich war, verstarb jetzt an Covid-19, teilten die Behörden mit. Das Land Tirol wird dafür kritisiert, im Kampf gegen das Coronavirus den Skibetrieb nicht schnell genug eingestellt zu haben.

28.3.2020, 14:25 Uhr – Mehr als 600.000 nachgewiesene Infektionen weltweit

Weltweit haben sich mehr als 600.000 Menschen nachweislich mit dem neuen Coronavirus infiziert. Samstagmittag bezifferte die Johns-Hopkins-Universität die Zahl dieser Infizierten mit 614.884. Demnach starben mehr als 28.600 in Folge oder mit der Lungenkrankheit Covid-19, die das Virus auslösen kann. Experten gehen von einer hohen Dunkelziffer aus. Es gibt in kaum einem Land genügend Tests, um die Menschen flächendeckend zu untersuchen. Allein in den USA sind rund 105.000 Infektionen nachgewiesen worden, in China etwa 82.000.

28.3.2020, 14:14 Uhr – Politiker kritisieren Adidas und Co wegen Nicht-Zahlung von Mieten

Bundesjustizministerin Christine Lambrecht (SPD) und Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CDU) kritisieren mehrere große Konzerne, weil sie die Mieten für ihre Ladengeschäfte nicht mehr zahlen wollen. Unter anderem Deichmann, H&M sowie Adidas hatten angekündigt, Mietzahlungen für ihre Ladengeschäfte in Deutschland einzustellen. Die Läden müssen wegen der aktuellen Einschränkungen geschlossen bleiben. Die Unternehmen können sich dabei auf die Notfall-Regelungen berufen, die Bundestag und Bundesrat in dieser Woche beschlossen haben. „Wenn jetzt finanzstarke Unternehmen einfach ihre Mieten nicht mehr zahlen, ist dies unanständig und nicht akzeptabel“, sagte Lambrecht in Berlin. Die Corona-Hilfsgesetze böten dafür keine Grundlage, so die Bundesjustizministerin.

28.3.2020, 13:33 Uhr – Mehr als 13.000 Menschen in der Schweiz infiziert

In der Schweiz ist die Zahl der Corona-Fälle auf mehr als 13.200 angestiegen, wie das Gesundheitsministerium des Landes mitteilte. Gestern waren der Behörde noch rund 12.160 Infektionen gemeldet gewesen.

Zudem seien in dem Zeitraum 38 Menschen infolge einer Ansteckung gestorben. Damit verzeichnet die Schweiz nun 235 Todesopfer durch die Corona-Pandemie.

28.3.2020, 13:29 Uhr – Johannesburg: Gummigeschosse auf Menschenmenge

In Yeoville, einem Viertel in der südafrikanischen Hauptstadt Johannesburg, haben Polizisten mit Gummigeschossen auf Einwohner gefeuert, die dicht gedrängt vor einem Geschäft gewartet haben.

In Johannesburg gilt derzeit eine Ausgangssperre. Einkaufen ist erlaubt, doch die Menschen sollen den vorgeschriebenen Sicherheitsabstand zueinander wahren.

28.3.2020, 12:45 Uhr – Mehr als 800 Corona-Tote in Spanien binnen 24 Stunden

Im besonders schwer vom Coronavirus betroffenen Spanien sind innerhalb von 24 Stunden 832 Menschen in Folge des Virus estorben. Das teilte das Gesundheitsministerium mit. Es ist der höchste Anstieg, der in dem Land bisher registriert wurde. Insgesamt starben in Spanien laut Gesundheitsbehörden fast 5.700 Menschen an der durch das Coronavirus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Auch die Zahl der Infizierten stieg deutlich an und liegt aktuell bei rund 72.000 – etwa 8.000 mehr als am Vortag. Der prozentuale Anstieg hält sich allerdings seit Tagen relativ niedrig. Mehr als 12.000 Menschen sind bereits wieder genesen. Madrid bleibt die am stärksten betroffene Region.

28.3.2020, 10:27 Uhr – Merkel: „Danke, von ganzem Herzen Danke“

In ihrem Video-Podcast hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) nochmals bei den Bürgern für das Einhalten der angeordneten Beschränkungen bedankt: „Wenn ich heute sehe, wie fast alle ihr Verhalten völlig umgestellt haben, wie die große Mehrheit von Ihnen wirklich jeden unnötigen Kontakt vermeidet, eben weil er auch ein Ansteckungsrisiko enthalten kann, dann möchte ich einfach sagen: Danke, von ganzem Herzen Danke.“

28.3.2020, 10:11 Uhr – Infektionen steigen bundesweit stark an

Das Robert Koch-Institut hat seit gestern 6.294 neue Corona-Fälle registriert. Damit steigt die Zahl der Infektionen bundesweit auf 49.845 an. Innerhalb von 24 Stunden seien zudem 55 weitere Betroffene infolge einer Ansteckung gestorben. Damit gibt es insgesamt 332 Todesopfer in Deutschland.

28.3.2020, 9:42 Uhr – WHO bietet Online-Kurse rund ums Virus an

Die Weltgesundheitsorganisation bietet in 13 verschiedenen Sprachen einen Online-Kurs mit Fakten und Verhaltensregeln rund um das Coronavirus an. Auf Deutsch gibt es die Kurse bislang nicht, aber sie sind zum Beispiel auf Englisch oder Französisch verfügbar.

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28.3.2020, 9:07 Uhr – Datenschutzbeauftragter warnt vor Zugriff auf Handydaten

In der deutschen Politik wird darüber debattiert, ob Handydaten genutzt werden sollen, um die Ausbreitung des Coronavirus besser nachzuvollziehen. Der Bundesdatenschutzbeauftragte Ulrich Kelber rät davon ab. Wegen der Corona-Krise dürften keine „Grundrechte über den Haufen geworfen werden“. Zudem besitze Deutschland nicht die nötige Infrastruktur zur Erfassung von Mobilfunkdaten, um zielgenaue Rückschlüsse über den Aufenthaltsort von Infizierten festzustellen.

Laut Kelber werde im Umfeld des Robert Koch-Instituts derzeit stattdessen an einer App gearbeitet, die sich an einem Vorbild aus Singapur orientiert: Dort können die Nutzer freiwillig angeben, wenn sie sich infiziert haben und ihr Bewegungsprofil teilen. Andere Nutzer können per Bluetooth feststellen, wenn sich jemand nähert, der sich angesteckt hat.

28.3.2020, 8:53 Uhr – Wasch- und WC-Container für Fernfahrer sollen an Autobahnen aufgestellt werden

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) hat eine bessere Versorgung von Lkw-Fahrern zugesichert: „Sie halten den Waren- und Güterverkehr am Laufen“, sagte der CSU-Politiker den Zeitungen der Funke Mediengruppe. „Dafür müssen sie selbst ebenfalls gut versorgt werden, mit Essen, Toiletten und Duschen an Autobahnen und in Logistikzentren.“ In Zusammenarbeit mit Logistikunternehmen sollen laut Scheuer Wasch- und WC-Container aufgestellt werden, wenn vor Ort keine Möglichkeiten für die hygienische Versorgung vorhanden seien.

28.3.2020, 7:16 Uhr – Luftwaffe transportiert Patienten aus Italien nach Deutschland

Der Airbus A310 MedEvac, die „fliegende Intensivstation der Bundeswehr“, ist nach Angaben eines Bundeswehrsprechers heute Morgen gestartet, um sechs Corona-Patienten aus dem italienischen Bergamo nach Köln zu fliegen. Die Maschine sollte in den Mittagsstunden wieder in Deutschland landen.

Die Patienten sollen demnach in zivilen Krankenhäusern behandelt werden. Wie die Nachrichtenagentur dpa berichtet, sollen jeweils zwei Erkrankte im Katholischen Klinikum Bochum sowie in den Uni-Kliniken Köln und Bonn weiterbehandelt werden.

Der #A310 #MedEvac wartet nun in Bergamo auf die Patienten. Für die besondere Aufgabe des Intensivtransports sind 3 Fachärzte für Intensivmedizin und 3 Fachkrankenpfleger Intensivmedizin sowie weiteres medizinisches Personal an Bord. https://t.co/L0lPPZdPJx

28.3.2020, 5:07 Uhr – Karliczek: Corona-Impfstoff frühestens Ende des Jahres

Bundesforschungsministerin Anja Karliczek sieht im Kampf gegen das Coronavirus frühestens Ende des Jahres einen Impfstoff. „Wir müssen davon ausgehen, dass ein Impfstoff, mit dem breitere Teile der Bevölkerung geschützt werden können, erst gegen Ende des Jahres oder Anfang des nächsten Jahres zur Verfügung steht“, sagte die CDU-Politikerin dem Redaktionsnetzwerk Deutschland.

Für die Impfstoffforschung gelte: „Wir wollen so schnell wie möglich laufen – aber wir dürfen dabei nicht hinfallen. Wir müssen sicher sein, dass die Impfung wirkt und dem Patienten nicht schadet.“ Karliczek sagte weiter: „Wir reizen die Forschungsmöglichkeiten bis aufs Letzte aus. Wir sind bereit, weitere Gelder zur Verfügung zu stellen, wenn es erfolgversprechende Projekte gibt. Am Geld wird die Corona-Forschung nicht scheitern.“

28.3.2020, 3:00 Uhr – China beendet Isolation von Wuhan

China beendet die Isolation der Millionenmetropole Wuhan. Damit ist es wieder erlaubt, in die Hauptstadt der Provinz Hubei einzureisen. Das Ausreiseverbot gilt noch bis zum 8. April. Der U-Bahnverkehr ist wieder angerollt. In der kommenden Woche sollen Einkaufszentren wieder öffnen. Wuhan gilt als Ausgangspunkt der Pandemie. In der Stadt hatten sich über 50.000 Menschen mit dem Virus infiziert - das sind mehr als zwei Drittel aller Erkrankten in China.

28.3.2020, 1:30 Uhr – Kanzleramtschef Braun: „Maßnahmen noch bis zum 20. April“

Die Einschränkungen wegen der Corona-Krise gelten in Deutschland bis mindestens zum 20. April. Das hat Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) in einem Interview mit dem Tagesspiegel gesagt. Bis dahin blieben alle Maßnahmen wie die Schließung von Läden, Restaurants, Schulen und Universitäten bestehen. Ältere Menschen müssten noch weit länger mit Kontakteinschränkungen rechnen als jüngere, sagte Braun - bis es einen Impfstoff gibt. Weiter sagte Braun: „Wenn wir es schaffen, die Infektionsgeschwindigkeit so zu verlangsamen, dass wir zehn, zwölf oder noch mehr Tage haben bis zu einer Verdopplung, dann sind wir auf dem richtigen Weg.“ Zuletzt verdoppelten sich die Fallzahlen in etwa alle drei Tage.

28.3.2020, 1:00 Uhr – Rückholaktionen werden wohl ab jetzt schwieriger

Die Rückholaktion der Bundesregierung für im Ausland gestrandete Deutsche wird jetzt deutlich schwieriger. Außenminister Heiko Maas (SPD) sagte im SWR, 160.000 von etwa 200.000 Menschen seien wieder zurück in Deutschland. Man habe mit den Touristenhochburgen begonnen. Nun seien Länder wie El Salvador, Paraguay oder Nepal an der Reihe. Dort gebe es solche Zentren nicht. Daher werde es nun komplizierter Rückflüge für Menschen zu organisieren, die wegen der Corona-Krise festsitzen. Das Auswärtige Amt arbeite derzeit eng mit Reiseveranstaltern zusammen. Die Botschaften vor Ort versuchten dann, mit den Leuten Kontakt aufzunehmen.

27.3.2020, 21:41 Uhr – Trump: General Motors soll Beatmungsgeräte bauen

US-Präsident Donald Trump hat den Autokonzern General Motors angewiesen, in der Corona-Krise Beatmungsgeräte anzufertigen. Das geht aus einem Memorandum des Präsidialamtes hervor. Der Konzern habe Zeit verschwendet, erklärte Trump. Möglich wird das durch ein Kriegswirtschaftsgesetz, das nun aktiviert wurde.

27.3.2020, 20:38 Uhr – Mercedes-Benz hilft mit Schutzmasken

Autobauer Mercedes-Benz will in der Coronavirus-Krise die Herstellung von medizinischem Gerät unterstützen. Bauteile könnten mithilfe von 3D-Druckern hergestellt werden, teilte die Daimler-Tochter mit. In Baden-Württemberg sind nach Angaben von Gesundheitsminister Lucha 300.000 Schutzmasken und Handschuhe eingetroffen - 110.000 davon kommen von Daimler.

27.3.2020, 19:52 Uhr – Ausgangssperre in Belgien bis nach Ostern verlängert

Die Ausgangssperre in Belgien gilt noch mindestens bis nach den Osterferien. "Die Maßnahmen werden um zwei Wochen bis zum 18. April verlängert", sagte Regierungschefin Sophie Wilmès. Die Einschränkung des öffentlichen Lebens sei derzeit die einzige Möglichkeit, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus einzudämmen. Zudem sollen die Regeln strenger durchgesetzt und Verstöße stärker geahndet werden. Die Polizei habe nun das Recht, bei Verstößen auf der Stelle Bußgelder zu verhängen.

27.3.2020, 18:48 Uhr – Istanbul versorgt alte Menschen mit Essen

Die türkische Millionenmetropole Istanbul wird in der Coronavirus-Krise alte Menschen ohne Einkommen offenbar sechs Wochen lang mit Lebensmittellieferungen unterstützen. Gouverneur Ali Yerlikaya sagte, dass ab Montag für rund 50.000 Menschen ab 65 Jahre 300.000 Essenspakete zur Verfügung gestellt würden.

Die Kosten würden weitgehend von Gebern gedeckt. Der bekannte Lieferservice Getir, der zu den Spendern gehört, werde die Pakete zustellen. Seit Sonntag gilt in der Türkei landesweit eine Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren und chronisch Kranke.

27.3.2020, 18:46 Uhr – Hamburg nimmt Infizierte aus Italien und Frankreich auf

Zwei Krankenhäuser in Hamburg wollen in den kommenden Tagen bis zu zwölf schwerkranke Coronavirus-Patienten aus Italien und Frankreich aufnehmen, die auf Beatmung angewiesen sind. Das bestätigte Hamburgs Gesundheitssenatorin Cornelia Prüfer-Storcks.

Die Patienten würden nicht alle gleichzeitig kommen, und es stehe auch noch nicht fest, wann sie kommen. "Im Moment sind wir in einer Situation in Hamburg, dass wir diese Kapazitäten haben, dass wir diese Solidarität auch üben können. Aber natürlich können wir das nicht garantieren über die gesamte Strecke."

27.3.2020, 18:05 Uhr – Tui soll Milliardenkredit bekommen

Der Reisekonzern Tui soll im Kampf gegen den Einbruch seines Geschäfts wegen der Coronavirus-Pandemie einen staatlichen Hilfskredit über 1,8 Milliarden Euro bekommen. Man habe nach der Beantragung nun eine entsprechende Zusage der Bundesregierung erhalten, teilte das Unternehmen am Freitag mit. Das Darlehen laufe über die Förderbank KfW, es müssten aber noch weitere Banken zustimmen.

27.3.2020, 18:00 Uhr – Papst erteilt feierlichsten Segen "Urbi et Orbi"

In einer historisch beispiellosen Geste hat Papst Franziskus für ein Ende der Coronavirus-Pandemie gebetet. Bei der Feier auf den Stufen des Petersdoms rief er die Hilfe Gottes in der Notlage und dessen Trost für Kranke und Sterbende an.

Wegen der Ausgangsbeschränkungen blieb der Petersplatz, auf dem sich sonst Zehntausende versammeln, für Gläubige gesperrt. Radio- und Fernsehanstalten aus aller Welt sowie vatikanische Medien übertrugen die Zeremonie live.

Begleitet war das Kirchenoberhaupt nur von seinem Zeremoniar Guido Marini. Zum Schluss der Feier erteilt der Papst den Segen "Urbi et orbi" erteilen, den feierlichsten Segen der katholischen Kirche.

27.3.2020, 17:40 Uhr – Italien: Fast 1.000 Tote innerhalb von 24 Stunden

Italien hat an einem Tag fast 1.000 Tote im Zuge der Corona-Pandemie gemeldet und damit so viele wie an keinem Tag zuvor. Die Gesamtzahl stieg auf 9.134, wie der Zivilschutz mitteilte.

27.3.2020, 17:14 Uhr – Frankreich verlängert Ausgangsbeschränkungen bis zum 15. April

In Frankreich sind die strengen Ausgangsbeschränkungen um gut zwei Wochen verlängert worden. Die Französinnen und Franzosen müssten mindestens bis zum 15. April zu Hause bleiben, kündigte Frankreichs Ministerpräsident Édouard Philippe an. Und weiter: „Dieser Zeitraum kann verlängert werden, wenn die gesundheitliche Situation dies erfordert.“

Seit anderthalb Wochen gelten in Frankreich strenge Regeln, die Menschen dürfen das Haus nur verlassen, wenn es notwendig ist. Täglich ist außerdem eine Stunde Sport oder Gassigehen im Radius von einem Kilometer zur Wohnung erlaubt. Die Beschränkungen sollten ursprünglich 15 Tage bis Ende März gelten.

27.3.2020, 15:46 Uhr – Südafrika: Ausganssperre führt zu Chaos in Tierheimen

In Südafrika gilt eine weitreichende Ausgangssperre. Da neben Joggingrunden auch Gassi-Gänge verboten sind, suchen viele Südafrikaner für ihre vierbeinigen Lieblinge ein Quartier im Tierheim. Tierheim-Betreiberin Megan Wylie erklärte dem TV-Sender News 24, sie habe kaum 48 Stunden Zeit gehabt, um Notquartiere für 117 Hunde zu finden. "Wir wurden mit Emails quasi überflutet", sagte sie.

27.3.2020, 15:27 Uhr – Warnung vor vermeintlichen Corona-Medikamenten

Im Internet werden zurzeit viele vermeintliche Corona-Medikamente angeboten. Davor warnt die Barmer-Krankenkasse. Es gebe noch keine zugelassenen Medikamente zur Behandlung von Covid-19, sagte ein Barmer-Sprecher. Im schlimmsten Fall seien die angebotenen Mittel sogar eher schädlich – zum Beispiel durch Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten. Auch bei Nahrungsergänzungsmitteln, die Vorbeugung gegen das Coronavirus versprechen, rät die Kasse zur Vorsicht. Die meisten Präparate seien ohnehin wirkungslos, sofern man sich ausgewogen ernähre.

27.3.2020, 14:35 Uhr – Viele Firmen zahlen keine Miete mehr

Der Sportartikelhersteller Adidas, die Schuhkette Deichmann und viele andere Firmen zahlen für ihre wegen der Corona-Krise geschlossenen Shops von April an keine Miete mehr. Zumindest in Deutschland müssen die Firmen vorerst keine Konsequenzen fürchten: Ein Notgesetz regelt, dass den Mietern wegen durch die Corona-Krise entstandenen Zahlungsrückständen nicht gekündigt werden darf.

27.3.2020, 14:26 Uhr – Auch britischer Gesundheitsminister infiziert

Nach dem britischen Premierminister Boris Johnson ist auch Gesundheitsminister Matt Hancock positiv auf das Coronavirus getestet worden. Das teilte Hancock auf Twitter mit. Auch er habe nur milde Symptome. Beide begaben sich in häusliche Isolation und kündigten an, aus dem Homeoffice zu arbeiten.

27.3.2020, 14:15 Uhr – Papst spricht "Urbi et Orbi" in Rom

Papst Franziskus spricht heute um 18 Uhr den Segen „Urbi et Orbi“ - auf dem menschenleeren Petersplatz in Rom. Franziskus will für ein schnelles Ende der Corona-Pandemie beten. Normalerweise wird der Segen für die Stadt Rom und den Erdkreis nur an Weihnachten und Ostern sowie nach einer Papstwahl gesprochen. Unter anderem auf Phoenix wird die Ansprache Ereignis live gestreamt.

27.3.2020, 13:30 Uhr – Ministerium gibt Tipps zu Müllentsorgung bei Verdachtsfällen

Das Bundesumweltministerium fordert Haushalte mit infizierten Menschen oder Verdachtsfällen zu einem anderen Umgang mit der Müll-Entsorgung auf. Sie sollen auf das übliche Sortieren verzichten, heißt es in einer Mitteilung von Ministerin Svenja Schulze (SPD). Bio- und Verpackungsmüll sowie Altpapier gehörten in stabile und zugeknotete Tüten, die in die Restmülltonne entsorgt werden müssten. Die betreffenden Haushalte sollen für die Dauer der Quarantäne außerdem kein Altglas, Pfandflaschen, Elektromüll oder Batterien außer Haus geben.

Für alle anderen Haushalte sei Mülltrennung nun „wichtiger denn je“. Es kommt auf alle an, „damit die Restabfalltonnen nicht überquellen und Hygieneregeln eingehalten werden“, teilte das Umweltministerium mit. „Umso wichtiger sind während der Coronavirus-Pandemie die Abfallvermeidung und die richtige Abfalltrennung.“

27.3.2020, 12:22 Uhr – „Rammstein“-Sänger mit Covid-19 auf Intensivstation, Boris Johnson positiv getestet

Keine Coronavirus-Infektion Rammstein-Sänger Till Lindemann lag auf Intensivstation

Rammstein-Frontmann Till Lindemann wurde im Krankenhaus behandelt. Sein Zustand war so ernst, dass er eine Nacht auf der Intensivstation verbringen musste. Nach einem anfänglichen Verdacht auf eine Coronavirus-Infektion fiel der Test jedoch negativ aus.  mehr...

„Rammstein“-Sänger Till Lindemann soll nach Medienberichten auf der Intensivstation liegen. Die Bild-Zeitung schreibt, Lindemann habe sich mit dem Coronavirus infiziert und soll zeitweise in Lebensgefahr geschwebt haben.

Nach dem britischen Thronfolger Prinz Charles hat sich unterdessen auch Großbritanniens Premierminister Boris Johnson mit dem Coronavirus infiziert. Johnson teilte das per Twitter mit. Er habe am Donnerstag leichte Symptome gezeigt und sich daraufhin testen lassen. „Ich bin positiv auf das Coronavirus getestet worden. Ich isoliere mich jetzt selbst, aber ich werde weiterhin die Reaktion der Regierung per Videokonferenz anführen, während wir dieses Virus bekämpfen“, sagte Johnson in seiner Videobotschaft.

Over the last 24 hours I have developed mild symptoms and tested positive for coronavirus. I am now self-isolating, but I will continue to lead the government’s response via video-conference as we fight this virus. Together we will beat this. #StayHomeSaveLives https://t.co/9Te6aFP0Ri

27.3.2020, 11:18 Uhr – Abitur in Nordrhein-Westfalen wird verschoben

Die 88.000 Abiturienten in Nordrhein-Westfalen bekommen mehr Zeit, sich auf ihre Abschlussprüfungen vorzubereiten. Die Hauptprüfungen sollen erst am 12. Mai beginnen – drei Wochen nach dem ursprünglich angesetzten Termin, teilte Nordrhein-Westfalens Bildungsministerin Yvonne Gebauer (FDP) mit. Letzter Prüfungstermin sei Montag, der 25. Mai. Allerdings müsse auch der Brückentag nach Christi Himmelfahrt für die Prüfungen genutzt werden, hieß es weiter. „Die Prüfungen werden selbstverständlich unter besonderer Berücksichtigung des Infektionsschutzes stattfinden. Die Gesundheit unserer Lehrkräfte, Schülerinnen und Schüler hat für uns oberste Priorität.“

27.3.2020, 11:13 Uhr – Jüngstes Corona-Opfer in Frakreich 16 Jahre alt

In Frankreich ist eine 16 Jahre alte Schülerin aus dem Département Essonne südlich von Paris an den Folgen des Coronavirus gestorben. Sie ist damit das Jüngste Opfer der Pandemie. Julie sei am Montag in das Krankenhaus Necker in Paris eingeliefert worden und am Dienstagabend an den Folgen der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Ihre ältere Schwester Manon sagte, Covid-19 sei nicht länger als Krankheit anzusehen, „die nur die Älteren trifft. Niemand ist für das mutierte Virus unbesiegbar.“ Laut ihrer Schwester habe Julie keine Vorerkrankungen gehabt. Vergangene Woche habe sie einen „leichten Husten“ bekommen, der sich am Wochenende verschlimmert habe. Ein Arzt sei gerufen worden, von da an sei die Krankheit mit gewaltigen Tempo vorangeschritten.

27.3.2020, 10:49 Uhr – Studie: Ohne Gegenmaßnahmen weltweit 40 Millionen Tote

Das Imperial College in London hat in einer Studie ausgerechnet, dass es weltweit bis zu 40 Millionen Tote durch die Coronavirus-Pandemie hätte geben können, wenn es keine Gegenmaßnahmen gegeben hätte. Die Forscher spielten dabei mehrere Szenarien durch. Im schlimmsten Fall hätten sich ohne die Gegenmaßnahmen sieben Milliarden Menschen innerhalb dieses Jahres mit dem Erreger Sars-CoV-2 infiziert – also beinahe die ganze Menschheit. Deswegen fordern die forscher weltweit so frühe Gegenmaßnahmen zur Unterdrückung der Pandemie, wie sie in vielen Ländern schon ergriffen wurden.

27.2.2020, 10:36 Uhr – Azubi-Prüfungen bundesweit verschoben

Die Industrie- und Handelskammern haben beschlossen, weitere geplante Abschluss- und Weiterbildungsprüfungen nach hinten zu verschieben. Das betrifft nach Angaben der IHK Pfalz bundesweit 210.000 Prüflinge. Nordrhein-Westfalen hat zudem die Abschlussprüfungen an den Schulen verschoben. Sie sollen drei Wochen später als geplant, also erst am 12. Mai beginnen. Betroffen sind die Abiprüfungen an Gymnasien, Gesamtschulen, Weiterbildungskollegs und Waldorfschulen sowie an den Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs.

27.3.2020, 10:12 Uhr – Erste US-Soldaten in Rheinland-Pfalz haben Covid-19

Auf dem US-Luftwaffenstützpunkt Spangdahlem gibt es die ersten Fälle von Covid-19. Bei zwei amerikanischen Luftwaffenangehörigen sei das Coronavirus nachgewiesen worden, teilte die Air Base im Eifelkreis Bitburg-Prüm mit. Die Männer, ihre Angehörigen und alle, die mit ihnen Kontakt hatten, seien jetzt für 14 Tage in Quarantäne.

Die Air Base Ramstein bei Kaiserslautern meldete sogar fünf bestätigte Fälle. Es handele sich dabei um Personen, die auf dem Luftwaffenstützpunkt wohnen oder arbeiteten, darunter sei auch ein Soldat.

27.3.2020, 7:56 Uhr – Trump lobt Chinas Kampf gegen das Corona-Virus

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping haben wegen der Corona-Pandemie telefoniert. Xi warb in dem Gespräch für bessere bilaterale Beziehungen mit den USA. Die einzig richtige Entscheidung sei es, dass beide Länder zusammenarbeiten, sagte Xi laut chinesischem Außenministerium. China sei bereit, die USA im Umgang mit dem Coronavirus zu unterstützen. Trump twitterte nach dem Gespräch, er habe mit Xi „detailliert“ über den Virus-Ausbruch gesprochen. „China hat viel durchgemacht und ein starkes Wissen über das Virus entwickelt. Wir arbeiten eng zusammen. Viel Respekt!“

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27.3.2020, 7:00 Uhr – Europol: Mehr Verbrechen in Zusammenhang mit Corona-Pandemie

Europol sieht in der Corona-Pandemie eine schnelle Zunahme von Verbrechen. Kriminelle und organisierte Banden hätten ihre Methoden sehr schnell angepasst und profitierten von der Krise, warnt die europäische Polizeibehörde. Ermittler haben demnach mehr Fälle von Cybercrime, Betrug, Diebstahl und Fälschungen festgestellt. Vor allem der Verkauf von gefälschten Schutzartikeln und Medikamenten sei um ein Vielfaches gestiegen seit Ausbruch der Krise, heißt es in dem Bericht. Fälscher würden den Mangel von etwa Schutzmasken oder Desinfektionsgels ausnutzen.

27.3.2020, 6:49 Uhr – Australien stellt Einreisende in Hotels unter Quarantäne

Australien verschärft die Einreisekontrollen weiter. Ab Samstag kommen alle Menschen, die nach Australien einreisen, für zwei Wochen in Quarantäne in Hotels. Das kündigte Premierminister Scott Morrison an. Bisher sollten Reisende nach ihrer Einreise in Australien zwei Wochen in häuslicher Quarantäne verbringen. Es gab aber Berichte, dass sich nicht alle daran halten. Einreisen dürfen in Australien seit vergangener Woche nur noch Staatsbürger und Ausländer mit dauerhaftem Wohnrecht in Australien.

27. März 2020, 5:00 Uhr – Bund und Länder wollen Corona-Tests deutlich aufstocken

Bund und Länder wollen einem Medienbericht zufolge die den Tests auf das Corona-Virus die Kapazitäten deutlich erhöhen. Die Bild-Zeitung beruft sich auf ein internes Beschlussprotokoll einer Telefonkonferenz zwischen Kanzleramtschef Helge Braun und den Chefs der Staatskanzleien der Länder. Darin heiße es: „Bund und Länder stimmen darüberein, die Kapazitäten zur Testung auf das neue Corona-Virus deutlich zu erhöhen.“

27. März 2020, 3:14 Uhr – USA haben mehr Corona-Infizierte als jedes andere Land

Die USA haben nach Angaben der Johns-Hopkins-Universität inzwischen mehr bekannte Coronavirus-Infektionen als jedes andere Land. In den USA gibt es demnach inzwischen mehr als 82.000 bestätigte Fälle, in China sind es rund 81.800 und in Italien mehr als 80.000. US-Präsident Donald Trump sagte, die hohe Zahl liege daran, dass im Land so viele Tests durchgeführt würden. In den USA starben bisher mindestens 1.178 Menschen an der durch das Virus ausgelösten Krankheit Covid-19. Sie grassiert derzeit vor allem in der Metropole New York. Als nächster Brennpunkt gilt unter Experten New Orleans im Bundesstaat Louisiana, wo Karnevalsfeiern die Verbreitung beschleunigt haben sollen.

26.3.2020, 23:17 Uhr – Merkel: "Noch zu früh, um Maßnahmen zu lockern"

CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer hat Maßnahmen genannt, mit denen die Beschränkungen wegen des Coronavirus möglicherweise beendet werden könnten. Sie sagte der Zeitung Die Welt, vieles deute darauf hin, dass die Isolation von Risiko-Gruppen, flächendeckende Tests und die Auswertung von Daten helfen könnten, die Einschränkungen schrittweise wieder aufzuheben.

Bundeskanzlerin Merkel hält es für zu früh, über eine Lockerung zu sprechen. Es gebe immer noch einen Anstieg der Neuinfektionen, sagte Merkel in einer im Internet übertragenen Pressekonferenz. Sie müsse deshalb die „Menschen in Deutschland wirklich um Geduld bitten“. Ziel müsse es sein, die Gesundheitssysteme nicht zu überlasten. Angesichts einer Inkubationszeit von bis zu 14 Tagen könne noch nicht bewertet werden, ob die bisherigen Maßnahmen gewirkt hätten, sagte sie.

26.3.2020, 23:03 Uhr – EU-Staaten einigen sich auf weiteres Vorgehen

Die Staatschefs der 27 EU-Staaten haben sich bei ihrer Videokonferenz darauf geeinigt, innerhalb der nächsten zwei Wochen gemeinsame finanzpolitische Maßnahmen wegen der Corona-Krise ausarbeiten. Italien hatte zuvor eine bereits vorab ausgehandelte Gipfelerklärung abgelehnt und bessere finanzielle Instrumente gefordert. Zudem hat das EU-Parlament mehreren Notfallmaßnahmen zur finanziellen Unterstützung der von dem Coronavirus stark getroffenen EU-Staaten zugestimmt. Die Europa-Abgeordneten gaben unter anderem grünes Licht für eine Vorlage, die Gelder aus dem EU-Strukturfonds freigeben soll. Diese müssten nicht wie sonst in den Haushalt der EU zurückgezahlt werden. Außerdem stimmten die Europa-Politiker dafür, dass auch bei Gesundheitskrisen auf den EU-Solidaritätsfonds zugegriffen werden kann.

26.3.2020, 18:47 Uhr – Italien meldet starken Anstieg der Corona-Infektionen und Toten

In Italien steigt die Zahl der Corona-Infizierten weiter stark an. Mehr als 80.000 Menschen haben sich mittlerweile mit dem Virus infiziert, das sind 6.000 mehr als gestern. Die Zahl der Toten ist innerhalb 24 Stunden um mehr als 600 auf über 8.100 gestiegen. Der Regionalpräsident der besonders betroffenen Lombardei sagte zu den Zahlen, sie würden ihm Sorge bereiten. Die Ausgangssperren in großen Teilen Italiens zeigen bisher nicht die erhoffte Wirkung.

26.3.2020, 17:26 Uhr – Spahn sieht „Ruhe vor dem Sturm“

Bundesgesundheitsminister Spahn geht davon aus, dass in der aktuellen Krise die Belastungen für Ärzte und Pfleger noch zunehmen werden. Er bezeichnete die derzeitige Phase als Ruhe vor dem Sturm. Spahn will die Ausbreitung des Virus weiter unterbinden und die Kapazitäten der Krankenhäuser erhöhen. Spahn berichtete auch, dass in der Politik bereits Konzepte für die Zeit nach den Schließungen und Kontaktsperren erarbeitet würden. Im Gespräch seien weiter die Ortung von Handydaten und der Schutz besonders gefährdeter Gruppen.

26.3.2020,17:04 Uhr – G20-Staaten: Mit fünf Billionen Dollar Wirtschaft stützen

Die G20-Staaten haben bei einer Video-Konferenz verabredet, gemeinsam gegen die Folgen der Krise vorzugehen. Die Staaten wollen insgesamt fünf Billionen Dollar investieren, um die Weltwirtschaft zu stützen.

26.3.2020, 16:30 Uhr – Länder bekommen 100 Millionen Euro aus Digitalpakt für die Schule

Die Bundesländer bekommen kurzfristig 100 Millionen Euro, um Online-Plattformen für Schülerinnen und Schüler auf- und auszubauen. Damit könnten die Länder in Zeiten geschlossener Schulen unter anderem den digitalen Unterricht ausweiten, teilten die Kultusministerkonferenz und das Bundesbildungsministerium mit. Das Geld stammt aus dem Digitalpakt Schule, der ein Volumen von fünf Milliarden Euro hat.

26.3.2020, 15:30 Uhr – Spanien fällt beim Kauf von Corona-Schnelltest offenbar auf Betrüger rein

Spanien ist beim Kauf von hunderttausenden Coronavirus-Schnelltests in China offenbar auf Betrüger reingefallen. Nach Angaben des spanischen Gesundheitsministeriums funktionieren die Tests nicht zuverlässig. Die chinesische Botschaft in Madrid erklärt, Spanien habe die Schnelltests bei einer Firma ohne entsprechende Lizenz gekauft. Das Unternehmen namens „Shenzen Bioeasy Biotechnology“ stehe nicht auf der Liste der Pharmafirmen, die China für Coronatests empfiehlt. Spanien hat laut Gesundheitsministerium über einen spanischen Zwischenhändler 340.000 Schnelltests der Firma bestellt. Sie sollen innerhalb von 15 Minuten ein Ergebnis liefern. Unklar ist, um welche Summen es geht.

26.3.2020, 14:41 Uhr – Klöckner: Hamsterkäufe lassen nach

Laut Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner (CDU) flauen die Hamsterkäufe in deutschen Supermärkten langsam wieder ab. Der Run auf stark nachgefragte Lebensmittel wie zum Beispiel Nudeln, Mehl und passierte Tomaten etwas nachlasse. Außerdem sagte Klöckner: „Ich glaube, dass irgendwann unser Grundbedarf an Toilettenpapier in jedem Haushalt hoffentlich gedeckt ist für die nächste Zeit.“ Die Ministerin rief noch einmal dazu auf, nur das zu kaufen, was man wirklich brauche. „Es gibt keinen Grund, Lebensmittel zu horten“. In Deutschland würden genug Grundnahrungsmittel erzeugt und verarbeitet. Zu oft wanderten bei übertriebener Hortung Lebensmittel vom Aufbewahrungsschrank in die Tonne, so Klöckner.

26.3.2020, 14:32 Uhr – Über Hundertjähriger nach Corona-Infektion aus Krankenhaus entlassen

In Italien ist ein über Hundertjähriger nach einer überstandenen Corona-Infektion aus dem Krankenhaus entlassen worden. Der 1919 geborene Mann lag bis Mittwochabend in einer Klinik in Rimini, bestätigte Vize-Bürgermeisterin Gloria Lisi. „In der jetzigen Zeit ist es immer gut, ein bisschen Hoffnung zu geben“, sagte die Politikerin. Italien ist mit mehr als 7500 Todesfällen durch das Coronavirus Land in Europa, das von der Pandemie am härtesten getroffene ist. Die Sterblichkeitsrate ist unter über 80-Jährigen besonders hoch. Insgesamt gibt es in Italien fast 75.000 Infektionsfälle.

26.3.2020, 13:45 Uhr – Skurriler Polizeieinsatz in Bergneustadt

Die Panik, zu wenig Klopapier zuhause zu haben, führt zu immer absurderen Polizei-Einsätzen. In Bergneustadt im Oberbergischen Kreis hat eine Frau im Streit eine Supermarktkasse komplett lahmgelegt. Die 54-Jährige wollte laut Polizei mehrere Pakete Klopapier kaufen. Der Hinweis, doch bitte nur eins zu nehmen und die anderen wieder weg zu legen, gefiel ihr offenbar nicht: Sie habe sich zum Protest auf das Kassenband gesetzt. Daraufhin kam die Polizei, die die Frau dem Bericht zufolge schließlich in Handschellen aus dem Supermarkt transportierte. Sie habe sich brüllend auf den Boden geworfen, die Polizisten hätten sie zum Streifenwagen tragen müssen. Als die Frau sich auf der Wache wieder beruhigt hatte, habe man sie gehen lassen – allerdings ohne Klopapier. Die Polizei schreibt, Zitat: „Zu einem Kaufvorgang ist es in Folge der Randale nicht gekommen.“

26.3.2020, 11:13 Uhr – Lob für Hilfsbereitschaft in Baden-Württemberg

Das baden-württembergische Sozialministerium lobt die Welle der Hilfsbereitschaft, die durchs Land geht. Staatssekretärin Bärbl Mielich (Grüne) sagte, es zeige sich wieder einmal, dass Baden-Württemberg zusammenhalte. Beispiele seien Menschen, die für andere einkaufen gehen, den Müll wegbringen, Regale im Supermarkt auffüllen und mit dem Hund der Nachbarin rausgehen. Schüler rufen bei Senioren an, damit diese sich nicht einsam fühlen; Kinder malen Bilder für Bewohner im Altenheim. So solle es weitergehen: „Wir wissen noch nicht, wie lange dieser Zustand dauern wird. Ich bitte deswegen alle, auch in den nächsten Wochen zu helfen und am Ball zu bleiben“, sagte Mielich.

26.3.2020, 10:48 Uhr – Ausstieg aus Einschränkungen in Stufen

Die Einschränkungen des öffentlichen Lebens sollten zu einem geeigneten Zeitpunkt stufenweise wieder aufgehoben werden, meint der Virologe Christian Drosten. „Natürlich muss man da raus“, die Frage sei nur wann. Es müsse geklärt werden, wo und für wen dies zuerst gelten solle. Hier sei die Wissenschaft gefragt, es brauche Modellvorhersagen.Risikogruppen wie ältere Menschen einfach zu isolieren, funktioniere aber nicht.

26.3.2020 – 9:38 Uhr – 60 Prozent weniger Flugverkehr in Europa

In Europa sind in dieser Woche im Jahresvergleich 60 Prozent weniger Flugzeuge unterwegs gewesen. Das hat der Anbieter von Luftfahrt-Daten OAG mitgeteilt. Das seien 92.000 Flüge weniger als in der gleichen Woche im Jahr zuvor.

26.3.2020, 7:55 Uhr – 700 Prozent mehr Klopapier verkauft

Es ist so etwas, wie das Symbol der Corona-Krise: Klopapier. In vielen Ländern stieg die Nachfrage nach Toilettenpapier rasant an, Hamsterkäufe sorgten für leere Regale – auch in Deutschland. Von Februar zu März sei eine Steigerung um 700 Prozent zu verzeichnen, sagte der Sprecher des Bundesverbands des Deutschen Lebensmittelhandels, Christian Böttcher, ohne genaue Zahlen. Das Klopapier nehme beim Kaufverhalten der Deutschen eine Sonderrolle ein, so Böttcher. Wegen der Angst, man dürfe irgendwann nicht mehr das Haus verlassen, werde gebunkert. Es sei paradox: „Einige wissen nicht, wohin damit. Andere haben zu wenig.“

26.3.200, 5:44 Uhr – Spahn verspricht Konzept um den Krisenmodus zu verlassen

Gesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will bis Ostern ein Konzept vorlegen, wie das öffentliche Leben in Deutschland zumindest teilweise wiederhergestellt werden kann. Das sagte er der Wochenzeitung Die Zeit und sprach von einer sorgfältigen Balance zwischen Eigenverantwortung und staatlicher Kontrolle. Eine Möglichkeit sei, dass über Wochen bestimmte Ausgangsbeschränkungen immer wieder zeitlich und regional begrenzt gelten. Zuletzt hatte auch der Bundesverband mittelständische Wirtschaft eine „Exit-Strategie“ gefordert. Dazu müsse jetzt die Arbeitsfähigkeit der Unternehmen gestärkt werden, sonst drohten nachhaltige Wohlstandsverluste. In Deutschland sind nach Angaben der Gesundheitsbehörden der Länder knapp 37.000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

25.3.200, 21:52 Uhr – Frankreich setzt Militär ein

Der französische Staatspräsident Emmanuel Macron setzt das Militär im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie im Land ein. Mit der Operation „Résilience“ sollten Hubschrauber eingesetzt werden, um Patienten in den französischen Überseegebieten in der Karibik, in Südamerika und im Indischen Ozean zu transportieren. Frankreich sei „im Krieg“ mit dem Virus, bekräftigte Macron. Das Land stehe erst am Anfang. „Aber wir werden das durchstehen, weil wir nicht aufgeben werden, weil wir stark sind.“

25.3.2020, 20:33 Uhr – Krankenwagen in Spanien mit Steinen beworfen

Mehrere Krankenwagen mit insgesamt 28 älteren Corona-Patienten sind in Spanien mit Steinen beworfen worden. Die Attacke habe sich bereits am Dienstag in La Línea de la Concepción im Süden des Landes ereignet, berichtete die spanische Polizei. So sollte verhindert werden, dass die Infizierten, die aus einer anderen Gemeinde stammen, in ein Heim der andalusischen Stadt verlegt und dort unter Quarantäne gesetzt werden. Die Protestler hätten auch versucht, die Krankenwagenkolonne mit einem auf der Straße quergestellten Fahrzeug und Barrikaden an der Weiterfahrt zu hindern.

25.3.2020, 20:29 Uhr – Klopapier-Knappheit hat Folgen für Kanalisation

Wegen der Klopapier-Hamsterkäufe behelfen sich immer mehr Menschen mit Alternativen wie Küchenkrepp und Feuchttüchern – und sorgen damit für Ärger bei den Klärwerken. Denn Zeitungspapier, Küchenkrepp oder Feuchttücher, auf denen „spülbar“ draufstehe, hätten nichts in der Toilette zu suchen, so Maximiliane Kühl von den Klärwerken in Stuttgart. Im schlimmsten Fall werde die Toilette verstopft oder der Keller überschwemmt. Schafften sie es in die Kanalisation, hätten die Wasserentsorger das Problem. Und dieses werde immer größer, denn im Gegensatz zu trockenem Toilettenpapier würden sich beispielsweise Feuchttücher nicht auflösen, sondern verknoten, erklärte Kühl.

25.3.2020, 19:27 Uhr – WHO: Maßnahmen nicht zu früh aufheben

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat eindringlich davon gewarnt, die Maßnahmen zur Eindämmung des Coronavirus zu früh wieder aufzuheben. „Das letzte, was Länder nun brauchen, ist, dass Schulen und Unternehmen öffnen, nur um dann wegen eines Wiederauflebens (des Virus) erneut zur Schließung gezwungen zu werden“, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Der weitgehende Stillstand von Wirtschaft und Gesellschaft gebe Ländern ein Zeitfenster, sich besser auf die Bewältigung der Krise vorzubereiten, sagte Tedros.

25.3.2020, 17:37 Uhr – Hilfen für Eltern beschlossen

Eltern erhalten vom Staat 67 Prozent ihres Lohns, wenn sie Kinder unter zwölf Jahren wegen geschlossener Kitas und Schulen zu Hause betreuen müssen. Das und weitere Regelungen hat der Bundestag beschlossen.

25.3.2020, 16:56 Uhr – Zweiter Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Auch das Ergebnis des zweiten Tests auf das neue Coronavirus bei Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) ist negativ. Ein Regierungssprecher sagte, die Kanzlerin „arbeitet weiterhin aus der häuslichen Quarantäne und wird sich Anfang der kommenden Woche erneut testen lassen.“ Merkel war vergangene Woche zu einer Impfung bei einem Arzt, der wenig später positiv getestet wurde.

25.3.2020, 15:08 Uhr – Bundesregierung darf 156 Milliarden Euro neue Schulden machen

Der Bundestag hat mit großer Mehrheit einen Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Corona-Hilfspakete beschlossen. Vorgesehen sind darin neue Schulden in Höhe von 156 Milliarden Euro. Die Abgeordneten der AfD haben sich bei der Abstimmung enthalten, alle anderen Fraktionen haben zugestimmt. Der Nachtragshaushalt soll die Unterstützung von Unternehmen und Bürgern finanzieren und die zu erwartenden Steuerausfälle kompensieren. Der Bundesrat muss am Freitag noch zustimmen.

25.3.2020, 14:39 Uhr – Abitur-Prüfungen finden wie geplant statt

Die Abiturprüfungen in Deutschland sollen wie geplant stattfinden. Das hat die Kultusministerkonferenz der Länder beschlossen. Die Schüler sollen dabei keine Nachteile aus der Corona-Ausnahmesituation haben. Die Prüfungen finden demnach bis Ende des Schuljahres statt, wenn dies aus Infektionsschutzgründen zulässig ist. Es kann aber auch Nachholtermine geben.

25.3.2020, 13:03 Uhr – Südpfalz-Kommunen beantragen Bundeswehr-Hilfe

In der Corona-Krise bitten die pfälzischen Kreise Germersheim und Südliche Weinstraße sowie die Stadt Landau die Bundeswehr um Unterstützung. Sie soll dabei helfen, in Bad Bergzabern eine zusätzliche Intensivstation in leerstehenden Teilen eines Krankenhauses aufzubauen. Wegen der Nähe zum französischen Risikogebiet rechnen die pfälzischen Behörden damit, dass sich das Virus verstärkt ausbreitet.

25.3.2020, 12:37 Uhr – Saisonarbeiter dürfen nicht mehr einreisen

Das Bundesinnenministerium hat ein Einreiseverbot für Saisonarbeiter angeordnet. Erntehelfern und anderen Saison-Arbeitskräften werde ab heute Nachmittag die Einreise nach Deutschland verweigert, sagte ein Sprecher. Die Regelung gelte für die Einreise aus allen Drittstaaten und aus den meisten EU-Staaten - man wolle so Infektionsketten unterbrechen. Bauernpräsident Rukwied sagte, das Einreiseverbot treffe die Betriebe in der jetzigen Phase sehr hart, der Stopp müsse so kurz wie möglich gehalten werden.

25.3.2020, 11:49 Uhr: Prinz Charles positiv auf Coronavirus getestet

Prinz Charles hat sich mit dem Coronavirus infiziert. Das hat Charles Büro Clarence House mitgeteilt. Es gehe ihm den Umständen entsprechend gut, er habe nur leichte Symptome der Lungenkrankheit Covid-19. Der 71-Jährige sei in Selbstisolation auf einem königlichen Anwesen in Schottland. Seine Frau Herzogin Camilla sei negativ getestet worden.

25.3.2020, 11:48 Uhr: Spanien meldet mehr Tote als China

In Spanien sterben immer mehr Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem Coronavirus. Die Zahlen seien mittlerweile so hoch, dass es in Spanien mehr Corona-Tote gebe als in China, teilte das Gesundheitsministerium in Madrid mit. In Spanien seien seit Beginn der Corona-Krise mehr als 3.400 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben – in China mehr als 3.100. Nach Italien ist Spanien das am stärksten vom Corona-Virus betroffene Land in Europa.

25.3.2020, 10:19 Uhr: Bundesrat ohne Einwände gegen Nachtragshaushalt

Unterstützung in der Corona-Krise So können Unternehmen & Selbstständige Hilfe beantragen

Wegen der Corona-Epidemie haben Restaurants, Bars und viele andere Geschäfte geschlossen. So geraten immer mehr Selbstständige und kleine Unternehmen in finanzielle Not. Auch Kurzarbeiter sind betroffen. Informationen zu finanziellen Hilfen und wie man sie beantragen kann.  mehr...

Der Bundesrat erhebt keine Einwände gegen den von der Bundesregierung geplanten Nachtragshaushalt zur Finanzierung der Corona-Hilfspakete. Die Länderkammer stimmte in einer Sondersitzung dafür, eine entsprechende Stellungnahme zum Gesetzentwurf sofort dem Bundestag zuzuleiten. Die Sitzung dauerte nur wenige Minuten, es gab keine Wortmeldungen. Der Bundestag will den Nachtragshaushalt noch heute verabschieden. Die Länderkammer stimmt dann in einer weiteren Sondersitzung am Freitag abschließend über den Gesetzesbeschluss zum Nachtragshaushalt ab.

23.3.2020, 8:56 Uhr: Rund 31.500 Infizierte und 149 Tote

Das Robert-Koch-Institut (RKI) hat die Zahl der in Deutschland mit dem Coronavirus infizierten Menschen mit 31.554 angegeben - ein Plus von 4118 seit Dienstag. Die Johns-Hopkins-Universität (JHU) in den USA meldete 32.991 Infizierte. Das RKI, das nur die elektronisch übermittelten Zahlen aus den Bundesländern berücksichtigt und seine Aufstellung einmal täglich aktualisiert, registrierte bislang 149 Todesfälle, die JHU 159 Tote.

Panikfrei informiert Corona-Karten: Wie viele sind infiziert, wie viele wieder gesund?

Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

25.3.2020, 6:34 Uhr: Einigung auf Hilfspaket für US-Wirtschaft

Die US-Regierung hat sich nach eigenen Angaben mit den Senatoren auf ein Hilfspaket zur Abfederung der wirtschaftlichen Folgen der Coronavirus-Pandemie geeinigt. „Wir haben ein Abkommen“, sagte Präsidialamtssprecher Eric Ueland. Verhandelt wurde seit Tagen über ein Paket, das einen Umfang von zwei Billionen Dollar haben könnte. Teil des Pakets sollen unter anderem eine Einmalzahlungen von 1.200 Dollar an die meisten Amerikaner, eine Ausweitung des Arbeitslosengelds und einem 367 Milliarden schweren Programm zur Unterstützung von Kleinunternehmen sein. Auch die Krankenhäuser sollen Geld bekommen.

25.3.2020, 6:23 Uhr: Brasilien-Präsident Bolsonaro hält Sorge über Coronavirus für übertrieben

Der brasilianische Präsident Bolsonaro hat das Coronavirus erneut verharmlost und die Ausgangsbeschränkungen kritisiert. In einer Fernsehansprache hat er die Medien beschuldigt, ein Gefühl der Angst zu verbreiten. Das Virus werde schon in Kürze wieder aus dem Land verschwunden sein, so Bolsonaro. In Brasilien sind bislang 2.200 Menschen mit dem Coronavirus infiziert.

25.3.2020, 5:35 Uhr: Kultusminister beraten über Prüfungschaos

Die Kultusminister der Länder wollen heute darüber beraten, wie bei den diesjährigen Schul-Abschlussprüfungen vorgegangen wird. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur ist für den Mittag eine Schaltkonferenz geplant. Während Hessen und Rheinland-Pfalz weiter Abiturprüfungen stattfinden lassen, haben andere Länder das Abitur und andere Abschlussprüfungen verschoben. Schleswig-Holstein will die Prüfungen sogar ganz ausfallen lassen. Das Land will, dass die Abiturnoten aus den bisherigen Leistungen gebildet werden.

25.3.2020, 5:02 Uhr: Patientenschützer fordert Corona-Schutzausrüstung für Altenpflege

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz warnt vor katastrophalen Zuständen in der Altenpflege. „Pflegebedürftige, ihre Angehörigen und die Altenpflegekräfte werden von der Politik vergessen“, sagt Stiftungsvorstand Eugen Brysch dem Zeitungen des Redaktionsnetzwerks Deutschland. „Sie sind die Verlierer, wenn es um die Verteilung von Desinfektionsmitteln, Atemschutzmasken, Handschuhen und Schutzbrillen geht“, beklagt Brysch. „Die Bundeskanzlerin, ihr Gesundheitsminister und die Ministerpräsidenten sollten in der Corona-Krise die Altenpflege endlich zur Chefsache machen“, fordert Brysch. Der Staat habe für Verteilungsgerechtigkeit zu sorgen.

25.3.2020, 4:45 Uhr: UN-Generalsekretär fordert Konjunkturpaket „wie zu Kriegszeiten“

UN-Generalsekretär Antonio Guterres fordert ein internationales Konjunkturpaket „wie zu Kriegszeiten“. Er hat sich in einem Brief an die Staats- und Regierungschefs der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer (G20) gewandt.

Guterres regt an, dass der Konjunkturplan einen zweistelligen Prozentsatz der Weltkonjunktur erreicht. Das entspräche mehreren Billionen US-Dollar. Die Umschuldung ärmerer Länder müsse Vorrang haben. Zölle für medizinische Produkte müssten abgeschafft werden. Sollten die G20 nicht handeln, drohe die Pandemie "apokalyptische Ausmaße" anzunehmen, so Guterres.

25.3.2020, 4:07 Uhr: Gewerkschaft fordert Hälfte aller Zugverbindungen zu streichen

Die Lokführergewerkschaft GDL fordert, dass jede zweite Zugverbindung gestrichen wird. GDL-Chef Claus Weselsky begründete das im Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur mit stark gesunkenen Fahrgastzahlen. Die Bahn müsse Personalreserven bilden, um in den nächsten Wochen ein Grundangebot aufrecht erhalten zu können. Das Coronavirus mache auch vor Lokführern und Zugbegleitern nicht Halt. Die Bahn habe viel zu lange an einem hundertprozentigen Angebot festgehalten, kritisierte Weselsky.

25.3.2020, 3:12 Uhr: Arbeitsminister Heil fordert höhere Löhne wegen Corona

Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) hat Lohnerhöhungen für Arbeitnehmer gefordert, die eine besondere Last in der Corona-Krise tragen. Man sehe gerade viele Heldinnen und Helden des Alltags, sagte er den Funke-Medien. Sie hätten nicht nur warme Worte, sondern auch mehr Geld verdient. Kassiererinnen oder Pflegende sollten bereits jetzt höhere Gehälter bekommen. Dies könne man allerdings nicht staatlich verordnen.

25.3.2020, 0:24 Uhr: Sozialversicherung will im Notfall keine Beiträge

Im Fall einer Notlage durch die Corona-Krise müssen Arbeitgeber in Deutschland zunächst keine Sozialversicherungsbeiträge abführen. Wie der GKV-Spitzenverband mitteilte, ist die Stundung zunächst bis Mai möglich. Auch auf Zinsen werde verzichtet.

Turnusgemäß sind die Beiträge für Kranken-, Arbeitslosen-, Renten- und Pflegeversicherung an diesem Freitag fällig. Eingezogen werden sie von der gesetzlichen Krankenversicherung. Es handelt sich um insgesamt rund 40 Milliarden Euro.

25.3.2020, 0:16 Uhr: Dow Jones mit stärkstem Tagesgewinn seit 1933

Der US-Leitindex Dow Jones hat den größten Tagesgewinn seit fast 90 Jahren erzielt. Das Börsenbarometer an der Wall Street in New York kletterte um mehr als elf Prozent auf rund 20.705 Punkte. Damit wurden die heftigen Verluste einer ganzen Handelswoche an nur einem Tag ausgeglichen.

US-Senatoren hatten zuvor erklärt, ein massives Konjunkturpaket gegen die Folgen der Corona-Krise stehe kurz vor der Verabschiedung. Nach Medienberichten sollen mindestens 1,5 Billionen Dollar in die Wirtschaft fließen. Auch der Deutsche Aktienindex Dax schloss am Dienstag mit einem Plus von fast 11 Prozent und notierte bei 9.700,57 Punkten.

24.3.2020, 23:11 Uhr: Bundeswehrsoldaten unterstützen Klinikpersonal

In Baden-Württemberg unterstützen seit Dienstag Soldaten Krankenhäuser in der Corona-Krise. Je sieben Sanitätssoldaten würden in Krankenhäusern in Freiburg und Titisee-Neustadt eingewiesen, sagte ein Sprecher des Landeskommandos Baden-Württemberg. Es handelt sich um ausgebildete Notfallsanitäter und Rettungsassistenten. Sie sollen dann bei der Versorgung von Patienten helfen, die beatmet werden müssen.

24.3.2020, 22:05 Uhr Warnung vor angeblichen Wundermitteln im Internet

EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen hat noch einmal vor Internet-Betrügern und angeblichen Wundermitteln gegen das Coronavirus gewarnt. Kriminelle nutzten die Sorge vor einer Ansteckung mit dem Krankheitserreger, sagte sie in Brüssel. Die Zahl von Anbietern falscher Arzneien, Sprays und Ähnlichem habe zugenommen. Bürgerinnen und Bürger sollten sich immer vergewissern, ob Betreiber einer Internetseite wirklich seriös seien.

24.3.2020, 21:40 Uhr: Spanien bittet Nato um Hilfe

Wegen der Corona-Krise hat Spaniens Militär die Nato um Hilfe gebeten. Das Bündnis teilte mit, Spanien hätte nach rund 500.000 Test-Kits, 500 Beatmungsgeräte sowie 1,5 Millionen OP-Masken und 450.000 Atemschutzmasken gefragt.

Spanien ist nach Italien das am stärksten von der Coronavirus-Pandemie betroffene Land in Europa. Die Regierung will die landesweite Ausgangssperre bis zum 11. April verlängern. Das Parlament muss noch zustimmen.

24.3.2020, 20:15 Uhr: Schäuble ruft zu Solidarität auf

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble hat im Tagesthemen-Interview zu Solidarität aufgerufen. Die Corona-Krise sei eine gesamtgesellschaftliche Herausforderung, sagte er. "Alle müssen mitmachen." Die große Mehrzahl der Bevölkerung verstehe die Notwendigkeit der Einschränkungen. Es gebe "ganz neue Formen von spontaner Solidarität und Hilfsbereitschaft".

24.3.2020, 19:05 Uhr: Trump will Einschränkungen schnell wieder lockern

US-Präsident Donald Trump will die Einschränkungen in den USA möglichst noch vor Ostern lockern. Zudem warnte er vor einer Zerstörung der US-Wirtschaft durch die strikten Coronavirus-Maßnahmen. "Man kann ein Land zerstören, indem man es dicht macht", sagte Trump dem Nachrichtensender Fox News. Durch eine "massive Rezession oder Depression" drohten mehr Menschen zu sterben als durch die Grippe.

24.3.2020, 17:51 Uhr: 350 Verstöße in Baden-Württemberg

Die Polizei in Baden-Württemberg hat bei Kontrollen im Kampf gegen das Corona-Virus gestern knapp 350 Verstöße gegen das Bundesinfektionsschutzgesetzes festgestellt. Mehr als 90 Strafverfahren und rund 250 Verfahren wegen Ordnungswidrigkeiten wurden eingeleitet. Innenminister Thomas Strobl (CDU) sagte in Stuttgart, die Menschen im Land zeigten überwiegend Verständnis für die notwendigen Maßnahmen und hielten sich auch daran. In Rheinland-Pfalz befolgen die Bürger nach Angaben des Innenministeriums in Mainz weitgehend das Kontaktverbot. Von Auffälligkeiten habe man bislang nichts gehört.

24.3.2020, 16:46 Uhr: DFL empfiehlt Bundesliga-Pause bis zu 30. April

Die Spiele in der Fußball-Bundesliga und der 2. Bundesliga sollen vorerst bis zum 30. April ausgesetzt bleiben. Diese Empfehlung hat das Präsidium der Deutschland Fußball Liga (DFL) gegeben. Einen entsprechenden Beschluss soll es höchstwahrscheinlich in der Mitgliederversammlung der 36 Profivereine in der kommenden Woche geben. Zuvor waren bereits der 26. und 27. Spieltag abgesagt worden.

24.3.2020, 15:24 Uhr: Schleswig-Holstein plant Absage der Abi-Prüfungen

Schleswig-Holsteins Bildungsministerin Karin Prien (CDU) plant eine Absage der Abitur-Prüfungen in ihrem Bundesland. Einen entsprechenden Vorschlag werde sie am Mittwoch im Kabinett vorlegen, sagte Prien. Darin sei auch eine Absage der Prüfungen zum ersten allgemeinbildenden und mittleren Schulabschluss in diesem Jahr vorgesehen.

24.3.2020, 14:31 Uhr: 1.000 Ärzte im Südwesten bieten Hilfe an

In Baden-Württemberg wollen etwa tausend Ärzte, die derzeit nicht medizinisch arbeiten, in der Corona-Krise helfen. Sie seien zurzeit in der Verwaltung oder bei Behörden tätig oder auch im Ruhestand, sagte der Präsident der Landesärztekammer, Wolfgang Miller. Die Mediziner wollten dazu beitragen, die gesundheitliche Versorgung zu stärken. Einige dieser Freiwilligen seien schon zum Einsatz gekommen, die meisten hielten sich jedoch für den Notfall bereit.

24.3.2020, 13:57 Uhr: Olympische Spiele werden verschoben

Die Olympischen Spiele in Tokio werden wegen der Corona-Pandemie ins Jahr 2021 verschoben. Darauf haben sich das Internationale Olympische Komitee und die japanischen Gastgeber geeinigt. Nach IOC-Angaben sollen die Sommerspiele nun auf „ein Datum nach 2020 verlegt werden“, aber nicht später als im Sommer 2021.

24.3.2020, 13:01 Uhr: In Italien schließen Tankstellen

Ab Mittwochabend sollen Tankstellen an italienischen Autobahnen schließen, kündigten Betreiberverbände an. Nach und nach würden andere Tankstellen folgen. Die Verbände argumentieren, es sei unmöglich geworden, den Betrieb aufrecht zu halten, ohne die Gesundheit zu gefährden.

24.3.2020, 12:06 Uhr: Einzelhändler für Sonderzahlungen an Mitarbeiter

Viele Einzelhändler wollen nach Angaben des Branchenverbandes HDE die große Belastung ihrer Mitarbeiter honorieren. Es gehe um Sonderzahlungen auf freiwilliger Basis – zusätzlich zu Löhnen und Gehältern, heißt es in einem Schreiben des Verbandes. Darin wird Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) gebeten, sich für eine Steuerbefreiung der Sonderzahlungen einzusetzen. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) lässt das offenbar bereits prüfen. Bis zu einem bestimmten Rahmen sei das über eine Regelung der Finanzämter voraussichtlich möglich, sagte er bei Bild-TV. Das werde für alle Beschäftigten gelten, nicht nur für einen bestimmten Personenkreis, so Scholz.

24.3.2020, 11:17 Uhr: WHO sieht Europa und USA als Zentrum der Pandemie

Europa und die USA sind nach Ansicht der Weltgesundheitsorganisation (WHO) jetzt das Zentrum der Corona-Pandemie. 85 Prozent der neuen Infektionen in den vergangenen 24 Stunden seinen dort gemeldet worden, sagte eine Sprecherin. In Spanien sind nach Behördenangaben innerhalb eines Tages weitere 500 Menschen durch das Coronavirus gestorben. Insgesamt seien es jetzt rund 2.700. Die Zahl der Infizierten stieg demnach von 33.000 auf rund 39.700.

24.3.2020, 10:51 Uhr: Telefonische Krankschreibungen jetzt für zwei Wochen

Wegen der Zunahme der Coronavirus-Fälle werden die Vorgaben für eine Krankschreibung weiter gelockert. Patientinnen und Patienten mit leichten Erkrankungen der Atemwege können sich ab sofort nach telefonischer Rücksprache mit ihrem Arzt oder ihrer Ärztin für bis zu 14 Tage krankschreiben lassen. Das hat die Kassenärztliche Bundesvereinigung mitgeteilt. Bisher galten solche Bescheinigungen für höchstens sieben Tage.

24.3.2020, 10:46 Uhr: Auch NRW will Patientinnen und Patienten aus Italien helfen

Auch Nordrhein-Westfalen will Covid-19-Erkrankte aus Italien behandeln. Das Land wolle zehn Patienten aufnehmen, sagte Ministerpräsident Armin Laschet (CDU). Demnach will die italienische Luftwaffe den Transport in den kommenden Tagen übernehmen. „Wir brauchen eine grenzenlose Solidarität in Europa“, sagte Laschet.

DIY während Corona Mundschutzmasken selber machen – wie geht's und was bringt's?

Wir sollten den Medizinern und Krankenhäusern nicht die OP-Masken wegkaufen. Das ist wichtig in diesen Tagen. Die Alternative: Masken selbst nähen. Aber wie geht das und was bringt es?  mehr...

24.3.2020, 10:42 Uhr: Millionen von Deutschland bestellte Atemmasken verschwunden

Bei der Lieferung von sechs Millionen Schutzmasken nach Deutschland gegen eine weitere Verbreitung von Coronavirus-Infektionen hat es eine Panne gegeben. Die Masken der Schutzstufe FFP2 seien auf einem Flughafen in Kenia „spurlos verschwunden“, berichtet der Spiegel. Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums sagte, der Vorgang werde untersucht. Der von der Generalzolldirektion geschlossene Liefervertrag habe storniert werden können. Weiter sagte sie, es handele sich um einen Bruchteil des insgesamt bestellten Materials.

24.3.2020, 10:01 Uhr: Özdemir geht davon aus, dass Opposition Hilfspaket unterstützen wird

Der Grünen-Politiker Cem Özdemir rechnet damit, dass die meisten Parteien im Bundestag dem Paket von Hilfs- und Schutzgesetzen zustimmen. Im SWR sagte er: „Alle demokratischen Parteien sind irgendwo mit dabei, insofern ist es ein gemeinsames Paket aller demokratischen Parteien – und es ist der Krise angemessen.“ Er gehe davon aus, dass das Paket schnell beschlossen wird. Alles andere würde niemand im Land verstehen.

Özdemir sei froh, dass er in einer Demokratie lebe: „Bei uns wird die Freiheit eingeschränkt für die Demokratie, um sie auch zu retten, um Menschenleben zu retten. Anderswo werden gerade Freiheitsrechte eingeschränkt, (...) damit ein autoritärer Herrscher seine Macht zementieren kann.“ Özdemir ist selbst mit Corona infiziert und deshalb in häuslicher Quarantäne.

24.3.2020, 8:47 Uhr: Altmaier kündigt Wirtschaftshilfen ab kommender Woche an

Die Auszahlung der Bundesmittel für notleidende Unternehmen und Selbstständige soll nach Angaben von Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) ab spätestens Mitte nächster Woche möglich sein. Dann sollte in allen Bundesländern klar sein, welche Behörden und Institutionen das Geld auszahlen, sagte der Minister im gemeinsamen Morgenmagazin von ARD und ZDF. „Und es soll so unbürokratisch wie möglich gehen, wo immer möglich auch elektronisch.“

24.3.2020, 7:39 Uhr: Kinderärztinnen und Kinderärzte: Bei Kinderbetreuung streng bleiben

Kinderärztinnen und -ärzte warnen davor, die Regeln für die Notbetreuung in Schulen und Kitas zu lockern. Wenn wieder mehr Kinder betreut werden, bestehe das Risiko für neue Infektionsketten, sagte die Landesvorsitzende des Berufsverbandes NRW, Christiane Thiele, der Rheinischen Post. In Nordrhein-Westfalen werden seit dieser Woche auch Kinder notbetreut, wenn nur ein Elternteil in einem systemrelevanten Beruf arbeitet.

24.3.2020, 7:09 Uhr: RKI meldet fast 4.800 neue Fälle

Die Zahl der bestätigten Corona-Infektionen in Deutschland ist nach Angaben des Robert-Koch-Instituts innerhalb eines Tages um 4.764 auf 27.436 gestiegen. Gestorben sind mittlerweile 114 Menschen. Am Montag hatte das Institut 86 Todesfälle gemeldet.

24.3.2020, 7:05 Uhr: Versorgungsnotstand in der Pflege droht

Nach Recherchen des Magazins Report Mainz rechnet der Verband für häusliche Betreuung und Pflege (VHBP) mit einem Versorgungsnotstand. Viele Menschen aus Osteuropa, die jetzt andere in Deutschland pflegen, würden aus Angst vor der Coronavirus-Krise das Land verlassen. „Wir rechnen damit, dass ab Ostern 100.000 bis 200.000 Menschen schrittweise nicht mehr versorgt sind, dass sie alleine zuhause bleiben und dass sie dann in Altenheimen oder Kliniken versorgt werden müssen“, sagt der Geschäftsführer des Verbandes, Frederic Seebohm.

24.3.2020, 6:45 Uhr: Beschränkungen in Hubei gelockert

Die chinesische Regierung hebt die Abriegelung der Provinz Hubei weitgehend auf. Gesunden Bürgerinnen und Bürgern ist es ab Mitternacht erlaubt, die Provinz zu verlassen, wie die örtlichen Behörden ankündigten. Hubei mit der Metropole Wuhan gilt als Ausgangspunkt der Coronavirus-Pandemie. Die Provinz war zwei Monate lang von der Außenwelt abgeriegelt. Für Wuhan gelten die Lockerungen allerdings noch nicht.

24.3.2020, 6:09 Uhr: Laut Umfrage halten fast alle Deutschen das Kontaktverbot für richtig

In Deutschland halten 95 Prozent der Menschen das Kontaktverbot im Kampf gegen das Coronavirus für richtig. Das ergab eine Umfrage von infratest dimap für den ARD-DeutschlandTrend. Nur drei Prozent lehnen die Beschränkung ab. Von den Behörden hieß es, die meisten Menschen hielten sich an die Auflagen. Seit gestern sind bundesweit öffentliche Ansammlungen von mehr als zwei Personen verboten.

Die mehrheitliche Gelassenheit im Umgang mit der Ansteckungsgefahr durch das Coronavirus ist allerdings stark geschrumpft. Vor drei Wochen hatten noch über Dreiviertel der Menschen wenig bis gar keine Angst, dass sie sich selbst oder Mitglieder der Familie anstecken. Mittlerweile teilt eine Mehrheit von 55 Prozent die Sorge vor einer Ansteckung. Bei 37 Prozent der Bevölkerung ist die Sorge groß, bei 18 Prozent sogar sehr groß.

24.3.2020, 5:42 Uhr: Patienten aus Italien in Sachsen gelandet

Am Flughafen Leipzig-Halle ist in der Nacht eine Gruppe von acht an Covid-19 Erkrankten aus Italien gelandet. Sie sollen offenbar in Sachsen behandelt werden. Ministerpräsident Michael Kretschmer sagte, er komme damit einer Bitte der italienischen Regierung nach. Die Krankenhäuser in Sachsen hatten zuvor erklärt, dass sie Kapazitäten frei hätten. In Sachsen sind derzeit fast 900 Infektionen mit dem Coronavirus gemeldet.

24.3.2020, 4:23 Uhr: Keine Kündigungen wegen Coronavirus-Krise bei der Bahn

Die Deutsche Bahn schließt betriebsbedingte Kündigungen wegen der Corona-Krise aus. Darauf haben sich der Konzern und die Gewerkschaften geeinigt, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Sie beruft sich auf eine ihr vorliegende Vereinbarung.

23.3.2020, 22:24 Uhr Großbritannien erlässt Ausgangsbeschränkungen

Auch die britische Regierung hat im Kampf gegen das Coronavirus Ausgangsbeschränkungen beschlossen. Sie sollen vorerst für drei Wochen gelten. Das erklärte Premierminister Boris Johnson am Abend in einer Fernsehansprache an die Nation.

Die Briten dürften ihre Häuser und Wohnungen nur noch aus triftigen Gründen verlassen - etwa um Einkaufen, zum Arzt oder zur Arbeit zu gehen. Versammlungen von mehr als zwei Personen seien nicht mehr erlaubt und würden von der Polizei aufgelöst.

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23.3.2020, 19:54 Uhr: Uefa verschiebt Endspiele

Der europäische Fußballverband Uefa verschiebt die bisher für Mai vorgesehenen Endspiele der Champions League (Männer und Frauen) sowie der Europa League. Ein neues Datum sei noch nicht festgesetzt worden, teilte der Verband mit. Die Wettbewerbe sind derzeit unterbrochen – unklar ist, wann sie wieder aufgenommen und ob sie dann ungekürzt oder verkürzt fortgesetzt werden.

23.3.2020, 19:50 Uhr: Coronavirus breitet sich zunehmend schneller aus

Laut Weltgesundheitsorganisation (WHO) beschleunigt sich die Ausbreitung des Coronavirus, das nach offiziellen Statistiken inzwischen weltweit mehr als 330.000 Menschen infiziert hat. Vom ersten bekannten Fall bis zu 100.000 Fällen habe es 67 Tage gedauert, sagt WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus. Bis zum Stand von 200.000 Fällen seien elf Tage vergangen und bis zum Stand von 300.000 Fällen gerade einmal vier Tage. Die US-amerikanische Johns Hopkins University kommt sogar zu noch höheren Zahlen. Dort waren am frühen Abend weltweit 367.000 Infizierte registriert.

23.3.2020, 17:32 Uhr: Guterres fordert weltweiten Waffenstillstand

Angesichts der Corona-Krise hat UN-Generalsekretär António Guterres zu einem „sofortigen weltweiten Waffenstillstand“ aufgerufen. Zivilisten in Konfliktgebieten müssten vor den verheerenden Auswirkungen der Pandemie geschützt werden, sagte Guterres bei einer Rede im UN-Hauptquartier in New York. „Die Heftigkeit des Virus“ verdeutliche, wie „unsinnig“ Kriege seien, sagte Guterres.

23.3.2020, 16:31 Uhr: Erster Corona-Test bei Kanzlerin Merkel negativ

Beim ersten Test von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf das Coronavirus ist keine Infektion festgestellt worden. „Das Testergebnis des heutigen Tests ist negativ“, sagte Regierungssprecher Steffen Seibert. „Weitere Tests werden in den nächsten Tagen durchgeführt.“

23.3.2020, 15:36 Uhr: ADAC kritisiert Raserei auf leeren Straßen

Mit Unverständnis hat der ADAC auf zuletzt bekannt gewordene Fälle von illegalen Autorennen auf verkehrsarmen Straßen reagiert. Die ruhige Verkehrslage infolge der Corona-Krise werde offenbar teilweise missbraucht, bemängelte ADAC-Verkehrspräsident Gerhard Hillebrand gegenüber den Zeitungen der Funke-Mediengruppe. Das sei „nicht hinnehmbar und in keiner Weise nachvollziehbar“. Niemand solle unnötige Gefahren herausbeschwören - die Rettungsdienste seien ausgelastet.

Arbeiten in der Corona-Krise Wo wird Unterstützung gebraucht? Was potentielle Helfer beachten sollten

Das Coronavirus hat den Alltag ganz schön durcheinander gewirbelt. Da ist der ein oder andere auf der Suche nach einer sinnvollen Beschäftigung. Ein Portal zur Jobvermittlung ist jetzt an den Start gegangen. Aber – Vorsicht: Es gibt auch Fake-Aufrufe.  mehr...

23.3.2020, 15:10 Uhr: Merkel lässt sich auf Coronavirus testen

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich in Berlin einem Corona-Test unterzogen, nachdem gestern bekannt geworden war, dass sie Kontakt mit einem an dem Virus erkrankten Arzt gehabt hatte. Regierungssprecher Steffen Seibert betonte, der Kanzlerin gehe es gut, nun warte sie auf das Testergebnis. Die heutige Sitzung des Kabinetts habe sie per Telefonschalte geleitet und mache ihre Arbeit vorläufig von zu Hause aus.

23.3.2020, 14:16 Uhr: Nothilfe für Krankenhäuser in Deutschland

Die deutschen Kliniken sollen mit Milliardenhilfen für besondere Belastungen in der Corona-Krise gewappnet werden. Das sehen Gesetzespläne von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn vor, die das Kabinett auf den Weg gebracht hat. So soll es für jedes nun frei gehaltene Bett eine Tagespauschale von 560 Euro geben. Für jede neue intensivmedizinische Behandlungseinheit mit künstlicher Beatmung sollen Kliniken 50.000 Euro Bonus bekommen. Um Mehrkosten etwa bei Schutzausrüstung aufzufangen, soll es – für die Zeit von April bis Ende Juni – außerdem einen Zuschlag von zunächst 50 Euro für jeden Patienten geben.

Hintergrund ist, dass die Krankenhäuser planbare Operationen und Neuaufnahmen, wenn medizinisch vertretbar, vorerst aussetzen sollen. Dies soll Kapazitäten freimachen, um für viele Corona-Patienten mit schwereren Krankheitsverläufen vorbereitet zu sein. Außerdem soll die Zahl von bisher 28.000 Intensivbetten verdoppelt werden. Die Hilfen sollen Einnahmeausfälle abfedern und vermeiden, das Kliniken Defizite machen. Der Bund kalkuliert allein für den Ausgleich der Verschiebung planbarer OPs mit möglichen Mehrausgaben von 2,8 Milliarden Euro.

23.3.2020, 14:03 Uhr: Merkel in Home-Office – Scholz springt für sie ein

Weil Kanzlerin Angela Merkel (CDU) nach Kontakt zu einem Corona-Infizierten in häuslicher Quarantäne ist, spricht Vizekanzler Olaf Scholz (SPD) am Mittwoch für sie im Bundestag. Merkel habe ihn gebeten einzuspringen, sagte Scholz nach einer Kabinettssitzung in Berlin (Audio). Merkel war zu dieser Sitzung telefonisch zugeschaltet, sie hält sich in ihrer Berliner Privatwohnung auf. Der Bundestag soll am Mittwoch zahlreiche Gesetze im Zusammenhang mit der Corona-Krise verabschieden. Merkel wollte die Debatte zur Bewältigung der Pandemie ursprünglich selbst eröffnen. Bisher wurde sie nicht positiv auf das Virus getestet.

Tipps für Home-Office-Neulinge: So klappt's

23.3.2020, 13:47 Uhr: Lebensmittelpreise explodieren in Corona-Krise

Durch die Corona-Krise sind die Preise für Obst und Gemüse extrem gestiegen. Denn: Die Nachfrage ist sehr hoch und der Nachschub wird knapp. Wir sind zwar in einer Jahreszeit, in der frische Ware aus dem Ausland zu uns kommt. Doch Italien und Spanien sind besonders stark von der Corona-Pandemie betroffen: Es fehlen dort Erntehelfer und auch Lkw-Fahrer. Außerdem stehen Waren oft in Staus an den Grenzen.

Die Situation könnte sich noch verschlimmern: Sollten die Landwirte in Deutschland nicht genügend Helfer finden, könnten die Preise in den nächsten Wochen weiter steigen.

23.3.2020, 13:19 Uhr: KfW gibt erste Notfallkredite frei

Die staatliche Förderbank KfW hat die ersten Notfall-Kredite für deutsche Unternehmen genehmigt. Die Darlehen hätten ein Volumen von bis zu drei Millionen Euro und würde nun unverzüglich von den Hausbanken ausbezahlt, teilte die Förderbank mit. Noch nie habe man ein Programm so schnell umgesetzt, sagte KfW-Chef Günther Bräuning. Der Bund übernehme fast komplett die Haftung und die Kreditmargen seien gering. Kritik kommt vom Chef des Deutschen Industrie- und Handelskammertags Eric Schweitzer. Er sagte, die Bundesregierung müsse die Hilfskredite nicht nur zu 90, sondern zu 100 Prozent absichern. Im Gegensatz zu privaten Akteuren sei der Staat auch jetzt weiterhin kreditfähig.

23.3.2020, 12:35 Uhr: So will die Bundesregierung Unternehmen helfen

Das Bundeskabinett hat ein Milliardenpaket zur Bewältigung der Corona-Folgen gebilligt. Geplant sind unter anderem Zuschüsse für Kleinstfirmen. Für Freiberufler, kleine Firmen und Solo-Selbstständige plant der Bund ein Programm von bis zu 50 Milliarden Euro. Mittelständler und Großunternehmen will die Regierung über einen Wirtschaftsstabilisierungsfonds mit Kapital ausstatten. Dafür wurden die Hürden offenbar noch mal gesenkt, denn es gab Kritik, dass nach den bisherigen Plänen nur Konzerne von den Hilfen profitiert hätten. Außerdem will der Staat sich im Notfall auch an Unternehmen beteiligen. Geplant sind außerdem umfangreiche Gesetzesänderungen – beispielsweise zu Gunsten von Mietern.

23.3.2020, 12:21 Uhr: Deutsche Bank schließt Hunderte Geschäftsstellen

Die Deutsche Bank schließt ab morgen wegen der Corona-Krise mehr als 200 der 500 Geschäftsstellen. Das teilte das Institut in Frankfurt mit. Die Selbstbedienungsbereiche der betroffenen Filialen blieben aber weiterhin geöffnet. Die Deutsche Bank versicherte, die Versorgung mit Bargeld sei sichergestellt. Kunden könnten Bargeld auch weiterhin im gesamten Bundesgebiet in vielen Supermärkten und bei Shell-Tankstellen abheben. Bei Schließung eines Deutsche-Bank-Standortes würden dessen Dienstleistungen von den nächstgelegenen Deutsche-Bank-Filialen oder vom mobilen Vertrieb übernommen, hieß es weiter. Geldhäuser wie die zur UniCredit gehörende Hypovereinsbank sowie die Commerzbank hatten bereits in der vergangenen Woche die Türen zahlreicher Geschäftsstellen geschlossen.

Der Kampf gegen das Coronavirus Das geht noch – und das nicht

Kontaktverbot, geschlossene Spielplätze, nur noch to go in Restaurants: Um das Coronavirus in Deutschland einzudämmen wird das Alltagsleben an vielen Stellen eingeschränkt. Die Bundesländer müssen nun die von Kanzlerin Merkel vorgestellten Maßnahmen umsetzen.  mehr...

23.3.2020, 12:20 Uhr: RKI: „Maßnahmen zeigen erste Wirkungen“

Das Robert-Koch-Institut gibt sich vorsichtig optimistisch, dass die Maßnahmen im Kampf gegen das Coronavirus erste Wirkungen zeigen. Man sehe den Trend, dass die exponentielle Wachstumskurve sich etwas abflache, sagte RKI-Präsident Lothar Wieler in Berlin bei einer Pressekonferenz und berief sich auf die täglichen Analysen. Eine definitive Bewertung sei aber wohl erst am Mittwoch möglich. Aus Handydaten schließt das RKI außerdem, dass sich die Mobilität in Deutschland zuletzt reduziert hat. Wieler lobte, dass viele Menschen sich an die Maßnahmen von Bund und Länder hielten - es sei allerdings wichtig, dies weiterhin zu tun.

23.3.2020, 12:14 Uhr: Bundesregierung beschließt Wirtschaftshilfen

Die Bundesregierung hat ein riesiges Paket an Wirtschaftshilfen beschlossen, um die Folgen der Coronavirus-Krise abzuschwächen. Vorgesehen ist ein Nachtragshaushalt von 156 Milliarden Euro. Damit sollen unter anderem Hilfen für Kleinstbetriebe geleistet werden. Der Bundestag soll dem Paket am Mittwoch zustimmen, der Bundesrat dann am Freitag. Hier ein Überblick über die Maßnahmen:

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23.3.2020, 11:38 Uhr: Neues Corona-Schwerpunktkrankenhaus in Rheinland-Pfalz

Das Marienkrankenhaus Klinikum St. Josef in Bendorf ist ab sofort ein neues Schwerpunktkrankenhaus für Corona-Kranke. Alle übrigen Patienten wurden entweder entlassen oder in das St. Elisabeth-Krankenhaus nach Neuwied verlegt. Damit folge die Marienhaus-Unternehmenesgruppe einer Empfehlung des Robert Koch-Instituts, wonach Corona-Kranke und deren Pflegepersonal von anderen Patienten räumlich getrennt werden sollen. Innerhalb weniger Tage seien in Bendorf die Voraussetzungen dafür geschaffen worden. Corona- Patienten würden direkt in Bendorf aufgenommen oder von Neuwied dorthin verlegt. Zwei weitere Krankenhäuser der Marienhausgruppe in Gerolstein und Bingen seien jetzt ebenfalls für Corona-Kranke reserviert

23.3.2020, 11:12 Uhr: Deutsche Bank schließt Geschäftsstellen

Die Deutsche Bank schließt ab Dienstag wegen der Coronavirus-Krise mehr als 200 der 500 Geschäftsstellen. Das teilte das Institut in Frankfurt mit. Die Selbstbedienungsbereiche der betroffenen Filialen blieben aber weiterhin geöffnet. Geldhäuser wie die zur UniCredit gehörende Hypovereinsbank sowie die Commerzbank hatten bereits in der vergangenen Woche die Türen zahlreicher Geschäftsstellen geschlossen.

23.3.2020, 11:03 Uhr: Greenpeace will Krise als Chance für ökologische Modernisierung nutzen

Die Umweltschutzorganisation Greenpeace fodert, dass das Geld zur Abfederung der Coronavirus-Krise auch zur ökologischen Modernisierung der Wirtschaft genutzt wird. „Deutschland braucht einen neuen, grünen Marshallplan“, sagte der Klimaaexperte Tobias austrup. Programme, die „klug gewählt“ seien, „könnten das Land entscheidend voranbringen beim Aufbau einer zukunftsfähigen Wirtschaft“.

Im Detail sollen Solaranlagen mehr gefördert und private Investitionen in energieeffizientere Gebäude unterstützt werden. Der niedrige Ölpreis solle genutzt werden, „um klimaschädliche Subventionen wie das Dieselprivileg abzubauen und so Finanzmittel zur Krisenbekämpfung zu sichern“. Mit den Erfahrungen aus der Arbeit im Homeoffice soll langfristig „die Zahl von Dienstreisen und Arbeitswegen“ verringert werden.

23.3.2020, 10:58 Uhr: BW-Krankenkassen gründen Krisenstab

Die Krankenkassen in Baden-Württemberg gründen nach eigenen Angaben einen virtuellen Krisenstab. Dadurch sollen sich die Kassen in Zeiten der Coronavirus-Krise besser austauschen; beispielsweise darüber, wo Geld am dringendsten benötigt wird. Laut der AOK Baden-Württemberg müssen die Versicherten wegen der Pandemie bislang nicht mit Beitragserhöhungen rechnen. Die Kassen hätten Rücklagen in Höhe von 20 Milliarden Euro.

23.3.2020,10:25 Uhr: Robert-Koch-Institut meldet 22.672 Infizierte

Das Robert-Koch-Institut (RKI) verzeichnet neben steigenden Zahlen von Infizierten auch eine Zunahme bei den Heilungen. „Von den bestätigten Fällen sind mindestens 2809genesen“, sagte RKI-Chef Lothar Wieler während einer Konferenz. Das RKI zählte am Montagmorgen 22.672 Infizierte.

Panikfrei informiert Corona-Karten: Wie viele sind infiziert, wie viele wieder gesund?

Wie viele Menschen wurden positiv auf Corona getestet? Und wie genau ist die Lage in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz? Hier findest du Karten, die ständig aktualisiert werden.  mehr...

Weltweit sind laut RKI 283.000 Menschen erkrankt – fast 31.000 mehr als am Vortag. Besonders betroffen bleiben Italien mit mehr als 53.000 Infizierten und Spanien mit rund 24.600. Die Erkrankten in Deutschland seien im Durchschnitt 45 Jahre alt, die Verstorbenen 82 Jahre. Die exponentielle Wachstumskurve flache sich etwas ab. Hier lasse sich ein erster Trend erkennen, der sich möglicherweise auf die bereits eingeleiteten Schutzmaßnahmen zurückführen lasse.

23.3.2020,10:14 Uhr: Norwegen will ärmere Länder unterstützen

Norwegen will im Kampf gegen die Coronavirus-Pandemie arme Länder durch einen internationalen Hilfsfonds unterstützen. Man sei besorgt darüber, wie sich das Virus auf Entwicklungsländer auswirke, sagte der norwegische Entwicklungshilfeminister Dag Inge Ulstein. Die internationale Solidarität auch über Grenzen hinweg sei wichtiger denn je. Ein von de Vereinten Nationen organisierter Hilfsfonds solle am besten noch in dieser Woche aufgelegt werden.

23.3.2020, 9:29 Uhr: Macron bedankt sich bei Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und dem Saarland

Frankreichs Präsident Emmanuel Macron hat sich bei seinen europäischen Nachbarn für die Hilfe bei der Bewältigung der Coronavirus-Krise bedankt. In seinem Tweet erwähnte er Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und das Saarland und dankte ihnen für die Angebote, Notfallpatientiinen und -patienten aus der besonders betroffenen französischen Region Grand Est aufzunehmen.

Merci à nos voisins européens. La solidarité européenne sauve des vies. https://t.co/HGavQOAwXD

23.3.2020, 8:46 Uhr: Krise könnte laut Ifo-Institut bis zu 729 Milliarden Euro kosten

Die Viruskrise wird laut Münchner Ifo-Institut hierzulande Produktionsausfälle in Höhe von hunderten von Milliarden Euro auslösen und den Arbeitsmarkt wie auch den Staatshaushalt erheblich belasten. „Die Kosten werden voraussichtlich alles übersteigen, was aus Wirtschaftskrisen oder Naturkatastrophen der letzten Jahrzehnte in Deutschland bekannt ist“, sagt der Ifo-Präsident Clemens Fuest.

Je nach Szenario schrumpfe die Wirtschaft um 7,2 bis 20,6 Prozentpunkte. Damit dürften dürfte Kosten von 255 Milliarden bis 729 Milliarden Euro auf Deutschland zukommen. Bis zu 1,8 Millionen sozialversicherungspflichtige Jobs könnten abgebaut werden, mehr als sechs Millionen Menschen von Kurzarbeit betroffen sein. Auch der Dax brach erneut ein.

Wieder Schwarzer Montag an der Börse - der #Dax im Crash-Test. Eine Marke muss jetzt halten! https://t.co/R07FFXNAGG #Marktbericht

23.3.2020, 7:59 Uhr: Tausende Coronavirus-Tests nicht auswertbar

Tausende Coronavirus-Tests, die Personen aus Baden-Württemberg entnommen wurden, können nicht ausgewertet werden, weil einem mit der Auswertung beauftragten Labor in Oberschwaben nach einer Mitteilung des baden-württembergischen Gesundheitsministeriums die dazu notwendigen Chemikalien fehlen. Es handelt sich um insgesamt 2.000 Proben, die laut Gesundheitsministerium nun „teilweise nicht mehr verwertbar“ seien.

Rund 1.000 der betroffenen Proben entfallen auf den Kreis Tübingen; der Rest wurde in den Landkreisen Biberach, Ravensburg und dem Bodenseekreis entnommen. Wem zwischen dem 14. und dem 18. März in den genannten Landkreisen eine Probe entnommen wurde und noch kein Ergebnis übermittelt wurde, soll sich umgehend beim örtlichen Gesundheitsamt melden.

23.3.2020, 7:25 Uhr: Zum ersten Mal weniger Neuinfektionen in Italien

Deutlicher als zuvor, seitdem das Coronavirus erstmals in Italien nachgewiesen wurde, ist die Zahl der Neuinfektionen und Todesfälle im Vergleich zu Vortag gesunken. Nur ein statistischer Ausreißer oder der Beginn eines Trends? Die kommenden Tage werden es zeigen.

23.3.2020, 6:42 Uhr: Nahverkehr wird weiter eingeschränkt

Das Angebot im öffentlichen Nahverkehr wird weiter reduziert. In Baden-Württemberg fahren Regionalzüge ab Montag nur noch jede Stunde. In Rheinland-Pfalz werden alle Verbindungen der DB Regio auf ein Grundangebot reduziert. Auch der Nahverkehr in den Städten wird eingeschränkt.

Alle Einschränkungen im Fahrplan veröffentlicht die Deutsche Bahn auf ihrer Webseite.

23.3.2020, 6:07 Uhr: Welthungerhilfe warnt vor Coronavirus-Auswirkungen auf Afrika

Die Welthungerhilfe warnt vor drastischen Folgen der Coronavirus-Pandemie in Afrika. "Es ist davon auszugehen, dass wir in den nächsten Wochen und Monaten dort viele Tote beklagen müssen", sagte die Präsidentin der Welthungerhilfe, Marlehn Thieme, der Neuen Osnabrücker Zeitung.

23.3.2020, 5:34 Uhr: Syrien melden ersten Coronavirus-Fall

Das Bürgerkriegsland Syrien hat in der Nacht den ersten offiziellen Coronavirus-Fall bekanntgegeben. Der Gesundheitsminister sagte den staatlichen Medien, dass "notwendige Maßnahmen" ergriffen worden seien. Es handle sich bei der Infizierten um eine 20-jährige Frau, die dem Minister zufolge unter Quarantäne gestellt wurde und nun medizinisch versorgt wird.

Zuletzt hatte es schon unbestätigte Berichte über mit dem Virus Infizierte in Syrien gegeben. Das Gesundheitssystem und die Infrastruktur dort sind vom Bürgerkrieg gezeichnet. Die Behörden stritten Vorwürfe der Vertuschung ab.

23.3.2020, 4:05 Uhr: Kanada schickt keine Sportlerinnen und Sportler zu Spielen nach Tokio

Kanada nimmt wegen der Coronavirus-Krise nicht an den Olympischen Spielen in Tokio teil. Das gaben das Nationale Olympische Komitee und das Paralympische Komitee des Landes auf Twitter bekannt. Die Organisationen riefen das Internationale Olympische Komitee auf, die Spiele zu verschieben.

23.3.2020, 2:48 Uhr: Japans Premier rechnet mit Olympia-Verschiebung

Der japanische Premierminister Shinzo Abe hat erstmals eine Verschiebung der Olympischen Sommerspiele in Betracht gezogen. Vor dem Parlament in Tokio sagte er, dass damit gerechnet werden müsse. Die Gesundheit der Athleten habe oberste Priorität. Von einer endgültigen Absage der Wettkämpfe könne aber keine Rede sein.

Zuvor hatte das Internationale Olympische Komitee angekündigt, in den nächsten vier Wochen zu entscheiden, ob die Spiele in Tokio verschoben werden. Auch das nationale Olympische Komitee von Australien geht von einer Verschiebung aus und hat seine Sportlerinnen und Sportler dazu aufgerufen, sich schon mal darauf einzustellen.

23.3.2020, 0:10 Uhr: Notlazarette in den USA — Hilfspaket im US-Senat gescheitert

US-Präsident Donald Trump hat die Entsendung von Notlazaretten in die besonders vom Coronavirus betroffenen Bundesstaaten New York, Washington und Kalifornien angeordnet. Der Katastrophenschutz und die Streitkräfte würden in den nächsten 48 Stunden mit der Auslieferung der Lazarette beginnen, sagte Trump im Weißen Haus.

Unterdessen ist das geplante Hilfspaket zur Bekämpfung der Corona-Krise im US-Senat vorerst gescheitert. Bei einer ersten Abstimmung verweigerten die oppositionellen Demokraten wegen Verfahrensfragen ihre Zustimmung.

22.3.2020, 21:37 Uhr: Facebook und Instagram wollen Internet entlasten

Um das Internet in der Corona-Krise zu entlasten, werden nun auch Facebook und Instagram die Bildqualität von Videos in Europa verringern. Das teilte ein Sprecher des Mutterunternehmens mit. Zuvor hatten bereits Netflix und Youtube ähnliche Maßnahmen angekündigt.

Die US-Internetgiganten reagierten damit auf eine entsprechende Bitte von EU-Industriekommissar Thierry Breton.

22.3.2020, 19:21 Uhr: IOC will in den nächsten vier Wochen über Olympische Sommerspiele entscheiden

Das Internationale Olympische Komitee hat erstmals eine Frist in der Diskussion um die Verlegung der Sommerspiele in Tokio genannt. Innerhalb der nächsten vier Wochen soll eine Entscheidung fallen, teilte das IOC in einem offenen Brief an die Athleten nach einer Sitzung des Exekutivkomitees mit. Eine Absage schloss das IOC aus.

Zuvor hatten sich Athleten und Verbände auf der ganzen Welt für einen neuen Termin für die vom 24. Juli bis 9. August geplanten Spiele ausgesprochen.

Health and safety paramount as IOC Executive Board agrees to step up scenario-planning for the Olympic Games #Tokyo2020 https://t.co/jvLYoW9yfG

22.3.2020, 19:00 Uhr: Merkel muss in häusliche Quarantäne

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) hat sich heute vorsichtshalber in häusliche Quarantäne begeben, weil sie Kontakt zu einem mit dem Coronavirus infizierten Arzt hatte. Das hat Regierungssprecher Steffen Seibert bekannt gegeben. Der Mediziner, der die Kanzlerin am Freitag prophylaktisch gegen Pneumokokken geimpft hatte, sei inzwischen positiv auf das Virus getestet worden, teilte Merkels Sprecher weiter mit. „Auch aus der häuslichen Quarantäne wird die Bundeskanzlerin ihren Dienstgeschäften nachgehen“, betonte er.

Kanzlerin #Merkel wird sich in den nächsten Tagen vorsorglich in häusliche Quarantäne begeben – Erklärung: https://t.co/xfCqlkBRJh

22.3.2020, 18:00 Uhr: „Ode an die Freude“ vom Balkon

Musiker in ganz Deutschland wollen heute ab 18.00 Uhr ein gemeinsames Zeichen setzen und auf Balkonen und an offenen Fenstern Beethovens „Ode an die Freude“ spielen.

Ode an die Freude - ein Gruß aus dem Home-Office an alle da draussen #musikfuerdeutschland https://t.co/ax1amb7Pj3

18 h Kollwitzstraße Berlin: Freude schöner Götterfunken!#musikfuerdeutschland #coronavirus #COVIDー19 https://t.co/X0sRGbarxp

Ich hab‘s getan: Ich habe um Punkt 18 Uhr im Garten die Ode an die Freude gespielt. Als ich fertig war, hörte ich jemanden in einem Garten in der Nähe ebenfalls spielen. Das war schön. #StayAtHome #Zusammenhalten https://t.co/aeGccfgO21

Ein Zeichen der Gemeinsamkeit! Am heutigen Abend haben auch in Unterfranken zahlreiche Musiker gemeinsam die „Ode an die Freude“ gespielt - von zu Hause aus. Auch ein Kollege der Polizeiinspektion Bad Brückenau hat sich an dieser wunderschönen Aktion beteiligt. https://t.co/LYSvc9pJTF

Vorbild ist Italien: Dort erklingt seit Beginn der Corona-Epidemie viel Musik von Balkonen und aus Fenstern, Menschen singen und musizieren gegen die Krise.

22.3.2020, 17:45 Uhr: Merkel verbietet Treffen von mehr als zwei Personen

Im Kampf gegen das Coronavirus haben sich Bund und Länder auf weitergehende Einschränkungen geeinigt. Treffen von mehr als zwei Menschen werden demnach verboten.

Es gibt folgende Ausnahmen: Das sind Familien, Lebenspartner, wichtige berufliche Gründe, der öffentliche Nahverkehr und Beerdigungen. In der Öffentlichkeit sollen Menschen einen Abstand von anderthalb Metern zu anderen einhalten. Außerdem wollen Bund und Länder bestimmte Dienstleistungsbetriebe schließen.

Betroffen sind Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons. Auch Restaurants und Gaststätten müssen dichtmachen – wo das nicht schon der Fall ist. Essen zum Liefern oder Abholen soll es aber weiterhin geben. Die Entscheidungen fielen auf einer Telefonkonferenz mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder. Nordrhein-Westfalens Regierungschef Armin Laschet (CDU) sagte, die neuen Regeln sollten schon Montag in Kraft treten und bis zum Ende der Osterferien gelten.

#COVIDー19: Um den unkontrollierten Anstieg der Fallzahlen zu verhindern und unser Gesundheitssystem leistungsfähig zu halten, haben sich Bund + Länder auf weitere Maßnahmen zur Beschränkung sozialer Kontakte geeinigt. Hier das Wichtigste, Details unter: https://t.co/SNFTHhMp4s https://t.co/6iGZ6cbQDX

22.3.2020, 17:30 Uhr: Erklärung von Bundeskanzlerin Merkel

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) äußert sich zu den von Bund und Ländern beschlossenen Maßnahmen ab 17:30 Uhr:

Erklärung und Pressekonferenz von Kanzlerin #Merkel nach der Schaltkonferenz mit den Regierungschefinnen und -chefs der Länder zu den Maßnahmen im Zusammenhang mit dem #Coronavirus, live ab ca. 17:30 Uhr: https://t.co/2Jza2HRjvx #COVID19

22.3.2020, 17:15 Uhr: Ansprachen der Ministerpräsidentin Dreyer und des Ministerpräsidenten Kretschmann

Am Sonntagnachmittag hat sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Bundesländer in einer Schaltkonferenz zur Corona-Krise beraten. Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD) richtet sich nach den Beratungen mit einem Statement an die Bevölkerung in Rheinland-Pfalz.

Baden-Württembergs Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Grüne) informiert in einer Ansprache über aktuelle Entwicklungen in der Corona-Krise.

22.3.2020, 16:53 Uhr: Alle Friseurläden müssen schließen

Bund und Länder wollen im Kampf gegen das Coronavirus unverzüglich Dienstleistungsbetriebe im Bereich der Körperpflege schließen. Davon betroffen sind etwa Friseure, Kosmetikstudios, Tattoo-Studios und Massagesalons, wie aus einem der Deutschen Presse-Agentur vorliegenden Beschluss von Bund und Ländern hervorgeht. Medizinisch notwendige Behandlungen sollen weiter möglich bleiben.

22.3.2020, 16:31 Uhr: Bund und Länder vereinbaren Kontaktverbot

Bund und Länder haben im Kampf gegen das Coronavirus offenbar ein weitgehendes Kontaktverbot vereinbart. Mehr als zwei Menschen dürften sich nicht treffen, Familien seien ausgenommen, hieß es aus Länderkreisen. Bei Inkrafttreten der entsprechenden Rechtsverordnung gelte die Maßnahme ab Montag. Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder hatten am Nachmittag in einer Telefonkonferenz beraten, welche weitere Einschränkungen vorgenommen werden müssen, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

22.3.2020, 13:44 Uhr: Notruf nicht für Fragen zum Coronavirus blockieren

Die Behörden in Rheinland-Pfalz rufen die Bürger dazu auf, den Notruf 112 freizuhalten – und nicht für Fragen zum Corona-Virus zu blockieren. Laut der integrierten Leitstelle in Trier gab in einigen Landkreisen eine Störung bei der Nummer des ärztlichen Bereitschaftsdienstes 116-117. Weil deshalb offenbar viele auf den Notruf ausgewichen sind, sei dieser überlastet. Betroffen seien: die Landkreise Ahrweiler, Mayen-Koblenz, Neuwied, Cochem-Zell und Altenkirchen (Westerwald) sowie der Westerwaldkreis, Rhein-Lahn-Kreis und die kreisfreie Stadt Koblenz.

22.3.2020, 12:20 Uhr: Spanien will Ausgangssperre verlängern

Die spanische Regierung will offenbar die Ausgangssperre im ganzen Land um zwei Wochen bis zum 12. April verlängern. Das habe Ministerpräsident Pedro Sanchez den Regionalpräsidenten in einer Videokonferenz mitgeteilt, berichten mehrere Medien. Der derzeit geltende landesweite Notstand mit einer 15-tägigen Ausgangssperre war in Spanien am vergangenen Sonntag in Kraft getreten. Nach Italien ist Spanien das von der Krise am schwersten betroffene Land Europas.

22.3.2020, 11:33 Uhr: Kaum Verstöße gegen Ausgangsbeschränkungen in Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen

Nachdem in mehreren Bundesländern schärfere Ausgangsregeln eingeführt worden sind, melden Bayern, Rheinland-Pfalz und Hessen kaum Verstöße dagegen. Im Saarland hingegen hat sich Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) mit einer Videobotschaft an die Bürger gewandt. Er sagte, es gebe noch immer vor allem junge Menschen, die Party machten und sich treffen würden. Hans kündigte schärfere Polizeikontrollen an. Außerdem erklärte er, dass auch sein Bundesland der stark von der Pandemie betroffenen französischen Region Grand Est helfen will. Demnach sollen ähnlich wie in Baden-Württemberg schwertkranke Covid-19-Patienten von dort aufgenommen werden.

22.3.2020, 10:45 Uhr: Bundeswehr liefert Schutzkleidung nach Heinsberg

Die Bundeswehr hat medizinische Schutzausrüstung an den Kreis Heinsberg geliefert. Das ist die von dem Corona-Virus in Deutschland am stärksten betroffene Region. Soldaten haben rund 18.000 Schutzmasken und 8.000 Kittel übergeben. Außerdem stellt die Bundeswehr zwei Beatmungsgeräte für Intensivstationen zur Verfügung.

22.3.2020, 8:36 Uhr: Beratungen über bundesweite Ausgangsbeschränkungen

Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und die Ministerpräsidenten der Länder wollen heute über die Corona-Krise beraten. Es dürfte auch darum gehen, ob es bundesweit Ausgangsbeschränkungen geben soll. Mehrere Bundesländer haben ihre Regeln zur Bewegungsfreiheit schon verschärft, darunter Bayern, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz. Kanzleramtschef Helge Braun (CDU) hatte zuvor den Samstag als wichtigen Tag bei der Entscheidung über Ausgangssperren bezeichnet.

Die meisten Menschen haben sich am Samstag offenbar die Beschränkungen gehalten. Das sagten unter anderem die Innenminister aus Baden-Württemberg und Bayern, Thomas Strobl (CDU) und Joachim Herrmann (CSU). Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow twitterte „Heute hat es ja schon ganz gut geklappt“:

Es geht nicht um eine Ausgangssperre in Deutschland, es geht um die Unterbrechung der Infektionswege. Deshalb haltet Abstand, schützt Euch und bleibt einfach mehr zu Hause. Heute hat es ja auch schon ganz gut geklappt! Leben retten heißt, sich schützen und solidarisch sein.

Viele Innenstädte waren am Samstag deutlich leerer als sonst:

Politisch gibt es unterschiedliche Haltungen zu einer flächendeckenden Ausgangssperre. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) forderte sie in den vergangen Tagen immer wieder. Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) sprach sich in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung gegen eine Ausgangssperre aus: „Gerade in der aktuellen Situation haben alle ein Bedürfnis nach frischer Luft.“ Die Leiterin des ARD-Hauptstadtstudios, Tina Hassel, schätzte die Lage am Samstagabend so ein: Eine bundesweite Ausgangssperre nach bayerischem Modell sei wohl nicht zu erwarten – dafür eher einheitliche Maßnahmen wie Restaurantschließungen:

22.3.2020, 6:29 Uhr: Menschen mit Vorerkrankungen sollen in Großbritannien drei Monate zu Hause bleiben

In Großbritannien haben die Gesundheitsbehörden wegen der Corona-Pandemie Menschen mit Vorerkrankungen aufgefordert zu Hause zu bleiben. Sie sollten sich und das Gesundheitssystem schützen und sich mindestens drei Monate abschirmen, so die Behörden. Betroffen sind etwa 1,5 Millionen Menschen mit Krebserkrankungen oder Patienten nach einer Organtransplantation. In Großbritannien sind bereits 177 Menschen an Covid-19 gestorben.

22.3.2020, 5:12 Uhr: Ausgangssperre für eine Milliarde Menschen in Indien

In Indien gilt wegen der Corona-Pandemie heute eine landesweite Ausgangssperre. Mehr als eine Milliarde Menschen sollen zu Hause bleiben. Die Einschränkung gilt bis zum Abend und ist in den meisten Bundesstaaten freiwillig. Bis Ende März fahren in Indien keine Züge mehr. Auch der internationale Flugverkehr ist für eine Woche eingestellt.

22.3.2020, 00:07 Uhr: Scholz erwartet Wirtschaftseinbruch von fünf Prozent

Im Zuge der Virus-Krise geht die Bundesregierung einem Bericht zufolge davon aus, dass das Wirtschaftswachstum in diesem Jahr um fünf Prozent einbricht. Das berichtet Bild unter Berufung auf Regierungskreise. Es würden Steuermindereinnahmen von rund 33 Milliarden Euro erwartet. Finanzminister Olaf Scholz (SPD) habe diesen Betrag in seiner Kabinettsvorlage für einen Nachtragshaushalt genannt. Die tatsächlichen Auswirkungen der Krise seien aber noch nicht absehbar. 

21.3.2020, 23:42 Uhr: Italien legt Produktion nahezu still

Italien hat im Kampf gegen das Coronavirus die Schließung aller „nicht lebensnotwendigen“ Unternehmen und Fabriken angeordnet. Ministerpräsident Giuseppe Conte sagte am Samstagabend in einer Fernsehansprache, die Regierung habe entschieden, landesweit jegliche Produktion einzustellen, „die nicht ausdrücklich notwendig, entscheidend, unverzichtbar ist, um unsere grundlegenden Waren und Dienstleistungen sicherzustellen“. Zuvor hatte der italienische Zivilschutz einen Anstieg der Zahl der Todesopfer um fast 800 binnen 24 Stunden gemeldet.

21.3.2020, 22:32 Uhr: Ehemaliger Real-Boss Sanz auf Intensivstation gestorben

Lorenzo Sanz, der frühere Präsident des spanischen Fußball-Rekordmeisters Real Madrid, ist im Alter von 76 Jahren an den Folgen einer Corona-Infektion gestorben. Das teilte sein Sohn Lorenzo Sanz Jr. am Samstagabend in einem Kommuniqué mit. Sanz habe neben der Infektion mit dem neuen Virus auch eine Nierenerkrankung gehabt, gaben die behandelnden Ärzte auf Anfrage bekannt. Zur genauen Todesursache wurde zunächst aber nichts mitgeteilt.

21.3.2020, 21:03 Uhr: Ältere und Kranke dürfen in der Türkei nicht mehr das Haus verlassen

In der Türkei dürfen ab Mitternacht Menschen über 65 Jahren und chronisch Kranke das Haus nicht mehr verlassen. Das teilte das türkische Innenministerium auf Twitter mit. Außerdem wurden die Flugverbindungen in mehr als 40 weitere Länder gekappt, die vom Coronavirus betroffen sind. Zuvor stellte die Türkei den direkten Flugverkehr nach Deutschland nahezu vollständig ein.

21.3.2020, 19:30 Uhr: Mehr Infizierte und mehr Tote in Deutschland

Coronatest im Labor (Foto: picture alliance/Danny Lawson/PA Wire/dpa)
Coronatest im Labor picture alliance/Danny Lawson/PA Wire/dpa

In Deutschland sind bislang mehr als 21.600 Infektionen mit dem neuen Coronavirus bekannt. Das melden die Johns-Hopkins-Universität sowie die Nachrichtenagentur dpa, die die gemeldeten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Besonders hohe Zahlen haben Nordrhein-Westfalen mit mehr als 6.700 sowie Bayern und Baden-Württemberg mit jeweils mehr als 3.600 Fällen. 73 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind bislang bundesweit gestorben. Aktuelle Zahlen aus den Landkreisen im Südwesten gibt es hier.

21.3.2020, 18:48 Uhr: Fast 800 Corona-Tote an einem Tag in Italien

Coronavirus in Italien (Foto: Reuters)
In Italien ist die Lage besonders schlimm. Innerhalb kurzer Zeit sind Hunderte Menschen gestorben.

In Italien sind innerhalb eines Tages fast 800 Menschen am Corona-Virus gestorben. Das teilte der Zivilschutz mit. Damit haben mittlerweile 4.825 Patienten die Infektion nicht überlebt. Besonders stark betroffen ist die nördliche Region Lombardei.

Italien ist das Land mit den meisten offiziell gemeldeten Toten wegen des Coronavirus weltweit.

Die Regierung hatte erst gestern die Ausgangssperren verschärft. Insgesamt haben sich 53.578 Menschen mit dem Virus infiziert.

21.3.2020, 17:02 Uhr: Ausgangsregeln in BW und RP werden eingehalten

Die neuen Regelungen zur Eindämmung des Coronavirus werden im Südwesten weitgehend eingehalten. Die meisten Menschen hielten sich an die Vorgaben, sich nicht mehr in größeren Gruppen zu treffen, teilte Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU) mit. Auch in Rheinland-Pfalz gab es keine größeren Verstöße. Die Regelungen scheinen anzukommen, hieß es beispielsweise aus Mainz.

21.3.2020, 16:27 Uhr: Getränkeindustrie bittet: Kein Leergut in Kellern lagern!

Die Getränkeindustrie appelliert, Mehrwegflaschen nicht massenweise in Kellern und Kammern zu lagern. Kunden sollten Flaschen und Kisten so bald wie möglich wieder in die Läden zurückbringen. Es müsse ausreichend Leergut in den Kreislauf des Mehrwegsystems zurückkommen, sagte ein Sprecher des Branchenverbandes.

21.3.2020, 13:51 Uhr: Uniklinik Freiburg nimmt Patienten aus dem Elsass auf

Das Universitätsklinikum Freiburg übernimmt zwei Corona-Patienten aus Frankreich. Es sei eine Herzensangelegenheit, den französischen Nachbarn und Freunden in dieser menschlichen Tragödie zu helfen, teilt das Universitätsklinikum mit. Das Gesundheitsministerium in Baden-Württemberg hatte die Kliniken im Land gebeten schwer kranke Corona-Patienten aus Frankreich aufzunehmen. Die Krankenhäuser in der französischen Grenzregion kämen derzeit an ihre Belastungsgrenze.

21.3.2020, 13:45 Uhr: 1.300 neue Infektionen in der Schweiz

In der Schweiz ist die Zahl der Coronavirus-Infektionen rasant angestiegen. Die Behörden meldeten 1.300 neue Fälle innerhalb eines Tages. Besonders betroffen sind die Grenzregionen zu Italien und Frankreich. Insgesamt gibt es jetzt mehr als 6.100 bestätigte Fälle, 56 Personen sind bislang verstorben. Die Hälfte aller positiv getesteten Fälle war älter als 51 Jahre. Der Eishockey-Weltverband hat die für Mai geplante Weltmeisterschaft in der Schweiz abgesagt.

21.3.2020, 13:25 Uhr: Bundesregierung plant 150 Milliarden Euro neue Schulden

Die Bundesregierung plant wegen der Corona-Krise eine Neuverschuldung von etwa 150 Milliarden Euro. Das berichtet die Nachrichtenagentur Reuters – zuvor hatte sie fälschlicherweise von 350 Milliarden gesprochen. Das Geld soll hauptsächlich zur Bekämpfung der wirtschaftlichen Folgen der Pandemie eingesetzt werden. Das Bundeskabinett will am Montag über die Investitionen abstimmen.

21.3.2020, 11:08 Uhr: Gesetz zum Schutz von Mietern offenbar in Arbeit

Die Bundesregierung will nach Angaben der Deutschen Presse-Agentur Mietern in der Corona-Krise helfen. Ihnen solle wegen aktueller Mietschulden nicht gekündigt werden dürfen. Die Agentur beruft sich auf eine Gesetzesvorlage der Bundesministerien für Justiz, Inneres und Wirtschaft.

Gelten soll dies für Mietschulden aus dem Zeitraum vom 1. April bis 30. September 2020. Die Verpflichtung der Mieter zur Zahlung der Miete bleibe aber im Grundsatz bestehen. Auch weiteren Schuldnern, die wegen der Corona-Pandemie ihre vertraglichen Pflichten nicht erfüllen können, sollen keine rechtliche Folgen drohen. Bei Darlehen soll es eine gesetzliche Stundungsregelung geben. Die Vorlage soll am Montag im Bundeskabinett und am Mittwoch im Bundestag beschlossen werden.

21.3.2020, 10:23 Uhr: Patientenschützer fordern besseren Schutz in Pflegeheimen

Patientenschützer fordern Bund und Länder auf, Menschen in Pflegeheimen besser vor dem Coronavirus zu schützen. Der Tod von neun mit dem Virus infizierten Heimbewohnern in Würzburg müsse ein Weckruf sein, sagte ein Sprecher der Deutschen Stiftung Patientenschutz. Bekämen Pflegebedürftige und ihre Helfer keinen wirksamen Schutz, komme es zu einem Flächenbrand. Dieser werde „zu viele Opfer kosten“.

21.3.2020, 10:00 Uhr: 2.700 neue Infektionen in Deutschland

In Deutschland ist die Zahl der Menschen, die sich mit dem Coronavirus angesteckt haben, um 2.705 gestiegen. Insgesamt sind es nach Angaben des Robert-Koch-Instituts jetzt 16.662 bestätigte Fälle. 47 Menschen sind demnach bisher an den Folgen des Coronavirus hierzulande gestorben. Aktuelle Zahlen aus den Landkreisen im Südwesten gibt es hier.

21.3.2020, 8:57 Uhr: Bundesamt schränkt Versorgung mit Medikamenten ein

Deutschlands oberste Arzneimittelbehörde schränkt die Versorgung mit Medikamenten ein. Pharma-Großhändler dürfen laut einer neuen Anordnung bestimmte Medikamente nur noch in begrenzten Mengen an Apotheken liefern. So sollen unnötige Hamstervorräte vor allem bei Antibiotika und Schmerzmitteln vermieden werden.

21.3.2020, 8:53 Uhr: Immer mehr junge Patienten auf Intensivstationen

Auf den Intensivstationen in Deutschland werden immer öfter auch junge mit dem Coronavirus infizierte Patienten behandelt. Das sei bereits in Italien so gewesen und zeige sich nun auch hierzulande, sagte der Chefarzt der Klinik für Infektiologie in der Münchner Klinik Schwabing, Clemens Wendtner. Die jüngsten Fälle seien Anfang 20. Auch junge Menschen könnten einen schweren Krankheitsverlauf haben, so Wendtner. Sie sollten sich an die Regelungen und Ausgangsbeschränkungen halten. Eine große Gefahr geht laut dem Mediziner von unerkannten Fällen aus. Besonders gefährdet seien neben Älteren und Kranken auch allgemein gesunde Menschen mit vorgeschädigter Lunge – also etwa langjährige Raucher und Asthmapatienten sowie Diabetiker und Menschen mit Bluthochdruck.

21.3.2020, 8:21 Uhr: Schärfere Regeln im Südwesten gelten

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus gelten seit heute in Rheinland-Pfalz und Baden-Württemberg schärfere Regeln. Hier dürfen Restaurants und Gaststätten nur noch Essen zum Mitnehmen verkaufen. Rheinland-Pfalz verbietet Versammlungen mit mehr als fünf Menschen im Freien. In Baden-Württemberg werden schon Ansammlungen von mehr als drei Personen verboten. Auch in anderen Bundesländern gelten strengere Regeln: In Bayern und im Saarland dürfen Bürger ihren Wohnungen nur noch verlassen, wenn sie dafür einen triftigen Grund haben – dazu zählen auch Sport oder Spaziergänge. Es dürfen aber keine Gruppen gebildet werden.

21.3.2020, 7:35 Uhr: Weltweiter Smartphone-Markt bricht ein

Im vergangenen Monat sind die Verkaufszahlen für Smartphones weltweit um 38 Prozent eingebrochen. Das haben Marktbeobachter der US-Firma Strategy Analytics gesagt. Wegen der Corona-Krise verzögere sich die Produktion und die Nachfrage sinke.

21.3.2020, 7:27 Uhr: Wasser- und Stromversorgung sicher

Die Wasser- und Stromversorgung in Deutschland ist nach Einschätzung des Bundesamts für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe auch während der Corona-Krise gesichert. Laut Risikoanalyse dürfte es keine Probleme geben, hat Präsident Christoph Unger dem Redaktionsnetzwerk Deutschland gesagt.

21.3.2020, 7:21 Uhr: Vorschläge für besseren Mieterschutz

Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert, Kündigungen von Mietverträgen während der Corona-Krise zu verbieten. Die Politik müsse ein deutliches Signal setzen, sagte DGB-Vorstandsmitglied Stefan Körzell. Laut Bundesjustizministerium sollen Kündigungen schwieriger werden, wenn Mieter wegen Einkommensausfällen nicht zahlen können. Die Miete solle dann später nachgezahlt werden.

21.3.2020, 2:45 Uhr: Giffey will leichteren Zugang zu Kindernotbetreuung

Eltern in systemrelevanten Berufen sollen leichteren Zugang zur Kindernotbetreuung bekommen. Das hat Familienministerin Franziska Giffey (SPD) in einem Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung gefordert. Bisher seien die Hürden relativ hoch: Beide Eltern müssten nachweisen, dass ihr Job systemrelevant ist. Die Versorgung der Bevölkerung dürfe aber nicht gefährdet werden.

21.3.2020, 1:31 Uhr: China meldet erneut keine neuen Infektionen im Inland

In China hat es offiziellen Angaben zufolge den dritten Tag in Folge keine neue Ansteckung mit dem Coronavirus im Inland gegeben. Die Zahl der infizierten Menschen, die aus dem Ausland eingereist sind, sei um 41 auf 269 gestiegen, teilte die Nationale Gesundheitskommission mit.

20.3.2020, 20:25 Uhr: Bäcker aus Hannover: „Wir haben alle eine Scheißangst um unsere Jobs“

In der Corona-Krise blicken viele Unternehmer in eine düstere Zukunft. Ein Bäcker aus Hannover hat in einem Facebook-Video einen dramatischen Appell an seine Kunden, aber auch an Kunden von anderen Bäckereien gerichtet – und damit Zehntausende Menschen erreicht. Unter Tränen sagt Gerhard Bosselmann: „Gehen Sie zu Ihrem Bäcker, egal, wie er heißt, gehen Sie hin, weil Sie damit Arbeitsplätze retten.“ Inzwischen berichtet das Redaktionsnetzwerk Deutschland, dass der Bäcker offenbar seinen Mitarbeitern mit einer Kündigung droht, sollten sie sich leichtfertig mit dem Coronavirus infizieren.

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20.3.2020, 18:12 Uhr: Opferzahl in Italien steigt drastisch

In Italien hat es innerhalb eines Tages so viele Todesfälle infolge der Virusinfektion COVID-19 gegeben wie nie zuvor. Die Zahl der Toten stieg laut Zivilschutzbehörde um 627 auf 4032. Bisher waren es höchstens 475 Tote an einem Tag. Die Lombardei ist in Italien am stärksten von der Pandemie betroffen.

In den USA ist die Zahl der Coronavirus-Toten auf mehr als 200 angestiegen. Nach Angaben der renommierten Johns-Hopkins-Universität wurden bis Freitag mehr als 14.200 Infektionen und 205 Todesfälle bestätigt. Die Behörden rechnen mit einem weiteren steilen Anstieg der Fallzahlen, da inzwischen deutlich mehr Menschen getestet werden

20.3.2020, 17:53 Uhr: Giffey fordert Erlass von Kitagebühren

Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) fordert Länder und Kommunen auf, Eltern wegen der Corona-Krise sofort die Kitagebühren zu erlassen. Das solle den Betroffenen helfen, mit ihren Einkommenseinbußen klarzukommen, sagte Giffey der „Neuen Osabrücker Zeitung“. Es brauche jetzt pragmatische und schnelle Lösungen, so die Ministerin.

20.3.2020, 17:42 Uhr: Chef des Robert-Koch-Instituts erschüttert über Ausmaß der Krise

In Deutschland haben sich nach Informationen des Robert-Koch-Instituts bisher knapp 14.000 Menschen mit dem Coronavirus angesteckt. Das sind fast 3.000 Fälle mehr als noch am Donnerstag. Der Präsident des Robert-Koch-Instituts, Lothar Wieler, sprach von einer Krise, die ein Ausmaß habe, das er sich nie habe vorstellen können. Die derzeit noch niedrige Todesrate mit 31 Fällen werde sich schnell ändern, erklärte er und forderte die Menschen noch einmal auf, Abstand zueinander zu halten.

20.3.2020, 17:32 Uhr: Niederlande: Mann muss wegen absichtlichem Anhusten ins Gefängnis

In den Niederlanden muss ein Mann zehn Wochen ins Gefängnis, weil er absichtlich zwei Polizisten angehustet und dabei mit einer Corona-Infektion gedroht hat. Laut Richter ist das eine Bedrohung mit dem Tod oder schwerer Misshandlung. Der 23-jährige Verurteilte ist allerdings gar nicht mit dem Corona-Virus infiziert. Auch in Deutschland ist das absichtliche Anhusten nicht erlaubt, es gilt als Körperverletzung

20.03.2020, 16:45 Uhr: Lehrerverband erwartet wachsendes Leistungsgefälle

Nach Ansicht des Lehrerverbands könnte sich das Leistungsgefälle zwischen Schülern wegen des derzeitigen Heimunterrichts weiter vergrößern. Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger sagte, die Schere zwischen Schülern mit und ohne Unterstützung von zu Hause werde weiter aufgehen. Vor allem wenn die Schulschließungen länger dauerten, drohten Kindern aus bildungsfernen Familien Nachteile in der Schule.

20.03.2020, 16:34 Uhr: Auch in Hamburg gibt es Ausgansbeschränkungen

Auch Hamburg erlässt zur Eindämmung des Coronavirus weiterreichende Beschränkungen. Alle Restaurants werden geschlossen und Ansammlungen von mehr als sechs Personen untersagt, wie Bürgermeister Peter Tschentscher (SPD) nach einer Senatssitzung mitteilte. Ausnahmen gelten demnach für Lieferdienste sowie für Familien oder Gruppen von Berufstätigen. 

20.03.2020, 15:53 Uhr: Krisen-Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie auch in BW und RP?

Die IG Metall Baden-Württemberg und der für Rheinland-Pfalz zuständige Bezirk Mitte begrüßen den Krisen-Tarifvertrag für die Metall- und Elektroindustrie in Nordrhein-Westfalen. Beide Bezirke wollen jetzt mit den Arbeitgebern über eine Übernahme des Tarifabschlusses reden. Er sieht vor, dass die Löhne in diesem Jahr nicht mehr steigen und Arbeitnehmer mit kleinen Kindern zusätzliche freie Tage bekommen sollen.

20.03.2020, 15:14 Uhr: Fast 100.000 Deutsche aus Ausland zurückgeholt

Reiseveranstalter und die Lufthansa haben mit Hilfe der Bundesregierung seit Montag fast 100.000 Deutsche aus dem Ausland zurückgeholt. Nach Angaben des Auswärtigen Amts wurden rund 100 Sonderflüge organisiert. In den vergangenen Tagen hätten sich mehr als 140.000 Deutsche gemeldet, die zurückkehren wollen.

20.03.2020, 14:30 Uhr: Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schränken öffentliches Leben weiter ein

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz schränken das öffentliche Leben weiter ein. Baden-Württemberg untersagt Versammlungen von mehr als drei Personen — Familien sind davon ausgenommen. Außerdem werden gastronomische Betriebe geschlossen.

In Rheinland-Pfalz soll es keine Ansammlungen mehr mit mehr als fünf Personen in der Öffentlichkeit geben. Innen- und Außengastronomie sollen ab Mitternacht geschlossen bleiben. Ausschließlich Straßenverkauf und Lieferdienste sind dann noch zulässig. Das kommende Wochenende werde für weitere Maßnahmen entscheidend sein, so Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

20.03.2020, 14:20 Uhr: EU-Kommission lockert wegen Corona-Krise Haushaltsregeln

Angesichts der erwarteten Wirtschaftskrise infolge der Coronavirus-Pandemie lockert die EU-Kommission die Haushaltsregeln. „Heute, und das ist ganz neu, aktivieren wir dieallgemeine Ausweichklausel“, sagte EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen in einem auf Twitter veröffentlichten Video. Nationale Regierungen dürften nun unbegrenzt in die Wirtschaft investieren.

20.03.2020, 13:25 Uhr: Auch das Saarland plant Ausgansbeschränkungen

Das Saarland will im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus Gaststätten schließen und eine Ausgangsbeschränkung erlassen. Das werde Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) noch am Freitag dem Kabinett zum Beschluss vorschlagen, teilte die Staatskanzlei in Saarbrücken mit.

20.03.2020, 13:05 Uhr: Abschlussprüfungen an Schulen in Baden-Württemberg verschoben

Baden-Württemberg verschiebt wegen des Coronavirus die anstehenden Abschlussprüfungen an den Schulen. Das teilte das Kultusministerium in Stuttgart mit. Der Beginn werde vom bislang vorgesehenen Termin nach den Osterferien auf die Zeit ab dem 18. Mai 2020 verlegt. So solle sichergestellt werden, dass die Schüler genügend Zeit hätten, sich auf die Prüfungen vorzubereiten.

20.03.2020, 12:40 Uhr: Weitreichende Ausgangsbeschränkungen in ganz Bayern

Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) hat weitreichende Ausgangsbeschränkungen für den ganzen Freistaat angekündigt. Das Verlassen der eigenen Wohnung ist ab Samstag nur noch bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt. Dazu zählen unter anderem der Weg zur Arbeit, notwendige Einkäufe, Arzt- und Apothekenbesuche, Hilfe für andere, Besuche von Lebenspartnern, aber auch Sport und Bewegung an der frischen Luft — dies aber nur alleine oder mit den Personen, mit denen man zusammenlebt.

20.03.2020, 12:00 Uhr: Bundesregierung plant milliardenschweren Rettungsschirm

Die Bundesregierung plant wegen der Corona-Krise einen milliardenschweren Rettungsschirm. Ein Regierungssprecher sagte der ARD, am kommenden Montag solle ein Nachtragshaushalt beschlossen werden. Der genaue Umfang sei noch nicht klar. Der Bund werde aber deutlich mehr Geld zur Verfügung stellen als in der Finanzkrise 2008/2009.

20.03.2020, 11:30 Uhr: Metall-Tarifpartner schließen Pilot-Vertrag für die Krise

In der Metall- und Elektroindustrie haben die Tarifpartner einen Pilotabschluss in Nordrhein-Westfalen erzielt. Unter dem Eindruck der Coronakrise einigten sich IG Metallund Arbeitgeber darauf, die Löhne in diesem Jahr nicht zu erhöhen. Arbeitnehmer mit kleinen Kindern erhalten zusätzliche freie Tage und Kurzarbeiter können auf Zuzahlungen setzen.

20.03.2020, 11:21 Uhr: Notfallregelung: Bund darf offenbar mehr Schulden machen

Die Bundesregierung will die Notfallregelung in der Schuldenbremse ziehen und so ermöglichen, dass sich der Bund deutlich höher verschulden kann. Laut Informationen der Deutschen Presse-Agentur will die Regierung eine entsprechende Regelung beschließen, der Bundestag soll im Laufe der Woche zustimmen.

20.03.2020, 11:12 Uhr: Ausgansbeschränkung in Österreich bis Ostern verlängert

In Österreich werden die Ausgangsbeschränkungen zum Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus um drei Wochen verlängert. Sie gelten damit bis Ostermontag, den 13. April.Das hat Österreichs Bundeskanzler Sebastian Kurz in Wien mitgeteilt.

20.3.2020, 10:58 Uhr: Heil: Kurzarbeitergeld ist gesichert

Das Kurzarbeitergeld reicht nach Angaben von Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) für alle, die es brauchen. Selbst wenn die dafür vorgesehenen Milliardenrücklagen der Bundesagentur für Arbeit zur Neige gehen sollten, werde Geld aus dem Bundeshalt verwendet. Heil hat in der „Wirtschaftswoche“ außerdem angekündigt, wer wegen der Coronakrise Kinder betreuen müsse und bei der Arbeit ausfalle, für den werde es eine Lösung für eine Lohnfortzahlung geben.

20.3.2020, 9:08 Uhr: Baden-Württemberg will offenbar Niederlassungsverbot für Gruppen auf öffentlichen Plätzen

Baden-Württemberg bereitet wegen des Coronavirus ein Niederlassungsverbot für Gruppen auf öffentlichen Plätzen vor. Das erfuhr die Deutsche Presse-Agentur am Freitag aus Regierungskreisen.

Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz Coronavirus: Öffentliches Leben wird weitgehend lahmgelegt

Die Landesregierungen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz verschärfen die Einschränkungen für das öffentliche Leben. Wenn die Regeln nicht beachtet werden, drohen drastische Strafen.  mehr...

20.3.2020, 9:06 Uhr: Verdi fordert Schließung von Friseuren

Die Gewerkschaft Verdi ist dagegen, dass Friseure in der Corona-Krise arbeiten sollen. Während fast alle anderen Geschäfte schließen mussten, gibt es für Friseursalons Ausnahmegenehmigungen, wie auch für Apotheken oder Lebensmittelläden. Verdi fordert, dass Friseure auch schließen müssen, um Angestellte und Kunden zu schützen.

20.3.2020, 8:40 Uhr: Kinderärzte-Präsident warnt vor Zunahme von häuslicher Gewalt

Der Präsident der deutschen Kinder- und Jugendärzte, Thomas Fischbach, warnt in der Corona-Krise vor einer Zunahme häuslicher Gewalt. Weil Kitas und Schulen geschlossen seien, stünden Familien vor besonderen Herausforderungen. Besonders Kinder von Eltern, die schon unter normalen Bedingungen nervlich an der Grenze seien, seien jetzt besonders gefährdet. Fischbach sagte, Eltern, die sich überfordert fühlten, sollten frühzeitig Hilfe suchen. Er rät Betroffenen, Angebote der Wohlfahrtsverbände zu nutzen oder das Jugendamt um Unterstützung zu bitten.

20.3.2020, 7:20 Uhr – Zweiter Todesfall in Rheinland-Pfalz

In Rheinland-Pfalz gibt es einen weiteren Todesfall wegen des Coronavirus. Ein 80-Jähriger aus dem Kreis Meyen-Koblenz sei an den Folgen der Infektion gestorben, teilte der Landkreis mit. Der Mann war stationär in einem Koblenzer Krankenhaus behandelt worden.

19.3.2020, 20:47 Uhr – Freiburg erlässt eingeschränkte Ausgangssperre – als erste deutsche Großstadt

Die Menschen in Freiburg dürfen ab Samstag zwei Wochen lang ihr Zuhause nur verlassen, um zum Arzt, zur Arbeit oder zum Einkaufen zu gehen. Damit ist Freiburg die erste deutsche Großstadt mit einer eingeschränkten Ausgangssperre wegen des Coronavirus. Wer sich im Freien aufhalten möchte, darf das noch allein, zu zweit oder mit Personen, die im eigenen Haushalt leben. Freiburgs Oberbürgermeister Martin Horn traf diese Entscheidung aus Fürsorge, wie er sagte. Damit wolle er die Bürger seiner Stadt schützen. Die Freiburger seien besonders gefährdet, weil die Stadt nahe an der Grenze zum Elsass und der Schweiz liegt. Inzwischen gibt es mehr als 120 Infizierte in Freiburg.

Coronavirus Betretungsverbot in Freiburg: Was bedeutet das für die Menschen?

Das Coronavirus nimmt weiterhin großen Einfluss auf das öffentliche Leben in Deutschland. In Freiburg gibt es jetzt ein Betretungsverbot – bisher ist noch unklar, ob es eine bundesweite Ausgangssperre geben wird. Kanzlerin Merkel und die Ministerpräsidenten der Länder wollen sich Sonntag in einer Telefonkonferenz beraten.  mehr...

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