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Rheinland-Pfalz geht schon seit einem Monat oben ohne in die Schule – in Baden-Württemberg ist die Maskenpflicht erst in dieser Woche weggefallen. Die Corona-Zahlen im Überblick.

Seit einer Woche gehen unsere Kinder in Baden-Württemberg ohne Mundschutz in den Unterricht – die Maskenpflicht am Platz ist mit der neuen Corona-Verordnung weggefallen. Und das, obwohl die Corona-Fallzahlen im Moment wieder steigen – und auch wieder mehr Menschen mit einer Covid-19-Infektion ins Krankenhaus eingewiesen werden.

Unter den Patienten sind auch immer wieder Kinder: In Baden-Württemberg waren das in den vergangenen vier Wochen mindestens 69 Kinder, in Rheinland-Pfalz mindestens 21 Kinder im Alter zwischen 0 und 14 Jahren. Wie die Inzidenz bei Kindern im Moment in deinem Landkreis liegt, kannst Du hier nachschauen:

Sollte es weiter so viele Krankenhauseinweisungen geben, könnte in Baden-Württemberg Ende nächster Woche die Warnstufe gelten. Denn Stand Donnerstagnachmittag liegen auf den Intensivstationen im Land 222 Menschen mit einer Corona-Infektion. Wird die Schwelle von 250 Menschen überschritten, gilt die Warnstufe und Ungeimpfte brauchen negative PCR-Tests für viele öffentliche Veranstaltungen.

Rheinland-Pfalz verzichtet schon länger auf Masken im Unterricht

In Rheinland-Pfalz ist der Unterricht ohne Maske am Platz schon seit einem Monat die Regel – vorausgesetzt, der Kreis oder die Stadt ist nicht auf Warnstufe zwei oder höher. Dann gilt die Maskenpflicht auch am Platz.

Um trotz des Verzichts auf die Masken einen halbwegs sicheren Unterricht zu ermöglichen, müssen die Schulen in Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ihre Schüler regelmäßig testen. Trotzdem kann es immer wieder vorkommen, dass sich Kinder mit dem Coronavirus infizieren.

Corona-Ausbruch nach Zirkusveranstaltungen an Freiburger Schule

So ist das zum Beispiel in Freiburg passiert. Hier sind nach Zirkusaufführungen in der Freien Waldorfschule im Stadtteil St. Georgen 44 Corona-Infektionen nachgewiesen worden. 30 Schüler:innen seien krank geworden, eine Lehrkraft und 13 Menschen in Familien, die unter den Zuschauern waren.

Das Landratsamt Breisgau-Hochschwarzwald geht davon aus, dass die Infizierten sich bei mehreren Zirkusaufführungen zwischen dem 8. und 10. Oktober in der Schule angesteckt haben – und das, obwohl die Veranstaltung unter 3G-Regeln stattgefunden habe.

Insgesamt könnten 1.500 Zuschauer betroffen sein. Die Badische Zeitung schreibt, mehrere Schüler auf der Bühne und auch Zuschauer hätten keine Masken getragen. Die Schule teilte mit, einige der Zuschauer hätten ein Attest vorgelegt, dass sie vom Maskentragen befreit seien.

Wie häufig müssen Kinder wegen Covid im Krankenhaus behandelt werden?

Der Fall in Freiburg zeigt, dass trotz aller Hygienemaßnahmen immer wieder Ansteckungen mit dem Coronavirus möglich sind. Allerdings ist im Fall der infizierten Kinder immer noch nicht klar, wie gefährlich die Infektionen für Kinder sind.

Es gibt Anzeichen dafür, dass eine nicht geringe Anzahl von Kindern Long-Covid entwickeln – also eine langanhaltende Variante der Erkrankung. Außerdem müssen auch immer wieder Kinder wegen einer Covid-19-Erkrankung im Krankenhaus behandelt werden.

In Baden-Württemberg sind es circa 60-70 Kinder innerhalb von vier Wochen, in Rheinland-Pfalz 10-15 Kinder. Das entspricht ungefähr fünf Prozent aller Krankenhauseinweisungen:

Grundschulverband: Kinder und Schulpersonal weiter testen

Der Grundschulverband fordert nach dem Wegfall der Maskenpflicht am Platz, dass die Schutzmaßnahmen auch in den kommenden Wochen bleiben. „Die Testung von Kindern und Schulpersonal muss bis auf Weiteres fortgeführt werden“, sagte der Verbandsvorsitzende Edgar Bohn den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.

Ein Ende der Maskenpflicht im Unterricht sei zwar aus pädagogischer Sicht sinnvoll an den Grundschulen, aber in der aktuellen Situation „nur dann vertretbar, wenn dies mit flankierenden Maßnahmen abgesichert wird“.

Zum Beispiel müsste durch den Einsatz von Raumluftfiltern „größtmögliche Sicherheit gewährleistet sein“. Sollte es aber wieder mehr Erkrankungen geben, müssten die notwendigen Maßnahmen auch schnell ergriffen werden – zum Beispiel, dass in den Schulen auch am Platz wieder Masken getragen werden müssen.

Sind Kinder häufiger mit dem Coronavirus infiziert als Erwachsene?

Diese Frage lässt sich pauschal nicht beantworten. Denn im Unterschied zu Erwachsenen werden Kinder häufiger getestet. Durch die Testpflicht in Schulen und Kitas werden infizierte Kinder – vor allem, wenn sie keine Symptome zeigen – häufiger entdeckt als asymptomatische Erwachsene.

Das Team von SWRdata hat dazu auch Daten ausgewertet. Die Analyse zeigt allerdings, dass aktuell nur in wenigen Landkreisen Kinder im Vergleich häufiger mit dem Coronavirus infiziert sind als Erwachsene.

Mainz, Stuttgart, Kaiserslautern, Mannheim, Karlsruhe

Corona-Infektionen bei Kindern Coronavirus: So viele Kinder sind infiziert

Hier erfahren Sie, wie sich die Infektionszahlen und Krankenhausaufnahmen bei Kindern entwickeln - insbesondere nach dem Wegfall der Maskenpflicht in der Schule.  mehr...

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 29. November, 0:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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