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Reisende aus Kanada dürfen, US-Amerikaner nicht, Chinesen vielleicht. Die Bundesregierung hat entschieden, wer in Corona-Zeiten einreisen darf und für wen weiter eine Reisebeschränkung gilt.

Die Entscheidung über die Frage, wer während der Corona-Pandemie aus Drittstaaten wieder nach Europa einreisen darf und für welche Länder die Grenzen weiter dicht bleiben, ist heikel. Als Drittstaaten gelten Staaten, die nicht Mitglied in der EU sind. 

EU-Diplomaten haben sich mit dem Thema seit Tagen beschäftigt. Jetzt hat auch die Bundesregierung einen Entschluss gefasst, teilte das Bundesinnenministerium mit.

USA nein, China vielleicht

Menschen aus folgenden acht Ländern dürfen laut dpa die Grenze zu Europa ab 1. Juli wieder überqueren – die deutsche Grenze ab 2. Juli: Australien, Georgien, Kanada, Montenegro, Neuseeland, Thailand, Tunesien und Uruguay.

Anders als auf der EU-Liste der sicheren Staaten fehlen auf der deutschen Liste die vier Länder Serbien, Marokko, Ruanda und Algerien. Für die werden die Einreisebestimmungen vorerst nicht gelockert, weil das Robert-Koch-Institut diese Länder noch als Risikogebiete einstuft.

China, Japan und Südkorea sollen nur dann berücksichtigt werden, wenn sie im Gegenzug auch Einreisebeschränkungen für Europäer aufheben.

Nicht mit dabei sind neben den USA auch andere große Länder wie Indien, Brasilien, Russland und Südafrika.

Entscheidend ist die Zahl der Neuinfektionen in den Ländern

Wichtigste Hürde für die Einreise in die EU ist die Zahl der Neuinfektionen pro 100.000 Einwohner innerhalb der vergangenen 14 Tage. Als Richtwert gilt, dass die Zahl „nahe an oder unter 16“ liegen soll – also so wie der EU-Durchschnitt.

Außerdem soll der Umgang des jeweiligen Staates mit der Corona-Pandemie eine Rolle spielen – zum Beispiel in Bezug auf die Maßnahmen zur Kontaktverfolgung von Infizierten und die Zahl von Tests. Die Faktoren sollen regelmäßig überprüft werden.

Reisende aus stark von der Corona-Pandemie betroffenen Ländern bleiben demnach erst einmal außen vor.

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