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Hans Liedtke (Foto: SWR3)

An Weihnachten lockern viele Bundesländer ihre Corona-Regeln. Damit es nach dem Fest kein Infektionsdesaster gibt, soll die Polizei nun stärker kontrollieren. Das müssen die Menschen im Südwesten beachten.

Bundesweite Kontrollen in Bussen und Bahnen

Die Maske nur unter der Nase, unterm Kinn oder gleich ganz ohne: Damit dieses Bild in den Zügen vor allem während der Weihnachtszeit die Ausnahme bleibt, wollen die Deutsche Bahn und die Bundespolizei die Einhaltung der Maskenpflicht im Dezember verstärkt kontrollieren.

Tausende Bundespolizisten und Sicherheitsmitarbeiter sollen in den kommenden Wochen dafür sorgen, dass täglich in rund jedem zweiten Fernzug ein Kontrollteam unterwegs ist. Mit einem bundesweiten Aktionstag machten der Konzern und die Bundespolizei am Montag auf die Maßnahmen aufmerksam.

Kaum Verstöße

Auch die Bundespolizei setze zu diesem Zweck 6.000 Beamte ein, sagte Bundespolizeipräsident Dieter Romann. Die Bahn betont stets, dass ein Großteil der Fahrgäste sich an die Maskenpflicht halte. Bei mehr als 99 Prozent der Kunden gebe es nichts zu beanstanden.

Rheinland-Pfalz verschärft Regeln für Kinder

Rheinland-Pfalz hat die sogenannten Schnupfenregeln für Kitas und Schulen etwas verschärft. Auch Kinder und Jugendliche mit nur schwachen Symptomen sollen zunächst die Einrichtungen nicht besuchen.

Schon bei einem leichten Schnupfen oder gelegentlichem Husten sollen Kinder und Jugendliche nach Angaben des rheinland-pfälzischen Bildungsministeriums nun vorerst zu Hause bleiben. Das geht aus einem aktuellen Merkblatt des Ministeriums hervor, das seit 3. Dezember gilt.

Wer gegen die Corona-Regeln verstößt, muss mit Bußgeldern rechnen.

Baden-Württemberg kontrolliert stärker für eine Woche

Von Montag bis zum 13. Dezember wird die Polizei landesweit die Einhaltung der Corona-Regeln wie Maskenpflicht und Kontaktbeschränkungen kontrollieren. Das hat das baden-württembergische Innenministerium angekündigt.

"In dieser Zeit ist es eine der ersten Bürgerpflichten, eine Maske zu tragen - denn wer sie nicht trägt, gefährdet Gesundheit, Leib und Leben seiner Mitmenschen", so Baden-Württembergs Innenminister Thomas Strobl (CDU). Es gebe immer noch Unvernünftige, Rücksichtslose, Verantwortungsverweigerer. Obwohl sich die Mehrheit an die Regeln halte, müsse dennoch der Kontrolldruck hochgehalten werden. Dabei würden die Beamten auch versuchen, den Menschen im Dialog den Sinn der Maßnahmen bewusst zu machen.

Seit 1. Dezember gilt die Maskenpflicht auch vor Einkaufszentren oder Parkplätzen von Geschäften. Treffen dürfen sich nur noch bis zu fünf Personen aus höchstens zwei Haushalten.

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