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Rheinland-Pfalz lockert die Corona-Beschränkungen weiter: Liegt die Inzidenz unter 35, dann müssen Schüler und Lehrer während des Unterrichts und auf dem Schulhof keine Masken mehr tragen.

Rheinland-Pfalz öffnet wegen der weiter sinkenden Corona-Zahlen weiter: ab Montag, 21. Juni, bei den Schulen, die Mitte Juni wieder zum Präsenzunterricht zurückgekehrt sind:

Nach über einem halben Jahr fällt jetzt in Rheinland-Pfalz (ähnlich wie in Baden-Württemberg) an vielen Schulen die Maskenpflicht weitgehend. Das gilt dort, wo die Inzidenz unter 35 liegt. Lediglich in den Gängen der Schulgebäude, beispielsweise beim Wechsel zwischen den Klassenräumen müsse, so das Bildungsministerium, dann die Maske aufgesetzt werden.

Nicht alle finden Lockerung der Maskenpflicht an Schulen in RLP gut

Dafür hatten sich nicht und Ministerpräsidentin Malu Dreyer und Bildungsministerin Stefanie Hubig (beide SPD) stark gemacht. Auch die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) in Rheinland-Pfalz hatte sich dafür ausgesprochen.

Für den Vorsitzenden des Verbands der berufsbildenden Schulen in Rheinland-Pfalz, Harry Wunschel, kommt die Aufhebung der Maskenpflicht allerdings zu früh. „Während die Maske auf dem Schulhof bei den derzeitigen Inzidenzzahlen nicht mehr notwendig ist, sollte in Innenräumen diese weiterhin bis zu den Sommerferien Pflicht bleiben“, so Wunschel.

Feiern ist jetzt wieder einfacher

Erst vergangene Woche hatte die Landesregierung zwei weitere Öffnungsschritte und ein Freizeit- und Bildungssommerprogramm für Kinder und Jugendliche beschlossen:

Wichtig für alle Regeln zu privaten Veranstaltungen: Geimpfte und Genesene werden nicht mitgezählt und unterliegen nicht der Testpflicht.

Diese neuen Öffnungsschritte gibt es ab dem 18. Juni

Stabile Inzidenz unter 100

  • Private Veranstaltungen: maximal 25 Personen dürfen sich drinnen (mit Test) und draußen treffen
  • Ausübung von Sport oder Kultur (mit Kontakt): Draußen dürfen sich 30 Personen treffen, innen 10 Personen mit Test und Kontaktverfolgung
  • Zuschauer bei Sport- und Kulturveranstaltungen: Zugelassen sind 250 Zuschauer draußen, drinnen 100 mit Test
  • Freizeiteinrichtungen: Mit Test und Personenbeschränkung dürfen diese ihren Innenbereich öffnen
  • Hallenbäder, Spaßbäder und Thermen dürfen öffnen
  • Campingplätze für alle geöffnet, Jugendfreizeiten mit Übernachtung wieder möglich
  • Gastronomie: Buffets sind wieder erlaubt, Kantinen dürfen öffnen

Stabile Inzidenz unter 50

Von 18. Juni an werden bei einer stabilen Inzidenz von unter 50 private Veranstaltungen im Freien mit bis zu 50 Menschen wieder möglich, sagte Ministerpräsidentin Malu Dreyer (SPD).

Auch Sport und Kultur mit bis zu 50 Menschen sollen im Freien wieder möglich sein – drinnen sind sie dann mit 20 Menschen plus Test wieder möglich. Für Proben in Innenräumen gilt dann eine Obergrenze von zehn Personen plus Gruppenleiter, Geimpfte und Genesene. Kinderproben sind dann mit bis zu 25 Teilnehmern möglich.

Bis zu 250 Zuschauer mit einem negativen Test dürfen bei Sport- und Kulturveranstaltungen dann drinnen zuschauen. Draußen dürfen es bis zu 500 Zuschauer werden.

Ab dem 2. Juli soll es weitere Lockerungen geben

Ministerpräsidentin Dreyer hat für den 2. Juli weitere Lockerungen angekündigt. Voraussetzung ist, dass die Infektionszahlen weiterhin fallen.

Stabile Inzidenz unter 100

  • Kontaktbeschränkung: es dürfen sich jetzt maximal 10 Personen treffen
  • Private Veranstaltungen: draußen und drinnen (dann mit Test) dürfen bis zu 75 Personen zusammen feiern
  • Ausübung von Sport oder Kultur (mit Kontakt): 50 Personen draußen erlaubt, drinnen 30 Personen mit Test
  • Zuschauer bei Sport- und Kulturveranstaltungen: außen bis 500 Zuschauerinnen und Zuschauer, drinnen 350 mit Test
  • Fachmessen, Spezialmärkte, Flohmärkte: unter Auflagen möglich
  • Bus- und Schiffsreisen: mit Maske und Test und maximal 50 Prozent Belegung möglich

Das gilt bei einer stabilen Inzidenz unter 50

  • Private Veranstaltungen: im Freien mit bis zu 100 Personen erlaubt
  • Sport: innen mit bis zu 50 Personen mit Test und der Personenbegrenzung von eine Person pro zehn Quadratmeter

Was geht ab wann? Ab 18. Juni gilt in #RLP die 23. #Corona-Bekämpfungsverordnung. Wir haben die Fortschreibung des Perspektivplans für Euch aktualisiert: https://t.co/XaK2Hv6ifo Ein aktualisiertes FAQ hier: https://t.co/oPvlTpCIKL #RLP #Covid19de https://t.co/vza5a1W1Uo

RLP-Landesregierung will Schülerinnen und Schüler unterstützen

Für Schüler gibt es wieder eine Sommerschule und andere Bildungsangebote, aber auch Freizeitangebote. Dafür stellt die Landesregierung insgesamt 80 Millionen Euro bereit, 17 Millionen Euro mehr als im Vorjahr. Dazu kommen in diesem Jahr 21 Millionen und im nächsten 43 Millionen Euro vom Bund.

Seit 14. Juni sind die Schülerinnen und Schüler wieder im Präsenzunterricht

Außerdem gibt es schon seit dem 14. Juni Präsenzunterricht an den Schulen. Geplant war, nach den Pfingstferien ab 7. Juni zwei Wochen Wechselunterricht anzubieten und erst dann zum vollen Präsenzunterricht zurückzukehren. Als Grund nannte Bildungsministerin Stefanie Hubig (SPD) den Rückgang der Corona-Zahlen.

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Großveranstaltungen: Vieles ist noch ungewiss

Noch wenig Konkretes gibt es beim Thema Großveranstaltungen. Bund und Länder hatten bei ihrem Treffen Anfang Juni noch keine einheitlichen Regelungen dafür getroffen. Eine Arbeitsgruppe auf Ebene der Staatskanzleichefs erarbeitet einen Weg, wie mit den Großveranstaltungen perspektivisch umgegangen werden könne, sagte Dreyer. Die Landesregierung werde diese Ergebnisse abwarten – grundsätzlich aber selbst Regelungen treffen.

So wird Rheinland-Pfalz die spezifischen Vorgaben (zum Beispiel für Weinfeste) im Perspektivplan des Landes regeln. Laut Dreyer habe man im vergangenen Jahr viel Erfahrung gesammelt und könne darauf aufbauen. Von Tests werde man sich in Rheinland-Pfalz noch lange nicht verabschieden. Im August wollen Bund und Länder wieder über das Thema Großveranstaltungen sprechen.

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Campingplätze schon seit einiger Zeit wieder offen

Campingplätze werden bereits bei einer Inzidenz von unter 100 wieder für alle geöffnet, Jugendfreizeiten sind wieder möglich.

Hotels dürfen wieder externe Gäste bewirten

Hotels dürfen ebenfalls seit mehreren Wochen wieder externe Gäste im Außenbereich bewirten. Dort darf auch wieder ein Buffet angeboten werden. Weil Hotelgäste weiterhin alle 48 Stunden einen Test machen müssen, dürfen in den Hotels Wellnessbereiche unter Auflagen öffnen. Das betrifft etwa Saunen oder hauseigene Hallenbäder.

Das gilt auch für Saunen, dort muss zusätzlich ein aktueller, negativer Corona-Test vorliegen. Hallenbäder und Thermen bleiben vorerst geschlossen.

Weniger Kontaktbeschränkungen seit 2. Juni

Seit dem 2. Juni gilt in Rheinland-Pfalz ohnehin die Stufe 3 des Perspektivplanes.

Ab 2. Juni werden Kontaktbeschränkungen gelockert und mehr #Gastronomie, #Sport, #Kultur & #Freizeit möglich. Draußen entfällt Testpflicht, fünf Menschen aus fünf Haushalten können sich treffen. Ab 21. Juni weitere Perspektiven für Veranstaltungen: https://t.co/Pu3SRsAx1I #Corona https://t.co/XBKcpdZvK1

Die Rheinland-Pfälzer können sich freuen auf bessere Tage: Wir gehen mit viel Zuversicht und gutem Wetter in den Juni, weil immer mehr Menschen geimpft werden und sich die Zahlen gut entwickeln.

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SWR3 Nachrichten (Foto: SWR3)

Radionachrichten 22. Juni, 18:00 Uhr - SWR3 Nachrichten

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